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Ex-BVB-Profi Günter Breitzke lebt verarmt von Hartz IV

DORTMUND/KÖLN Er ist ein Revierderby-Teilnehmer – wenn auch kein erfolgreicher. Einmal spielte Günter Breitzke (41) in der Bundesliga für Dortmund gegen Schalke. Am 24. August 1991 verlor der BVB im Parkstadion mit 2:5. Ein Trauma-Tag.

von Von Wilfried Horrmann

, 18.02.2009 / Lesedauer: 3 min
Ex-BVB-Profi Günter Breitzke lebt verarmt von Hartz IV

Günter Breitzke (li.) an der Seite von Billy Reina: Wenn die Traditionsmannschaft spielt, erinnert man sich an ihn.

Vor 20 Jahren sah das ganz anders aus. Breitzke schaffte auf Anhieb, was ihm keiner zugetraut hätte: Er sicherte sich durch seine Technik und mutige Spielweise einen Platz im BVB-Mittelfeld neben Nationalspielern wie Möller, Rummenigge und Zorc. Und – er spielte auch im Pokal-Endspiel in Berlin, dass die Borussia mit 4:1 gegen Werder Bremen gewann. „Der schönste Tag in meinem Leben“, sagt Breitzke heute. Norbert Dickel, Stadionsprecher der Borussia und einstiger Mitspieler, erinnert sich: „Günter war einer der letzten großen Straßenfußballer, der ging auch auf fünf Mann zu und spielte sie schwindelig, der hatte vor niemandem Respekt.“ Er war ein Spieler, wie ihn der BVB sich für den Freitag wünscht. Für das Derby gegen Schalke.

Seine Ex-Kollegen in Dortmund haben ihn nicht vergessen, sie legen zusammen und zahlen Breitzkes Reisekosten. Immer, wenn die BVB-Traditionself irgendwo in Deutschland spielt, lädt Günter Kutowski ihn ein. In diesen Momenten huscht ein Lächeln über das Gesicht des Malers und Lackierers – er fährt dann mit dem Bus zum Kölner Hauptbahnhof. Breitzke meint: „Wenn meine alten BVB-Kumpel nicht wären, wäre mein Leben völlig trostlos“. Dann setzt er sich in den Regional-Express in Richtung Ruhrpott. Ab nach Dortmund. Ein Zug ins Glück – wenn auch nur für einige Stunden.

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