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Gedämpfte Vorfreude am Spieltag

BVB-Fanreporter: Tag 3

Für den BVB ist es "nur" eine sportliche Herausforderung, für zwei Münsteraner Fußballfans dagegen das größte Abenteuer des Jahres: Felix Lange und Pjer Biederstädt begleiten den BVB zum Champions-League-Achtelfinale nach St. Petersburg - und bewegen sich dabei zu Land, zu Wasser und in der Luft.

St Petersburg

von Felix Lange und Pjer Biederstädt

, 25.02.2014, 13:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die BVB-Fans Marco, Christian und Carsten (v.l.)

Die BVB-Fans Marco, Christian und Carsten (v.l.)

Wir waren in einem benachbarten Pub, wo es friedlich und fröhlich zuging. Die Thematik ist Gesprächsthema unter den Fans und spukt in den Hinterköpfen. Im Vordergrund steht aber doch die Freude aufs Spiel gegen Zenit. So auch bei Marco, Christian und Carsten.

"Besser jetzt ein wenig mulmig fühlen, ob der Dinge, die erzählt werden, und sich später freuen, dass nichts passiert ist. So läuft es ja meistens. Hoffentlich auch diesmal", sagt Marco, der zusammen mit seinen Freunden von den nach Russland gereisten Fans die wohl längste Fussball-Reise geplant hat.

Bereits am vergangenen Freitag stiegen die Mitglieder des Fanclub "Aviditas Dortmund" in einen Flieger nach Manchester, um am Sonntag mit befreundeten Liverpooler Fans vom Fanclub "Spion Kop" das Heimspiel der Reds gegen Swansea an der Anfield Road zu sehen. "Deren Choreos sind exakt durchgeplant. Wir durften riesige Fahnen schwenken. Und als das gesamte Stadion 'You'll Never Walk Alone' sang, kam mir fast die Pipi in die Augen", erzählt Marco. Der Trip hat sich gelohnt. "Was für ein irres Spiel! 4:3 hat Liverpool gewonnen. Die Stimmung war überragend", erinnert sich Chrsitian, der mit seinen Kumpels direkt aus Liverpool über Berlin nach St. Petersburg weiterreiste.

Ein ähnlich tolles Spiel wie in Liverpool wünschen sich auch die nur wenige Meter entfernt stehenden Zenit-Fans. Sie posieren vor dem BVB-Mannschaftsbus, der vor der Isaakskathedrale, St. Petersburgs größter Kirche,  steht. Das Motiv wollen auch wir und ein paar andere Dortmunder nicht verpassen.

Es wird eng vor dem schwarz-gelben Bus, bis wir uns kurzerhand mit Händen und Füßen darauf verständigen ein Gemeinschaftsbild zu knipsen. Ein Zenit-Fan wünscht uns im Gehen noch viel Glück fürs Spiel, unsere Mannschaft werde es brauchen. Auf dem Feld gegeneinander, in der Stadt miteinander. Geht doch. Hoffentlich bleibt es später so.

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