Borussia Dortmund

Historischer BVB-Moment: Frauen-Team siegt im ersten Spiel vor großer Kulisse

Die neu gegründete Frauenfußball-Abteilung von Borussia Dortmund hat ihr erstes Spiel gewonnen. Souverän und ohne Probleme gegen den TSV 1860 München. Tausende Zuschauer sahen das Spiel.
Die Frauenfußball-Mannschaft von Borussia Dortmund gewann ihr erstes Spiel. © Schaper

Die Vorfreude war bereits vor dem Spiel da. „Es sind ganz viele Schmetterlinge im Bauch, wenn man daran denkt“, schwärmte Hannah Goosmann im Vereins-Kanal. Sie ist eine von 24 Spielerinnen der neu gegründeten Frauen-Fußballmannschaft von Borussia Dortmund.

Ana Zabell schloss sich zum offiziellen Trainingsauftakt vor rund zwei Wochen ihrer Mannschaftskollegin an: „Wir haben alle richtig Bock zu kicken, haben richtig Bock auf Fußball.“

1300 Fans im Stadion, tausende online mit dabei

Und diese Lust auf die erste Partie war beim ersten offiziellen Spiel der Frauenfußball-Mannschaft von Borussia Dortmund sichtbar. 1300 Fans haben sich im Stadion Rote Erde eingefunden, um die Partie gegen die ebenfalls neu gegründete Mannschaft des TSV 1860 München zu sehen.

Phasenweise war direkt zu sehen, was für gute Spielerinnen sich die Schwarzgelben gesichert haben. Der Ball lief durch die eigene Reihen. Klar, nicht perfekt, aber mit gerade einmal zwei Wochen Trainingsbetrieb war das auch nicht erwartbar. Trotz dessen: In der Kreisliga wird, wo der BVB am 12. September in die Spielzeit startet, der Aufstieg zur Pflicht.

Den historischen Moment, das erste Tor der Frauenfußball-Abteilung in schwarzgelber Kluft, gab es bereits nach 14 Minuten. Ann-Katrin Lau hat mit einem lockeren Schuss von der rechten Seite für das erste Tor gesorgt, durfte sich sichtlich gerührt feiern lassen vor den Augen von BVB-Präsident Reinhard Rauball, Marketing-Chef Carsten Carsten Cramer, Stadionsprecher Norbert Dickel, Edin Terzic sowie den zahlreichen BVB-Fans.

Schwere Verletzung bei 1860-Torhüterin

Das Interesse zum Start war gleich da, mehrere tausend Zuschauende schauten sich das Spiel über die Livestreams auf den Social-Media-Kanälen der Borussia an, durften viele gute Ansätze beobachten. Einen kurzen Schock erlebten beide Teams, als sich 1860-Torhüterin Antonia Panagiotopulos ohne gegnerische Einwirkung verletzte und vom Platz getragen werden musste.

Bei den BVB-Treffern im Anschluss durch Lea Rogge-Herper (39.) und Annika Herbig (49.) ist das fußballerische BVB-Können in Ansätzen erneut sichtbar geworden. An dem ungefährdeten Einstand der Frauenfußball-Abteilung konnte auch der Freistoßtreffer von Münchens Veronika Ecker (78.) nichts mehr ändern.