Jürgen Klopp: "Fühlt sich sehr bescheiden an"

Vorweihnachtlicher BVB-Frust

Missmutig und ungewohnt kleinlaut kommentierte Jürgen Klopp das 1:2 (1:2) gegen Hertha BSC: "Das wird ein Weilchen dauern, bis wir das verarbeitet haben. Es fühlt sich sehr bescheiden an." Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Bundesligaspielen hatte der Fußball-Lehrer der Borussia allen Grund zur Klage.

DORTMUND

22.12.2013, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Winterpause haben BVB-Trainer Jürgen Klopp (2.v.l.) und seine Spieler dringend nötig.

Die Winterpause haben BVB-Trainer Jürgen Klopp (2.v.l.) und seine Spieler dringend nötig.

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17. Spieltag: BVB - Hertha BSC 1:2 (1:2)

Nur vier Punkte aus den vergangenen sechs Partien: In Dortmund wächst die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Das 1:2 gegen Hertha BSC verdarb die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Dagegen feierten die Gäste den erfolgreichen Abschluss einer starken Hinrunde.
21.12.2013
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In der Schlussphase versuchte der BVB noch mal alles, zumindest einen Punkt zu retten. Das gelang nicht - entsprechend enttäuscht gingen die Spieler vom Platz.© Foto: dpa
Die Choreographie auf der Südtribüne.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (l.) prüft Marius Gersbeck.© Foto: DeFodi
Nach dem Abpfiff bedankten sich die Fans bei der Mannschaft.© Foto: DeFodi
Hängender Kopf: Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Hier fällt gerade das 1:0 durch Marco Reus (l.). Marius Gersbeck sieht dabei nicht gut aus.© Foto: DeFodi
Da rollt der Ball zum 1:0 ins Tor.© Foto: DeFodi
Nico Schulz und Peter Pekarik versuchen, Robert Lewandowski (M.) zu stoppen.© Foto: DeFodi
Sebastian Kehl (l.) und Nuri Sahin (r.) nehmen Vasquez Ramos in die Zange.© Foto: DeFodi
1:1 - Roman Weidenfeller (M.) kann nur hinterher schauen. Der Dortmunder Keeper war bei beiden Gegentreffern machtlos.© Foto: DeFodi
Vasquez Ramos (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:1.© Foto: DeFodi
Enttäuscht: Sebastian Kehl.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (l.) gegen Fabian Lustenberger.© Foto: DeFodi
Henrikh Mkhitaryan (l.) gegen Levan Kobiashvili.© Foto: DeFodi
Marian Sarr (M.) lässt nach dem 1:2 den Kopf hängen.© Foto: DeFodi
Marian Sarr kann nach dem Treffer zum 1:2 seinen Patzer nicht fassen.© Foto: DeFodi
Küsschen von Nuri Sahin für Torschütze Marco Reus. Der Dortmunder traf zur 1:0-Führung.© Foto: dpa
Marco Reus jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.© Foto: dpa
Henrikh Mkhitaryan (l.) und Fabian Lustenberger kämpfen um den Ball.© Foto: dpa
Nuri Sahin (hinten) bewahrt hier Per Ciljan Skjelbred vor dem freien Fall.© Foto: dpa
Skeptischer Blick von Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Schlagworte Borussia Dortmund,

Obwohl der BVB im bisherigen Saisonverlauf zwei Zähler mehr verbuchte als in der vorigen Hinrunde und sowohl in der Champions League als auch im DFB-Pokal überwintert, überwog bei allen Beteiligten der Frust. Schließlich kassierte der Klub erstmals seit April 2000 drei Heimniederlagen in Serie. Das kostete den damaligen Coach Bernd Krauss den Job.Keeper Roman Weidenfeller suchte als einer der wenigen BVB-Profis nach dem Spiel nicht wortlos das Weite - und sprach Klartext: „Wir müssen mit der richtigen Einstellung aus dem Winterurlaub zurückkommen und wieder das alte Borussia-Gesicht zeigen. Nur dann können wir wieder angreifen.“

