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Ginter: "Habe bei Olympia Selbstvertrauen getankt"

Wechselgerüchte und BVB-Perspektive

Zwei Turniere in Brasilien, zwei Medaillen: Vor zwei Jahren kam Matthias Ginter als Weltmeister zum BVB, diesmal ist er vom olympischen Fußballturnier mit Silber heimgekehrt. Im hochkarätig besetzten Kader von Borussia Dortmund muss sich der Verteidiger jetzt durchsetzen. Mit Selbstvertrauen, Geduld und Fitness, wie er verrät.

DORTMUND

, 01.09.2016, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Matthias Ginter hat sich für die Saison beim BVB viel vorgenommen - und in Rio  Selbstvertrauen getankt.

Matthias Ginter hat sich für die Saison beim BVB viel vorgenommen - und in Rio Selbstvertrauen getankt.

In einer Gesprächsrunde sprach Ginter am Donnerstag über …

… sein drittes Jahr beim BVB: Im ersten Jahr waren es 21 Einsätze, im zweiten Jahr 40. Wenn man die Entwicklung sieht, ist das sehr gut. Jetzt müssen wir schauen, wie es im dritten Jahr wird. Ich glaube auch, dass es ein entscheidendes Jahr werden kann. Mein Ziel und mein Anspruch ist es, zu spielen. Ich habe mir viel vorgenommen und will alles versuchen. Ich habe mir noch einen eigenen Fitnesstrainer hinzugenommen. Wenn es dann nicht klappen sollte, will ich mir nicht vorwerfen müssen, nicht alles versucht zu haben.

 

… Wechselabsichten: Es gab diverse Angebote, klar. Der BVB wusste über alles Bescheid, hat aber sofort signalisiert, dass es keine Gesprächsbereitschaft gibt. Das zeigt auch ein bisschen die Wertschätzung und welches Potenzial der BVB in mir sieht. Borussia Dortmund ist ein großer Verein, von daher habe ich mich da auch nicht quergestellt.

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… seine Rolle beim BVB: Ich habe mir viel vorgenommen. Jeder will spielen. Ich fühle mich in der Innenverteidigung am wohlsten. Ich muss schauen, wo der Trainer mich hinstellt.

 

… fehlende Faktoren zum großen Durchbruch: Ich spreche ungerne über mich, aber generell sehe ich überall noch Luft nach oben. Da gibt es nicht nur den einen Bereich. Körperlich, spielerisch, das generelle Auftreten, der mentale Bereich: Es wäre ja nicht normal, wenn ich mit 22 Jahren schon am Ende meiner Entwicklung wäre. Auch der linke Fuß könnte noch stärker werden, fällt mir ein.

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… Geduld: Geduld ist gerade als junger Spieler unglaublich wichtig. Alle wollen immer spielen, die jungen Spieler erst Recht. Spielpraxis auf höchstem Niveau ist total wichtig. Mein Umfeld ist da eine große Hilfe für mich, auch die Ruhe zu bewahren.

 

…  seine Zeit bei Olympia in Brasilien: Ich hätte es bereut, wenn ich nicht dabei gewesen wäre. Wir haben wahnsinnig viel erlebt und mitgenommen. Nach den ganzen Diskussionen und Nicht-Abstellungen hatten wir viel Gegenwind bekommen und nur zwei Tage Vorbereitungszeit. Das hat für einen großen Zusammenhalt und für eine „Jetzt-erst-Recht“-Mentalität gesorgt. Wir haben sicher ein Stück weit Werbung betreiben können, auch wie wir Deutschland vertreten haben. Mit der Silbermedaille können wir sehr zufrieden sein. Vor dem Turnier hätte das jeder von uns unterschrieben. Das Fazit ist sehr, sehr positiv.

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… das Olympische Dorf: Anfangs war es ein normales Turnier, wir wollten dann unbedingt nach Rio und ins Olympische Dorf. Dazu mussten wir ins Finale kommen. Das war etwas Besonderes. Mit 10.000 Sportlern auf einem Punkt zu sein, die ganzen anderen Sportler zu sehen aus den vielen Nationen, das ist etwas ganz Spezielles. Wir haben zum Beispiel noch die deutschen Handballer im Halbfinale gegen Frankreich gesehen. Für andere Sportler außer uns Fußballern ist Olympia ja das Karriere-Highlight. Bei vielen waren die Wettbewerbe auch schon vorbei, die hatten Zeit zu feiern (lacht). Man erkennt auch die anderen Sportler. Leichtathleten oder Gewichtheber erkennt man in der Mensa, die treten ganz anders auf, haben ganz andere Methoden. Es hat mich gefreut, in diese Gesichter zu schauen, für alle ist das ein Wahnsinns-Erlebnis.

 

… die Silbermedaille: Die Silbermedaille liegt noch im Schrank. Wenn ich das nächste Mal nach Hause nach Freiburg reise, nehme ich die mit. Dann kommt sie zur goldenen WM-Medaille.

 

… den persönlichen Gewinn: Es war ja ein Turnier in der Saisonvorbereitung. Das hat allen geholfen, richtig fit zu sein. Und wir haben alle Selbstvertrauen getankt, wenn wir jetzt in unsere Vereine zurückkommen. Mir hat das wahnsinnig geholfen, jetzt gilt es, das Erlebte weiter umzusetzen. Ich kann bislang nur Positives daraus ziehen.

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