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Höchste Sicherheitsstufe für Pokalspiel gegen Dresden

Wie gegen Schalke

Der Deutsche Meister empfängt in der zweiten Runde des DFB-Pokals einen Zweitliga-Aufsteiger. Klingt unspektakulär. Ist es aber nicht. Denn die Partie zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden (20.30 Uhr, ZDF) darf man getrost mit dem großen Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 gleichsetzen.

DORTMUND

von Von Thomas Schulzke

, 24.10.2011, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit den eigenen Fans im Rücken will Borussia Dortmund die Pokal-Hürde Dynamo Dresden nehmen. Aber auch die Gäste aus Sachsen können auf Unterstützung bauen: Bis zu 10 000 Dynamo-Anhänger werden im Signal Iduna Park erwartet.

Mit den eigenen Fans im Rücken will Borussia Dortmund die Pokal-Hürde Dynamo Dresden nehmen. Aber auch die Gäste aus Sachsen können auf Unterstützung bauen: Bis zu 10 000 Dynamo-Anhänger werden im Signal Iduna Park erwartet.

Der angedachte Marsch der Borussen-Fans zum Stadion findet nicht statt. „Das erleichtert uns die Arbeit“, sagt Freigang. So wird es in der Dortmunder Innenstadt kein massives Aufeinandertreffen großer Fangruppierungen beider Klubs geben. Sportlich sind die Rollen klar verteilt. Alles andere als ein BVB-Sieg käme einer Sensation gleich. Der aktuelle Deutsche Meister gewann zuletzt in der Bundesliga viermal in Serie, katapultierte sich nach einem schwachen Start am Wochenende auf den zweiten Tabellenrang.

Der Abstand zum allerorts als kommenden Meister gefeierten Münchner Ensemble (Klopp: „Ich wusste schon vor deren Niederlage gegen Hannover, dass die Bayern nur Menschen sind.“) beträgt noch drei Punkte. Nur der extrem negative Ausschlag bei der 1:3-Niederlage in der Champions League gegen Olympiakos Piräus passt aktuell nicht ins insgesamt positive BVB-Bild. Auf der anderen Seite steht der Tabellen-Zehnte der zweiten Bundesliga, der mit dem niedrigsten Etat aller Zweitligisten in die Saison startete. 4,1 Millionen Euro müssen reichen, um das Ziel Klassenerhalt zu realisieren. Da kommt es dem Klub ganz gelegen, dass die Partie aus Dortmund live im ZDF übertragen wird. Dresden kassiert für das Topspiel TV-Gelder in Höhe von rund 482 000 Euro – mehr als ein Zehntel des Klub-Gesamtetats.

BVB-Coach Jürgen Klopp interessiert es nicht, in welcher Liga Dynamo spielt. „Auch wenn sie wissen, dass sie bei uns Außenseiter sind, wollen sie trotzdem den maximalen Erfolg“, sagt Klopp. Das gelang den Dresdnern schon in der ersten Runde mit einem 4:3-Sieg gegen Bayer Leverkusen. Klopp lässt noch offen, ob er dem Team vertraut, das den 1. FC Köln am Samstag mit 5:0 verprügelte, oder Wechsel vornimmt. Selbstbewusst geht Borussias Innenverteidiger Neven Subotic die Begegnung an: „Ich glaube nicht, dass die besser sind als Köln. Wiederholen wir deshalb unsere Leistung, müssten wir in die nächste Runde einziehen.“ Die Brisanz ist am Dienstag gegeben, für Duelle zwischen Dortmund und Dresden aber nicht außergewöhnlich. Vor 18 Jahren ging eine Bundesliga-Begegnung der beiden Klubs in die Geschichte ein: Fünf Platzverweise in einem Spiel bedeuten noch bis heute Liga-Rekord.   

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