Hummels wieder verletzt - Frei drängt in die Startelf

DORTMUND Wenn Borussia Dortmund und der FC Bayern München in den kommenden Wochen finale Verhandlungen über Mats Hummels‘ sportliche Zukunft führen, hat der Innenverteidiger alle Zeit der Welt, um den Gesprächen beizuwohnen und seine Vorstellungen darzulegen.

von Von Sascha Fligge und Dirk Krampe

, 05.01.2009, 18:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Manndecker Mats Hummels: Begehrt, aber für Borussia Dortmund im Sommer auch bezahlbar?

Manndecker Mats Hummels: Begehrt, aber für Borussia Dortmund im Sommer auch bezahlbar?

Hummels („Für mich gibt es nur das Szenario Dortmund oder München“) hat sich während des Hallenturniers am Sonntag in der Dortmunder Westfalenhalle am rechten Sprunggelenk verletzt. BVB-Teamarzt Markus Braun diagnostizierte bei dem vom FC Bayern München ausgeliehenen U21-Nationalspieler einen Teilriss des Innen- und Außen-Bandes.Demichelis macht Hoffnung

Erst in sechs Wochen soll Borussias 20 jahre junger Stamm-Manndecker wieder auflaufen können. Der Rückrundenstart am 31. Januar gegen Leverkusen findet ohne den Mann statt, dessen Chance, beim BVB bleiben zu dürfen, durch Martin Demichelis‘ Vertragsverlängerung in München bis 2012 möglicherweise gestiegen ist. Dortmund zittert zudem um die rechtzeitige Genesung von Kapitän Sebastian Kehl (28/ebenfalls am rechten Sprunggelenk verletzt).

Einer, der seit dem Sommer 2008 Verletzungspech in fast bemitleidenswert großem Ausmaß beklagen muss, drängt unterdessen mit aller Vehemenz auf ein glanzvolles Comeback im Frühjahr 2009: Alexander Frei. Der Kapitän der Schweizer „Nati“ hat zum Jahreswechsel ein verkorkstes Sportjahr 2008 endlich abhaken können. Eines, das geprägt war von seiner schweren Knieverletzung im EM-Eröffnungsspiel gegen Tschechien und dem folgenden Verlust seines Stammplatzes beim BVB.Frei will der sein, der er einmal war

Nach dem kurzen Hallen-Intermezzo am Sonntag bat Trainer Jürgen Klopp ihn gestern zu den ersten harten Einheiten der Wintervorbereitung. Mittags befreiten fleißige Helfer im dreistündigen Arbeitseinsatz den Trainingsplatz vom Schnee, Frei (29) sprühte in der folgenden gut 90-minütigen Einheit vor Spielfreude und Ehrgeiz. „Ich will“, sagte er uns verschwitzt, „mich in der Rückrunde bei Borussia Dortmund wieder als Stammspieler einbringen.“ Und die vergangenen sechs Monate am liebsten vergessen. Die Frage, ob im Kloppschen System mit pfeilschnellen Spitzen überhaupt Platz für Frei sei, will der Schweizer „nur auf dem Platz beantworten. Ich möchte einfach der Stürmer sein, der ich einmal war“.

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