In der BVB-Abwehr ist nur Sokratis in Topform

Die einzige Konstante

Vier Innenverteidiger auf einem ähnlich hohen Niveau - das war der ausgesprochene Wunsch, der Borussia Dortmund dazu trieb, in der Sommerpause noch einmal zehn Millionen Euro für Matthias Ginter locker zu machen. In der Frühphase der Saison aber gleicht die BVB-Abwehrzentrale noch einem Flickenteppich - mit einer Ausnahme.

DORTMUND

, 27.08.2014, 22:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Obenauf: Sokratis (r.), hier Kopfballsieger gegen Hakan Calhanoglu, stemmte sich mit aller Macht gegen die Niederlage - vergeblich.

Obenauf: Sokratis (r.), hier Kopfballsieger gegen Hakan Calhanoglu, stemmte sich mit aller Macht gegen die Niederlage - vergeblich.

Die Szene beschreibt aber ganz trefflich Sokratis‘ unbändigen Willen. Der Grieche stemmte sich verzweifelt gegen die Niederlage, und in der Innenverteidigung ist er schon wieder eine verlässliche Größe – die derzeit einzige, wie man nach dem 0:2 konstatieren musste. Sokratis beeindruckte mit der Art, wie er sich in diese Partie biss, nachdem auch er beim 0:1, das über seine Halbposition fiel, nicht gerade gut aussah.Dass so schnell auf der vermeintlich üppig besetzten Position in der Abwehrzentrale Probleme entstehen würden, kam nicht unbedingt überraschend. Neven Subotic hat sich nach seinem Kreuzbandriss zwar herangekämpft, ihm fehlen aber logischerweise nach der acht Monate langen Pause jeglicher Rhythmus und auch noch die nötige Wettkampfhärte. Der Serbe saß über 90 Minuten nur auf der Bank.

Auf Weltmeister Mats Hummels verzichtete Trainer Jürgen Klopp aus Vernunftgründen, weil der nach der physisch wie psychisch anstrengenden WM gerade mal zwei Wochen zurück im Training ist. Also bildete Sokratis mit Neuzugang Matthias Ginter das Manndecker-Duo, doch der Ex-Freiburger erholte sich von seinem Blackout beim 0:1 in den kompletten 90 Minuten nicht mehr richtig.

Nicht nur deshalb ist Sokratis aus diesem BVB-Team momentan nicht wegzudenken und auf einem guten Weg, den hervorragenden Eindruck, den er in seiner Premierensaison (41 Pflichtspiele) hinterlassen hat, zu bestätigen – trotz einer eher mäßigen Zweikampfquote von 58 Prozent war der Grieche unbestritten einer der wenigen Lichtblicke in einem Dortmunder Team, das vieles schuldig blieb.

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