Gonzalo Castro und Kevin Kampl enttäuschen

BVB-Einzelkritik

Es hatte schon etwas von Slapstick, wie Borussia Dortmund in der Anfangsphase von den norwegischen Außenseitern drei leicht zu verteidigende Gegentreffer kassierte. Doch die Borussen zeigten Moral, rissen sich zusammen und spielten mit zunehmender Spielzeit ihre fußballerischen und konditionellen Vorteile aus. Die BVB-Spieler in der Einzelkritik.

DORTMUND

, 20.08.2015, 22:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gonzalo Castro und Kevin Kampl enttäuschen

Schwacher Auftritt gegen Odds BK: Kevin Kampl (r.).

Roman Weidenfeller: So hatte er sich seine Rückkehr ins Tor sicher nicht vorgestellt: Nach 16 Sekunden landete Samuelsons Kopfball im Netz hinter ihm (1.). Auch am zweiten Gegentreffer traf ihn keine Schuld. Beim 0:3 allerdings hatte er freie Sicht auf den nur leicht flatternden Ball, der Freistoß darf auch mit 112 km/h niemals im Tor landen. Das machte ihn in der Folge nicht sicherer. Note: 5,0

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Europa-League-Playoffs: Odds BK - BVB 3:4 (3:1)

Bilder der Europa-League-Partie zwischen Odds BK und Borussia Dortmund.
20.08.2015
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Bilder der Partie Odds BK gegen BVB.© Foto: DeFodi
Bilder der Partie Odds BK gegen BVB.© Foto: dpa
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Gonzalo Castro: Spielt dem Vernehmen nach nicht so gerne hinten rechts und fand zu Beginn auch seine Position und seine Einstellung nicht. Patzte gegen Zekhnini vor dem 0:1, auch beim 0:2 falsch aufgestellt. Offensiv konnten ihn die Mannschaftskollegen selten einbinden, und wenn, landeten die Flanken im Niemandsland. Zur Pause war das Spielchen für ihn bereits beendet. Note: 5,5

Matthias Ginter: Erster Startelf-Einsatz für den BVB seit Ende April. Klar, dass Abstimmungen und Timing nicht zu 100 Prozent passten. Trotzdem darf ein Nationalspieler gegen einen solchen Gegner nicht derart die Übersicht verlieren wie etwa beim 0:2, als ihm, Castro und Gündogan Nordkvelle entwischte. Nach dem Wechsel machte er schließlich die rechte Seite dicht. Note: 4,0

Mats Hummels: Keineswegs der Fels in der Brandung, der er hätte sein müssen. Beim 0:1 stand er geschätzte sieben Meter vom Torschützen entfernt, auch sonst ungewohnt passiv gegen die körperlich massiven Angreifer der Norweger. Note: 4,5

Marcel Schmelzer: War defensiv auf seiner linken Seite wenig gefordert, mischte sich gut in die Angriffe ein. So richtig zwingend und zielführend war das allerdings nicht, bis ihm beim 3:3 die ganz wichtige Vorlage für den Ausgleichstreffer von Aubame-yang gelang. Note: 2,5

Sven Bender: Wie im DFB-Pokalspiel in Chemnitz von Beginn an dabei. Konnte dem porösen Defensivverbund anfangs aber keine Stabilität verleihen in diesem merkwürdigen Spiel. Nach 67 Minuten kam für ihn Julian Weigl, der derzeit die Nase vorn hat in diesem Duell. Note: 4,0

Kevin Kampl: Ihn zu beurteilen, ist immer schwierig. Er ist wuselig, emsig, engagiert, kommt auch öfter mal in aussichtsreiche Positionen. So richtig gelingen mag ihm allerdings selten eine Aktion – auch, weil er mitunter zu hektisch und übereifrig zu Werke geht. Nach gut einer Stunde kam in Adrian Ramos ein torgefährlicherer Mann für ihn. Note: 5,0

Shinji Kagawa: Sein Lattenschuss in der 2. Minute wäre die prompte Antwort auf den frühen Schock gewesen. Umso besser, dass er nach 69 Sekunden in Durchgang zwei den Anschluss herstellte (47.). Note: 3,5

Ilkay Gündogan: Zu Beginn mit größeren Konzentrationsschwierigkeiten, hing im zentralen Mittelfeld irgendwo im Nirgendwo herum und war zweikampfschwach. Seine spielerischen Qualitäten brachte er im Laufe der Partie zunehmend besser zur Geltung. Bezeichnend für die nicht gänzlich überzeugende Vorstellung: Sein Schuss prallte von der Unterkante der Latte unglücklich zurück ins Spielfeld (80.). Note: 3,5

Henrikh Mkhitaryan: Zu Beginn ein Aktivposten, setzte sich mehrfach gut in Szene, scheiterte mit einem Pfostenschuss (30.). Er traf dann noch wie derzeit in fast jedem Spiel. Doch für ihn gilt wie für alle Borussen: Der individuelle Klassenunterschied muss noch deutlicher zu sehen sein in so einer Partie, in der es ja auch um viel für den Verein geht. Note: 3,5

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Pierre-Emerick Aubameyang: Erst zu zögerlich, als er an Rossbach scheiterte, dann als Torjäger hellwach, als der Torwart den Gündogan-Schuss prallen lässt (34.). Pech hatte er bei seinem Pfostenschuss (66.), den Rossbach noch entscheidend ablenkte. Note: 2,0

Sokratis: Kam nach der Pause für Castro und knickte gleich schmerzhaft um. Biss aber auf die Zähne und sorgte dafür, dass hinten nicht mehr viel anbrannte. Note: 3,0

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