Julian Brandt dreht spät auf - BVB atmet nach 2:1 auf

DFB-Pokal

Ausgerechnet Julian Brandt! Im DFB-Pokal gegen Gladbach gelingt dem BVB-Neuzugang zunächst nicht viel. Doch dann dreht der 23-Jährige auf. Dortmund atmet nach dem 2:1-Sieg auf.

Dortmund

, 30.10.2019, 22:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julian Brandt dreht spät auf - BVB atmet nach 2:1 auf

BVB-Matchwinner im DFB-Pokal: Julian Brandt. © dpa

Auch Stadionsprecher Nobby Dickel war ein wenig ratlos, als er zur Halbzeit die Highlights der ersten Spielhälfte moderieren sollte. Allzu viele, gab er zu, habe es ja nicht gegeben. In der Tat waren die ersten 45 Minuten gekennzeichnet durch zwei Mannschaften, deren Spiel von vielen kleinen und auch einigen größeren Patzern geprägt war - und bei denen die Furcht vor Fehlern den Drang zu mutigen Aktionen deutlich überstieg.

Favre ändert BVB-Startelf auf sechs Positionen

Wie am Samstag im Derby änderte Lucien Favre seine BVB-Mannschaft auf gleich sechs Positionen, wie auf Schalke tat er dies nicht ganz freiwillig. Mats Hummels legte ein Magen-Darm-Virus flach, Marco Reus plagten muskuläre Probleme, damit fehlten schon mal zwei Eckpfeiler. Auf die Bank rotierten Mario Götze, Achraf Hakimi, Raphael Guerreiro und Thomas Delaney.

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DFB-Pokal, 2. Runde: BVB - Borussia Mönchengladbach 2:1 (0:0)

Die Bilder des Pokalspiels zwischen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach.
30.10.2019
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Bilder des Pokalspiels zwischen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach.© dpa
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Dass in Jacob Bruun Larsen (42 Minuten in sechs Einsätzen) und Dan-Axel Zagadou (29 Minuten in drei Spielen) zwei selten berücksichtigte Akteure in der Startelf standen, machte sich zumindest defensiv nicht bemerkbar. Zagadou, von Favre lange ignoriert, machte seine Sache bis zur Pause sehr ordentlich. Bruun Larsen in der Alcacer-Rolle verpasste bei einer der besten BVB-Chancen der ersten Hälfte die scharfe Hereingabe von Nico Schulz nur knapp (17.).

Brandt steckt die durchwachsene Saison in den Knochen

Viele Angriffe aber blieben im Ansatz stecken, weil die letzte Genauigkeit fehlte, weil der erste Kontakt zu schlampig war und den Gegner zum Tackling einlud. Über das Zentrum gelangen Jadon Sancho immerhin zwei, drei gute Aktionen, weil er mit deutlich mehr Tempo und Zielstrebigkeit unterwegs war. Julian Brandt hingegen steckte die bislang durchwachsene Saison merklich in den Knochen. Dem Neuzugang wollte nicht viel gelingen.

Die beste Gelegenheit der Schwarzgelben war der Lattenschuss von Thorgan Hazard (29.), bei zwei gefährlichen Flanken des Gladbachers Rami Bensebaini musste der Dortmunder Anhang tief durchatmen. Die erste verpassten Manuel Akanji und Marwin Hitz (5.), bei der zweiten klärte Schulz gefährlich durch die Mitte (22.). Als Akanji auch eine Flanke von Lainer nicht klären konnte, war Hitz gegen Thuram gefordert. Der Bürki-Ersatz blieb auch hier die Ruhe selbst (37.).

Substanzverlust des BVB ist nicht zu übersehen

Das Niveau blieb auch nach dem Wiederanpfiff äußert bescheiden, beide Gegner schenkten sich dabei nichts. Als die Spieluhr die Stunden-Marke erreichte, wartete Borussia Dortmund seit 272 Minuten auf ein Tor - das letzte zuvor hatte Marco Reus beim 1:0 gegen Gladbach erzielt. Dessen Fehlen und auch das von Abwehrchef Hummels sorgte für einen Substanzverlust, der nicht zu übersehen war.

Auch Gladbach enttäuschte, doch alle Unzulänglichkeiten waren Makulatur, als der BVB außen die Flanke von Wendt nicht verhinderte und Zagadou in der Mitte ein böser Stellungsfehler gegen Thuram unterlief. Der Franzose konnte aus vier Metern frei vor Hitz einköpfen (71.). Das Gegentor schickte Schockwellen durch den Signal Iduna Park, in dem sich in die unverdrossenen Gesänge der Dortmunder Ultras nun immer mehr Pfiffe mischten - und enttäuschtes Raunen über die nächste vergebene Chance.

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Doch der BVB bäumte sich noch einmal auf, es war dann schon skurill, dass ausgerechnet der bis dahin enttäuschende Brandt mit einem abgefälschten Linksschuss den Ausgleich erzielte - 1:1 (77.). Ein Tor wie eine Befreiung, und das galt vor allem für Brandt selbst, dem fast nichts gelungen war, der sich aber nun aufschwang, zum Held des Abends zu werden: Flanke Hazard, Kopfball Brandt plaziert ins lange Eck - Gladbachs Yann Sommer war zum zweiten Mal geschlagen (80.).

Gladbach-Trainer Rose sieht die Rote Karte

Und wie im Liga-Spiel brachte der BVB die knappe Führung irgendwie über die Zeit, Hitz entschärfte in der hektischen Schlussphase, in der Marco Rose noch die Rote Karte sah, auch den letzten Ball auf sein Tor. Das Aufatmen beim Schlusspfiff war im weiten Rund deutlich hörbar.

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