Joker Brandt und Hakimi stechen! BVB zieht den Kopf in Köln aus der Schlinge

Traumstart perfekt

Der BVB biegt die Partie beim 1. FC Köln nach schwachen ersten 45 Minuten noch um. Beim 3:1 bringen Dortmunds Joker Brandt und Hakimi die Wende. Der Traumstart ist perfekt.

Köln

, 23.08.2019, 22:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Joker Brandt und Hakimi stechen! BVB zieht den Kopf in Köln aus der Schlinge

Joker Achraf Hakimi (l.) traf per Kopf zum 2:1 für den BVB. © dpa

Michael Zorc hatte „Schärfe“ von seiner Borussia gefordert, weil er wohl ahnte, was da auf die Mannschaft in Köln-Müngersdorf zukommen könnte: Ein Aufsteiger, Flutlichtspiel, eine der lautesten Arenen mit Fans, die bedingungslos hinter ihrer Elf stehen - das verhieß eine unheilvolle Kombination. Am Ende einer intensiven Partie aber zog der BVB den Kopf noch einmal aus der Schlinge. Achraf Hakimi machte das späte 2:1 (84.), Jadon Sancho hatte die Kölner Führung zuvor egalisiert. Paco Alcacer setzte den Schlusspunkt (90.+4) die Weste bleibt weiß.

Zorcs Befürchtungen werden Realität

Dortmund Sportdirektor musste schon in der Anfangsphase erkennen, dass die Befürchtungen, die hinter seiner Mahnung steckten, eintreffen sollten. Es gab etliche Beispiele, wie die Kölner diesem spielstarken Gegner beikamen an diesem Abend, ihn sogar nachhaltig beeindruckten. Aggressive Zweikampfführung, keine Zeit zum Luft holen bei der Ballannahme, bisweilen auch Tacklings an der Grenze des Erlaubten, damit hatte der BVB gleich in den Anfangsminuten schwer zu kämpfen.

Der BVB fand nicht in dieses Kampfspiel, die hochgelobte Dortmunder Offensive, sie fand bis zur Pause quasi nicht statt. Köln verteidigte mit Herz und Hirn, im Zentrum verdichteten die laufstarken Ellyes Skhiri und Sechser Birger Verstraete mit hohem Laufpensum die Räume. Bei Anspielen tief aus der eigenen Hälfte spürten Dortmunds Wirbelwinde den Atem der Verfolger. Ins Tempo kam die Borussia nicht, hinter die Kölner Linien erst recht nicht. Das hinterließ Ratlosigkeit beim Titelanwärter.

Wieder ein BVB-Gegentor nach einer Standardsituation

Und dann passierte, was Trainer Lucien Favre durch etliche Trainingseinheiten eigentlich abstellen wollte: Der BVB kassierte wieder ein Gegentor aus einer Standardsituation. Den Eckball von Verstraete verlängerte Skhiri, Lukasz Piszczek war im Luftduell nur zweiter Sieger. Und am langen Pfosten hatte Nico Schulz Dominick Drexler aus den Augen verloren. Gegen seinen Flugkopfball war Roman Bürki, der wie erwartet ins Tor zurückgekehrt war, chancenlos (29.).

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Bundesliga, 2. Spieltag: 1. FC Köln - BVB 1:3 (1:0)

Die Bilder des Bundesliga-Spiels zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund.
23.08.2019
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Bilder des Bundesliga-Spiels zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund.© dpa
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Schlagworte Fußball, Bundesliga

Die Kölner Führung war verdient. Jonas Hector (18.) und Anthony Modeste (27.) hatten zuvor erste gute Chancen gehabt, auf der Gegenseite war es kein Zufall, dass die einzige Dortmunder Chance einem ruhenden Ball entsprang. Reus‘ Freistoß fischte Timo Horn aus dem Eck (23.).

Wackeliger BVB rettet sich in die Pause

Das Gegentor hinterließ seine Wirkung. Piszczek und Manuel Akanji versprangen leichte Anspiele, Bürki ließ sich auf ein riskantes Eins-gegen-Eins gegen Jhon Cordoba ein - die Verunsicherung war allgegenwärtig. Mit wackeligen Beinen rettete sich Dortmund in die Pause.

Um eine frühe Auswechslung hatten sich einige BVB-Spieler beworben, Trainer Lucien Favre reagierte dann gut 15 Minuten nach der Pause mit einem Doppelwechsel und stellte auch taktisch auf 4-3-3 um. Julian Brandt kam für Weigl, Achraf Hakimi ersetzte Schulz. Brandt hatte gleich seine erste Szene, als er Reus schickte. Horn fälschte den Lupfer noch ab (63.).

Brandt sofort ein Element im BVB-Spiel

Dortmunds Druck nahm spürbar zu, Brandt war sofort ein belebender Faktor. Und der bis dahin extrem blasse Jadon Sancho nutzte mit einem trockenen Linksschuss seine erste Szene des Abends. Im langen Eck schlug der Ball unhaltbar ein, das zeichnet Unterschiedspieler aus (70.).

Der Lohn für einen beherzten Auftritt glitt dem FC noch aus den Händen: Als die Kräfte schwanden und nur noch Dortmund spielte, brachte ein Kopfballtreffer des eingewechselten Hakimi die späte Entscheidung (86.), Paco Alcacer legte das 3:1 in der Nachspielzeit nach (90.+4). Das Glück hatte der BVB am Ende erzwungen.

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