Gordon will sich für neuen Klub empfehlen

DORTMUND Die kältesten Januar-Tage sind vielleicht schon überstanden, auf den Rasenflächen lastet mürber Altschnee. Es ist zumeist zugig und kühl rund um Borussia Dortmunds Trainingsgelände in Brackel.

von Von Harald Gehring

, 13.01.2009, 16:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuer Anlauf, neue Ziele: Daniel Gordon (r.) neben Marcel Großkreutz beim BVB-Trainingsauftakt in Brackel.

Neuer Anlauf, neue Ziele: Daniel Gordon (r.) neben Marcel Großkreutz beim BVB-Trainingsauftakt in Brackel.

„Natürlich bin ich enttäuscht“, sagt der groß gewachsene Defensivspieler, der spürt, dass er beim BVB keine fußballerische Zukunft besitzt. Die Frage nach dem Warum stellt sich nicht, Gordon kennt die Antwort längst. Zu groß waren seine Formschwankungen, zu oft hat er die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen können. Die Saison 2007/08 war für ihn nahezu ein Flop. Der Durchbruch in der Bundesliga gelang einfach nicht, selbst im Regionalliga-Team wusste er nicht die Akzente zu setzen, die alle voraussetzten – es blieb bei mageren zwölf Einsätzen. Ein Tor gelang ihm nicht. Dabei hatte Daniel Gordon nach seinem Wechsel vom VfL Bochum zum BVB zur Punkterunde 2006/07 Zuschauer, Trainer und Mitspieler gleichermaßen begeistert.

Seine Dynamik im energischen Antritt, seine Kopfballstärke, seine kompromisslose Zweikampfhärte zeichneten den groß gewachsenen Spieler aus. Gordon war eine feste Größe im Dortmunder Mittelfeld der Regionalliga-Mannschaft – ein Profivertrag war der Lohn für den Neuzugang, der in seiner ersten BVB-Saison sieben Tore erzielte. „Der Kontrakt läuft aus“, sagt Gordon, der nach seinem Höhenflug wieder in der Wirklichkeit gelandet ist. „Ich werde jetzt richtig Gas geben“, verspricht er und bekennt: „Ich will mich für einen neuen Klub empfehlen.“ Gordons Chancen in diesem Vorhaben besserten sich, als er seinen Platz im defensiven Mittelfeld neben Damir Vrancic räumte und in die Innenverteidigung wechselte.

„Gemeinsam mit Uwe Hünemeier die Abwehr zu organisieren, klappt sehr gut“, betont der im Grunde immer gut gelaunte Gordon, der vor der Winterpause endlich wieder zu einer deutlich verbesserten Form fand. In den gewonnenen Top-Spielen gegen Preußen Münster und in Essen gegen Rot-Weiss wusste er zu überzeugen. Darauf will Daniel Gordon aufbauen, er schöpft neuen Optimismus, ganz so, wie es seine Art ist. „Unser Ziel bleibt der Aufstieg in die 3. Liga“, verbreitet er Zuversicht. Und dann dreht er weiter seine Runden auf Kunstrasen. Von Frust will er nichts wissen.

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