Gut möglich, dass der Wunsch des Schlussmanns in Erfüllung geht. Zum Rückrundenstart Ende Januar werden die zuletzt verletzten Stammkräfte Ilkay Gündogan, Mats Hummels, Marcel Schmelzer und Sven Bender zurückerwartet. Zur Erleichterung von Fußball-Lehrer Klopp: „Wir können die Pause wirklich gut gebrauchen.“

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17. Spieltag: BVB - Hertha BSC 1:2 (1:2)

Nur vier Punkte aus den vergangenen sechs Partien: In Dortmund wächst die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Das 1:2 gegen Hertha BSC verdarb die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Dagegen feierten die Gäste den erfolgreichen Abschluss einer starken Hinrunde.
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In der Schlussphase versuchte der BVB noch mal alles, zumindest einen Punkt zu retten. Das gelang nicht - entsprechend enttäuscht gingen die Spieler vom Platz.© Foto: dpa
Die Choreographie auf der Südtribüne.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (l.) prüft Marius Gersbeck.© Foto: DeFodi
Nach dem Abpfiff bedankten sich die Fans bei der Mannschaft.© Foto: DeFodi
Hängender Kopf: Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Hier fällt gerade das 1:0 durch Marco Reus (l.). Marius Gersbeck sieht dabei nicht gut aus.© Foto: DeFodi
Da rollt der Ball zum 1:0 ins Tor.© Foto: DeFodi
Nico Schulz und Peter Pekarik versuchen, Robert Lewandowski (M.) zu stoppen.© Foto: DeFodi
Sebastian Kehl (l.) und Nuri Sahin (r.) nehmen Vasquez Ramos in die Zange.© Foto: DeFodi
1:1 - Roman Weidenfeller (M.) kann nur hinterher schauen. Der Dortmunder Keeper war bei beiden Gegentreffern machtlos.© Foto: DeFodi
Vasquez Ramos (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:1.© Foto: DeFodi
Enttäuscht: Sebastian Kehl.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (l.) gegen Fabian Lustenberger.© Foto: DeFodi
Henrikh Mkhitaryan (l.) gegen Levan Kobiashvili.© Foto: DeFodi
Marian Sarr (M.) lässt nach dem 1:2 den Kopf hängen.© Foto: DeFodi
Marian Sarr kann nach dem Treffer zum 1:2 seinen Patzer nicht fassen.© Foto: DeFodi
Küsschen von Nuri Sahin für Torschütze Marco Reus. Der Dortmunder traf zur 1:0-Führung.© Foto: dpa
Marco Reus jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.© Foto: dpa
Henrikh Mkhitaryan (l.) und Fabian Lustenberger kämpfen um den Ball.© Foto: dpa
Nuri Sahin (hinten) bewahrt hier Per Ciljan Skjelbred vor dem freien Fall.© Foto: dpa
Skeptischer Blick von Jürgen Klopp.© Foto: DeFodi
Schlagworte Borussia Dortmund,

Selbst die frühe Führung durch Marco Reus (7. Minute) verhalf seinem Team nicht zur Sicherheit vergangener Tage. Die Treffer von Adrian Ramos (23. Minute) und Sami Allagui (45.) besiegelten die bereits fünfte Niederlage in der Hinrunde - allesamt gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel. Wie schon bei den jüngsten Schlappen daheim gegen den FC Bayern und Bayer Leverkusen mangelte es der Borussia an Kreativität und Durchschlagskraft. „Wir haben zu wenig Punkte“, klagte Weidenfeller.

Es passt ins Bild eines wankenden Teams, dass sich in der Abwehr die Fehler häufen. Diesmal patzte der erst 18 Jahre alte Marian Sarr, der noch bei seinen ersten Profi-Einsätzen in Marseille und in Hoffenheim überzeugt hatte. Sein Ballverlust im Zweikampf mit Allagui leitete das 1:2 ein.

Trainer Klopp wechselte Sarr zwar zur Halbzeit aus, nahm den Pechvogel aber in Schutz: „Ich habe ihn nicht zusammengestaucht und ihm gesagt, dass diese Aktion noch unser geringstes Problem war.“

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