Feiner Profitrakt komplettiert BVB-Fußballprojekt in Brackel

Eine neue Heimat

Wer einen Fuß in die heiligen Hallen setzt, stößt unweigerlich nach wenigen Metern auf eine leuchtend gelbe Wand. „Unser Versprechen“ steht auf ihr in schwarzer Schrift geschrieben. Und darunter prangen acht Gebote. Angeblich die des Fußballtrainers Jürgen Klopp.

DORTMUND

von Von Sascha Fligge

, 06.04.2011, 22:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Feiner Profitrakt komplettiert BVB-Fußballprojekt in Brackel

Ein richtiges Schmuckstück: das neue BVB-Profihaus.

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Einweihung des neuen BVB-Profihauses

Am Mittwoch wurde das neue BVB-Profihaus in Brackel eingeweiht. Trainer Jürgen Klopp machte sich direkt ein Bild vom neuen schwarzgelben Schmuckstück.
06.04.2011
/
© Foto: DeFodi
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Das schicke BVB-Trainingszentrum in Brackel.© Foto: DeFodi
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Schlagworte BVB

Alles duftet neu in Borussia Dortmunds frischem Profi-Zuhause. Nach neun Monaten Bauzeit stehen 1300 zusätzliche Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Jeder einzelne wurde bis ins kleinste Detail durchdacht. Vom privaten Safe in Spielerspinden bis zur Schuhwärmerwand Marke „Skiurlaub“ und riesigen Trainingshalle, an deren Wand deckenhoch ein Poster des prall gefüllten Signal Iduna Parks hängt. Es übermannt den Betrachter und wirkt fast so imposant wie die echte Südtribüne im Partyrausch.  

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Einweihung des neuen BVB-Profihauses

Am Mittwoch wurde das neue BVB-Profihaus in Brackel eingeweiht. Trainer Jürgen Klopp machte sich direkt ein Bild vom neuen schwarzgelben Schmuckstück.
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Das schicke BVB-Trainingszentrum in Brackel.© Foto: DeFodi
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Seit Mittwoch, 12.30 Uhr, ist das BVB-Trainingsgelände komplett. Fünf Jahre nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts auf dem Hohenbuschei-Gelände in Brackel ist auch der dritte handwerkliche Akt beendet. Rund 14 Millionen Euro wurden auf dem 18 Hektar großen und einst von der britischen Rheinarmee genutzten Gelände im Osten der Stadt für den Fußball investiert.  

Nicht nur in Steine wohlgemerkt, auch in Gras. Acht Trainingsplätze stehen der BVB-Familie nun zur Verfügung. „Unsere U9-Spieler trainieren auf der gleichen Anlage wie die Profis. Dass das der richtige Weg ist, sieht man, wenn man in die leuchtenden Augen der kleinen Jungs blickt“, sagt KGaA-Chef Hans-Joachim Watzke.   Der eingeweihte zweigeschossige Neubau – finanziert von den Stadtwerken, angemietet durch den BVB – ist jedoch ausschließlich Klopps Profis vorbehalten. Alles ist lichtdurchflutet, funktional, hochwertig. Erstklassige Fitness-Geräte aus aller Welt sind genauso vorhanden wie eine wunderschöne Dachterrasse, eine Wohlfühl-Lounge, ein Whirlpool, die unvermeidliche Sauna, ein Billard-Tisch sowie ein Internet-Bereich mit E-Learning-Funktion.

„Und in dem Raum, der für die Teamsitzungen genutzt wird“, sagt Architekt Christoph Helbrich, „könnten wir problemlos noch zwei Simultandolmetscher-Plätze integrieren“. Er lächelt kurz, seine Stimme wird leise: „Aber der BVB will diese Option eigentlich nicht ziehen...“   Watzke ist an diesem Mittwochmittag schlicht „stolz auf das, was wir alle in den vergangenen Jahren zusammen geschaffen haben“. Vor sechs Jahren herrschte in Dortmund noch die Angst vor dem krachwummernden Totalschaden. Der Verein hatte kein eigenes Stadion mehr. Und keinen vernünftigen Trainingsplatz. Dafür Schulden in dreistelliger Millionenhöhe. Fans demonstrierten auf den Straßen gegen die alte Geschäftsführung.  

Heute gehört Deutschlands größter Fußballtempel wieder zum Sachvermögen des BVB, Rasenplätze gibt es im Überfluss, selbst Geld ist vorhanden. Und die Meisterschale zum Greifen nah. Eine mutige, auch aus der Not geborene Philosophie hat den Klub dorthin geführt, wo er nun steht. Und jeder, der am einmal eingeschlagenen Weg etwas zu ändern gedenkt, wird in Dortmund Gerüchten zufolge mit der Peitsche nach Gelsenkirchen vertrieben.   „Der Trainings- und Ausbildungsbetrieb ist unser Fundament, auf dem wir aufbauen. Wir werden weiter auf junge Spieler setzen und unser Faustpfand veredeln“, kündigt Watzke um 13 Uhr an und richtet das Wort direkt an seine leitenden Angestellten. „Jürgen, Michael (Zorc, d. Red.), ihr schafft es immer wieder, mir eindrucksvoll zu beweisen, wie man – zugegeben auf sinnvolle Art – viel Geld ausgeben kann!“

  Mehrere hundert Eröffnungsfeier-Gäste (unter Ihnen OB Ullrich Sierau) lauschen und stoßen mit Prickelbrause auf die Zukunft an. Architekt Helbrich hat sie schon vor Augen. Mit zielgenauem Blick auf die gelbe Wand in der kleinen Eingangshalle – die mit den acht Geboten. „Jeder Profi soll an dieser Wand unterschreiben und dadurch demonstrieren, dass er sich an die Werte des BVB hält. Das war Klopps Idee.“ Für den Fall, dass doch mal ein Söldner dabei sein sollte, verspricht Helbrich: „Die Wand ist abwaschbar.“ Man weiß ja nie.finden die  

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