Borussia Dortmund ist erfolgreich aus den Rückrunden-Startlöchern gekommen. Gegen Leipzig hieß es nach 90 Minuten 1:0 für den BVB. Wir erklären, warum der Start so gut geglückt ist.

Dortmund

, 21.01.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Erleichterung war groß bei Borussia Dortmund. 1:0 in Leipzig - dort, wo in dieser Bundesliga-Saison noch keine andere Mannschaft gewinnen konnte. Der BVB hat auf Anhieb Flughöhe erreicht im neuen Fußballjahr und den ersten Angriff des FC Bayern München erfolgreich gekontert. Erkenntnisse aus dem Leipzig-Spiel.


01.) Die Abwehr steht: Seit Samstagabend stellt Borussia Dortmund nicht nur den besten Angriff der Bundesliga, sondern auch die beste Abwehr. 18 Gegentore kassierte der BVB in der laufenden Saison, nur Gladbach und Leipzig stehen in der Defensive genauso sicher. Der Sieg in Leipzig war der sechste zu null in dieser Bundesliga-Spielzeit. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil den BVB gerade in der Innenverteidigung große Personalsorgen plagen. Gegen Leipzig fehlten in Manuel Akanji (Hüftprobleme), Dan-Axel Zagadou (Trainingsrückstand) und Ömer Toprak (muskuläre Probleme) drei gelernte Verteidiger. Julian Weigl half einmal mehr aus - und verdiente sich ein Extralob von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: „Für Julian habe ich mich sehr gefreut. Er hat wieder ein tolles Spiel gemacht - wie gegen Gladbach auch schon.“

Fünf Gründe für den guten BVB-Start ins neue Fußballjahr

Julian Weigl wusste in der Innenverteidigung zu überzeugen. © dpa

02.) Die Standards sitzen: Das Tor des Spiels resultierte in Leipzig aus einer Standardsituation. Raphael Guerreiros Ecke wurde von Lukasz Piszczek verlängert, Axel Witsel hämmerte den Ball ins Tor - es war in dieser Bundesliga-Saison bereits das zehnte Tor für den BVB nach einem ruhenden Ball. Kein anderes Team ist nach Standards so gefährlich wie die Mannschaft von Trainer Lucien Favre. Vor allem die Ecken und Freistöße von Guerreiro waren am Samstag einmal mehr eine sportliche Waffe. Kurz vor der Pause hatte Abdou Diallo nach einem Guerreiro-Freistoß das 2:0 auf dem Kopf.


03.) Die knappen Spiele gehen an den BVB: Das 1:0 in Leipzig war wettbewerbsübergreifend schon der elfte BVB-Sieg mit nur einem Tor Unterschied in dieser Saison. Die knappen Spiele gehen häufig an den BVB, egal ob Augsburg, München oder nun Leipzig. Manchmal auch mit dem nötigen Quäntchen Glück. „Dieses Glück haben wir uns aber auch erarbeitet“, sagte Sebastian Kehl, der Leiter der Lizenzspielerabteilung beim BVB, am Samstagabend. „Alle haben komplett durchgezogen.“


„Delaney und Witsel lassen sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Da haben wir einfach eine unheimliche Qualität.“
Hans-Joachim Watzke

04.) Rückschläge werden weggesteckt: „Wir sind eigentlich mit viel Schwung in die Woche vor dem Leipzig-Spiel gestartet“, sagte Kehl nach dem 1:0 in Leipzig, aber das habe sich durch die Ausfälle der trainingswoche ein bisschen relativiert. „Erst Ömer Toprak, dann auch noch Marco Reus. Das war natürlich bitter. Aber die Mannschaft hat das alles prima weggesteckt.“ Vor allem der Reus-Ausfall traf den BVB kurzfristig und unerwartet, doch die Mannschaft kompensierte auch das Fehlen ihres Kapitäns. Maximilian Philipp war zwar kein gleichwertiger Ersatz, aber der Offensivallrounder ackerte unermüdlich.


05.) Das defensive Mittelfeld ist eine Bank: Borussia Dortmund beherrscht das Mittelfeld, was zu einem beachtlichen Teil Axel Witsel und Thomas Delaney zu verdanken ist. Witsel dirigiert das BVB-Spiel, ist unheimlich präsent, auch im Kopfballspiel, Delaney ist der Abfangjäger, der Arbeiter im Zentrum. Zusammen nehmen beide viel Druck von der BVB-Abwehr - und brachten Watzke in Leipzig einmal mehr ins Schwärmen: „Was mir imponiert hat, war, wie gut wir im defensiven Mittelfeld aufgestellt sind. Delaney, und Witsel lassen sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Da haben wir einfach eine unheimliche Qualität.“

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