Handlungsbedarf! Reus und Brandt sind im BVB-Sturm abgemeldet

rnBorussia Dortmund

Ohne Torjäger Paco Alcacer entwickelt der BVB im Sturmzentrum kaum Durchschlagskraft. Beim 1:3 in Barcelona hängen Marco Reus und Julian Brandt in der Luft. Es besteht Handlungsbedarf.

Barcelona

, 29.11.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Olivier Giroud, Mario Mandzukic oder sogar wilde Fantasien um Zlatan Ibrahimovic. Warum gerade alle möglichen und unmöglichen Stürmernamen durch Borussia Dortmunds Transfermanege geistern, erklärte das Spiel des BVB am Mittwochabend in Barcelona in Perfektion.

Es ist einfach kein Spieler im schwarzgelben Kader verfügbar, der als Stürmer die wichtigen Tore liefert. Der auf diesem Top-Niveau die Kaltschnäuzigkeit vor des Gegners Gehäuse einbringt.

Reus und Brandt ohne Durchschlagskraft

Beim 1:3 in der Champions League traf die Borussia auf eine an sich wackelige spanische Defensive, sie hatte nur nicht einmal im Ansatz die Sturmpower im Gepäck, um Barcelona weh zu tun.

Der einzige gelernte Angreifer, Paco Alcacer, hatte die Reise in seine Heimat aufgrund eines Magen-Darm-Infektes gar nicht erst angetreten. Versuchen durften sich im Camp Nou auf großer Bühne also in der Spitze Marco Reus und Julian Brandt.

Doch echte Stürmer sind die beiden trotz all ihrer Fähigkeiten eben immer noch nicht. Auch Mario Götze oder Thorgan Hazard, die auf der Ersatzbank hockten, spielen ganz vorn nur zur Aushilfe.

Und so hatte die B-Verteidigung der Katalanen letztlich leichtes Spiel, den BVB vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Julian Brandt wollte dann auch gar nichts schönreden.

Auch nicht die Schlussphase des Duells, die dem BVB einige Chancen geboten hatte. „Wir waren in der zweiten Habzeit viel aktiver, hatten mehr Ballbesitz“, sagte er, „aber das war natürlich auch dem Fakt geschuldet, dass Barca 3:0 geführt hat.“

BVB kassiert Gegentore nach individuellen Fehlern

Mit Blick auf ihre klare Überlegenheit hatten die Spanier auf Halbgas geschaltet. Brandt gestand: „Ich glaube schon, dass mehr drin gewesen wäre, Barca ist aber eine wahnsinnig gute Mannschaft. In der Vorwoche haben wir ein 0:3 noch gedreht, aber das ist schon ein anderes Kaliber hier.“

Und gegen dieses Kaliber werden Fehler ruckzuck bestraft. „Die Gegentore bekommen wir nach individuellen Ballverlusten, die man hätte verhindern können. Das darfst du dir auf einer solchen Ebene nicht erlauben. Am Ende nutzen die das eiskalt aus“, betonte Brandt, „wir machen uns manchmal das Leben schwer.“

Den Glauben an ein Weiterkommen in der Champions League mochte der Nationalspieler indes noch nicht begraben: „Wir hoffen grundsätzlich bis zum Schluss, aber erst einmal müssen wir das Spiel gegen Prag gewinnen. Gegen Slavia haben sich auch Barcelona und Inter schwer getan.“

Gelingt dem BVB am letzten Gruppenspieltag noch der Sprung ins Achtelfinale, könnte dort ja womöglich auch ein neuer, ein echter Stürmer mitwirken. Spätestens seit Barcelona ist klar: Ohne den dürfte es keine lange europäische Mission für die Borussia geben.

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