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Hendrik Bonmann: "Brutal schmerzhafte Entscheidung"

BVB-II-Keeper im Interview

Es ist ein schmerzhafter Neustart: Nach vier Jahren bei Borussia Dortmund wechselt Torhüter Hendrik Bonmann zum Regionalligisten TSV 1860 München. Im Interview mit Florian Groeger spricht der 23-Jährige über seinen neuen Klub, die sportliche Zukunft und eine Familienzusammenführung der besonderen Art.

DORTMUND

, 01.09.2017 / Lesedauer: 3 min
Hendrik Bonmann: "Brutal schmerzhafte Entscheidung"

Sein Einsatz beim BVB II ist noch fraglich: Torhüter Hendrik Bonmann.

Herr Bonmann, wie ist der Kontakt zum TSV 1860 München zustande gekommen?

Der Verein ist bereits im Frühsommer auf mich zugekommen - dann habe ich mich leider im Training verletzt. Dennoch bin ich mit Trainer Daniel Bierofka immer in Kontakt geblieben, das hatten wir auch so abgesprochen. 1860 hat sich sehr um mich bemüht, daher hat sich der Wechsel schon jetzt ergeben.

 

Sie haben sich einen Riss der Syndesmose und einen Innenbandanriss im Knie zugezogen. Wann sind Sie wieder voll belastbar?

Ich bin auf einem sehr guten Weg. Voraussichtlich in zwei bis drei Wochen kann ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

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Als neue Nummer eins bei den „Löwen“?

Ich bin sehr optimistisch, dass ich bald wieder auf dem Platz stehen kann. Sonst hätte 1860 mich nicht verpflichtet (lacht).

 

Nach RW Essen und Borussia Dortmund stehen Sie jetzt erneut bei einem Traditionsverein unter Vertrag. Wie wichtig war das bei Ihrer Entscheidung?

Sehr wichtig. Ich habe die Entwicklung des Vereins in den vergangenen Wochen natürlich intensiv verfolgt, habe zwei Heimspiele live im Stadion verfolgt und konnte die Fans näher kennenlernen. 1860 ist ein Traditionsverein mit großem Support - das passt zu mir. Die Rückkehr ins Stadion an der Grünwalder Straße war ein Wunsch des gesamten Vereins. Die Stimmung ist super.

 

Während der Sommerpause haben die „Löwen“ viele Negativschlagzeilen produziert. Wie haben Sie das aus der Ferne gesehen?

Das stimmt, es war in den vergangenen Jahren sehr turbulent. Jetzt nehme ich wahr, dass eine gute Stimmung und Stabilität herrscht. Der Verein wird sehr gut geführt und ich bin fest davon überzeugt, dass der Neustart in der Regionalliga gelingt.

An dem am Ende der Aufstieg in die 3. Liga steht?

Da hätte ich nichts gegen (lacht). Daran verschwende ich derzeit aber keinen Gedanken. Es wird eine lange Saison. Und falls wir tatsächlich auf Platz eins landen sollten, gibt es noch die Relegation.

 

Hendrik Bonmann und der BVB - das ist eine ganz besondere Beziehung. Wie schwer fiel es Ihnen, den Verein jetzt zu verlassen?

Das war eine brutal schmerzhafte Entscheidung, schließlich war ich meinem großen Traum sehr nah, ein Spiel im Dortmunder Stadion zu machen. Es tut sehr weh, Verein und Fans zu verlassen. Aber ich musste eine professionelle Entscheidung treffen. Die sportliche Perspektive beim BVB war nicht mehr wirklich da.

 

Haben Sie eigentlich schon eine Wohnung in München gefunden?

Zufällig leben meine beiden Brüder in München, da komme ich erstmal bis zum Winter unter. Dann werde ich mir hier eine Wohnung suchen. Die sind hier gar nicht so günstig (lacht). 

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