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Hummels: "Wir sind noch keine Spitzenmannschaft"

DORTMUND Mats Hummels ist wieder gesund – Borussia Dortmunds 19 Jahre junger Innenverteidiger kam in Bremen nach 52 Minuten für den angeschlagenen und fehlerfreien Robert Kovac ins Spiel. Wenig später erzielte er sein erstes Bundesligator. Wir sprachen mit Hummels.

von Von Sascha Fligge

, 18.10.2008, 19:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mats Hummels will eine Entscheidung bis Februar.

Mats Hummels will eine Entscheidung bis Februar.

Herr Hummels, der BVB stand an der Weser defensiv überraschend kompakt und sicher – trotzdem stehen unter dem Strich gleich drei Gegentore. Grotesk, oder?

Hummels: Ja, in der Tat. Ich komme rein und fresse innerhalb von 38 Minuten drei Treffer – dabei ist gar nicht viel schief gegangen. Ich denke, wir müssen die individuelle Klasse von Claudio Pizarro einfach auch mal anerkennen. Gut, bei einem Gegentor lief’s für Roman Weidenfeller natürlich auch nicht so günstig. Nur in der Entstehung des Baumann-Tores haben wir gepennt. Letztlich können wir mit dem Punkt aber gut leben.

Hat es Sie überrascht, dass die Mannschaft sich in dem neuen 4-3-2-1-System nach eineinhalb Trainingseinheiten schon so wohl fühlt?

Hummels: Wir haben dieses Jahr eine richtig geile Truppe. Jeder kennt seine Aufgaben, da ist die Systemfrage nicht kriegsentscheidend. Also: Mich hat das nicht überrascht.

Wieder ein gutes Resultat gegen eine Spitzenmannschaft – ist das der Beweis, dass Borussia Dortmund ins obere Tabellendrittel gehört?

Hummels: Nein, wenn das der Fall wäre, hätte wir in Bremen gewonnen. Wir müssen jetzt mal ein paar Spiele hintereinander siegen – dann bin ich gerne bereit, über eine gestiegene Erwartungshaltung zu reden. Vorher nicht.

Die Mannschaft ist zum wiederholten Male in dieser Saison nach einem Rückstand zurückgekommen…Hummels: …es gehört nicht zu den Aufgaben eines Profis, aufzugeben, wenn noch Zeit ist, um ein Tor zu schießen.

Aber Sie hätten aufgrund der Dramaturgie des Spiels in Bremen und des späten Rückstands durchaus hadern können.Hummels: Genau. Das haben wir zehn Sekunden lang gemacht – aber dann ging’s weiter. Wir wissen doch, dass Bremen immer gerne offensiv spielt und sich dadurch Räume ergeben, in die wir hineinstoßen können. Das gilt auch für die Nachspielzeit.

Zum Sieg hat es nicht gereicht, aber zu Ihrem ersten Bundesligator. Ist das Glas am Ende des Tages halbvoll oder halbleer?Hummels: Halbvoll. Ganz klar.

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