Jan-Niklas Beste feiert gelungenes Pflichtspiel-Debüt

BVB-U19-Spieler

Nach dem Auslaufen am Sonntagmorgen führte ihn sein Gang wie selbstverständlich zu den alten Kollegen. Jan-Niklas Beste sah sich die Dortmunder U19 an, die auf einem der Rasenplätze am BVB-Trainingszentrum gegen den VfL Bochum in die Saison startete und 1:2 verlor. Beste war nur Zuschauer, weil er seit Kurzem dort ist, wo viele der Nachwuchsspieler hin wollen.

DORTMUND

, 13.08.2017, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jan-Niklas Beste feiert gelungenes Pflichtspiel-Debüt

Ungewohntes Gefühl: Jan-Niklas Baste am Sonntagmittag als Zuschauer bei der BVB-U19.

Am Samstag feierte er sein Pflichtspiel-Debüt als Profi, erst zwei Wochen vorher war er vom neuen Trainer Peter Bosz überhaupt in den Bundesliga-Kader berufen worden. Beste profitierte vom Verletzungsengpass auf der Linksverteidiger-Position, er durfte mit ins Trainingslager nach Bad Ragaz reisen und überzeugte - es ging rasant nach oben, und am Samstag belohnte Bosz die couragierte Trainingsleistung des 18-Jährigen mit einer Startelf-Berufung für die Partie gegen den Sechstligisten FC Rielasingen-Arlen.

Kein übertrieben großes Risiko

Ein Verbandsligist, das muss man zugeben, da ging Bosz kein übertrieben großes Risiko. Es war aber das Zeichen, das zählte. Auch für Niklas Beste. "Ein Kindheitstraum", erzählte er nachher, "ist für mich in Erfüllung gegangen. Ich wollte mich im Training einfach zeigen, bin da ohne große Erwartungen reingegangen." Das zahlte sich aus für den in Hamm geborenen Blondschopf.

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BVB-Training in Brackel am 13. August

Bilder des BVB-Trainings in Brackel am 13. August.
13.08.2017
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BVB-Training in Brackel am 13. August.© Foto: Guido Kirchner
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Schlagworte BVB , Borussia Dortmund

Nach dem großen Lob des Cheftrainers am Donnerstag in der Spieltags-Pressekonferenz war Bestes Nominierung für die Startformation keine so große Überraschung mehr. Bosz wollte sehen, wie sich der Jung-Profi im Wettkampfmodus bewährt, und sein Vertrauen wurde nicht enttäuscht. Er habe sich keine großen Gedanken gemacht, gab Beste später zu Protokoll, "einfach drauflos spielen" war sein Motto. Das gelang wie in den beiden Testspielen sehr ordentlich. Und seine Vorlage zum 1:0 durch Marc Bartra krönte das gelungene Debüt.

"Noch viel mitnehmen"

Natürlich gibt es in seinem Spiel noch einiges zu verbessern. Einige zu forsche Abspiele ins defensive Mittelfeldzentrum landeten in den Füßen des Gegners, Fehlpässe, die ein Bundesliga-Konkurrent vielleicht gnadenloser bestraft hätte als ein Verbandsligist aus Südbaden. Dass da Luft nach oben ist, weiß Beste selbst, "ich will in den kommenden Wochen und Monaten viel mitnehmen, ich möchte von den Erfahrenen im Kader viel lernen." Unwahrscheinlich, dass Bosz ihn kommentarlos wieder zur U19 schicken wird, wenn sich die Personalsituation auf links bessert. Jan-Niklas Beste hat sich seine Chance erarbeitet, er wird sich wohl weiter zeigen dürfen.

Vielleicht sogar ja auch am Samstag, wenn es richtig ernst wird für den BVB. Marcel Schmelzers Rückkehr zum Saisonstart beim VfL Wolfsburg wird zwar sehnlichst erwartet, sollte der Kapitän aber noch nicht so weit sein, könnte Bestes Stunde schlagen. Als natürlicher Linksfuß scheint er besser aufgehoben auf dieser Position als Dan-Axel Zagadaou.

Besondere Atmosphäre

Das Spiel in Freiburg, meinte der 18-Jährige noch, bevor er als einer der Jüngsten "selbstverständlich" die Koffer mit den gebrauchten Trikots in den wartenden Bus schleppte, sei einer der bisherigen Höhepunkte seiner noch jungen Karriere gewesen.

Im Juni feierte er die Meisterschaft mit seinen Kumpels der U19, "doch ein Pflichtspiel im Pokal mit so einer Atmosphäre ist dann doch etwas ganz besonderes." Wie es sich wohl anfühlt, da unten auf dem Rasen zu stehen, wenn es um Bundesliga-Punkte geht, würde Jan-Niklas Beste gern bald in Erfahrung bringen. Nicht abwegig, dass es am Samstag in Wolfsburg schon so weit sein wird.

Schmelzer verdrängte Dede aus dem Nichts

Doch auch wenn Schmelzer fit werden sollte, will Beste dranbleiben. Der BVB-Kapitän ist als Vorbild dabei geradezu prädestiniert. Er verdrängte einst aus dem Nichts eine BVB-Ikone. Leonardo de Deus Santos, genannt Dede.

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