Gladbach-Fans wütend: „Reizpunkt ist nicht Marco Rose“ – sondern der BVB

Borussia Dortmund

Die Fans von Borussia Mönchengladbach sind wütend. Wütend, weil Gladbach das Derby verloren hat. Wütend, weil Marco Rose wohl nicht Trainer bleiben wird – und weil der BVB im Gespräch ist.

von dpa

Dortmund

, 10.02.2021, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Borussia Mönchengladbachs Trainer Marco Rose (r.).

Borussia Mönchengladbachs Trainer Marco Rose (r.). © picture alliance/dpa/dpa Pool

Die Dachorganisation der Fans von Borussia Mönchengladbach hat sich nach der Derby-Pleite gegen den 1. FC Köln erneut an Trainer Marco Rose gewandt und die Kritik an ihm erläutert. „Marco, sehr gerne möchten wir Dir am Ende Deiner Zeit bei uns ein Denkmal bauen. Wir wissen es absolut zu schätzen, dass es überhaupt gelungen ist, gemeinsam eine Wegstrecke der Vereinsgeschichte mit Dir zusammen zu gehen“, sagte der Vorsitzende des Fanprojekts Thomas Ludwig am Mittwoch.


Derby verloren: Gladbach-Fans sind wütend auf Marco Rose

Nach dem 1:2 am vergangenen Wochenende gegen den Gladbacher Erzrivalen hatte das Fanprojekt Roses Rotation gegen den FC kritisiert und dem Coach vorgeworfen, „Borussia Mönchengladbach nicht verstanden“ zu haben. „Zu normalen Zeiten wären wir ja im Stadion gewesen und hätten mit einem riesengroßen Pfeifkonzert Trainer und Mannschaft in die Kabine geschickt und somit war die kurze Meldung der emotionale Ausdruck der vielen tief enttäuschten Fans“, sagte Ludwig nun.

Die im Internet veröffentlichte Kritik der von der Borussia anerkannten Dachorganisation hatte hohe Wellen geschlagen. Roses Co-Trainer Alexander Zickler hatte bei Instagram beteuert, „Tag und Nacht alles für diesen einzigartigen Verein“ zu geben und die Fans „als wichtigste Kraft“ bezeichnet.

Gladbach-Fans: „Der Reizpunkt an dieser Stelle ist eigentlich nicht Marco Rose, sondern Borussia Dortmund“

Das Statement des Fans war auch als Indiz für den Stimmungs-Umschwung bei den Anhängern angesichts eines möglichen Wechsels von Rose zu Borussia Dortmund gedeutet worden. „Dass Marco Rose nicht bis zu seiner Rente bei unserer Borussia bleibt, ist jedem Fan klar. Der Reizpunkt an dieser Stelle ist eigentlich nicht Marco Rose, sondern Borussia Dortmund“, sagte Ludwig mit Blick auf den BVB, der in den vergangenen Jahren bereits etliche Leistungsträger aus Gladbach verpflichtet hatte. Allerdings sei „das verlorene Derby der alleinige Auslöser in diesem Moment“ für die Kritik gewesen.

Jetzt lesen

Das Interesse des BVB an einer Verpflichtung von Marco Rose als Cheftrainer im Sommer gilt Branchenintern als sehr hoch, der vermied bislang zudem jedes Bekenntnis zu einem Verbleib bei Borussia Mönchengladbach. Eine Ausstiegsklausel soll ihm einen Wechsel ermöglichen – ob er diese aber auch ziehen wird, hat Rose bislang noch nicht öffentlich kommuniziert.

Borussia Dortmund mit Trainer Edin Terzic (Ruhr24.de berichtet) und Borussia Mönchengladbach treffen als nächstes im Viertelfinale des DFB-Pokals aufeinander, am 2. März (20.45 Uhr) ist der BVB zu Gast bei den Fohlen. Die Partie wird live im Free-TV übertragen.

Der RN-BVB-Podcast

Der BVB-Podcast der Ruhr Nachrichten - einmal in der Woche Experten-Talk zum BVB. Jetzt hier, bei Spotify oder bei Apple Podcasts hören.

BVB-Newsletter

Täglich um 18 Uhr berichtet unser Team über die wichtigsten schwarzgelben Neuigkeiten des Tages.

Lesen Sie jetzt