Julian Brandt untermauert BVB-Anspruch: „Frage immer klar beantwortet“

Borussia Dortmund

Julian Brandt ist mit der Deutschen Nationalmannschaft in der Nations League gefordert. Die Auftritte kann er vielleicht auch für sich und seine Rolle im BVB-Team nutzen.

Dortmund

, 03.09.2020, 10:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Profi Julian Brandt, hier zwischen Tobias Raschl (l.) und Emre Can, will im Zentrum spielen.

BVB-Profi Julian Brandt, hier zwischen Tobias Raschl (l.) und Emre Can, will im Zentrum spielen. © Inderlied/Kirchner-Media

Julian Brandt hat seinen Platz beim BVB gefunden. Eigentlich. Denn während er mal traumwandlerisch sicher den Ball durch die gegnerischen Ketten bugsiert, mal aber doch albtraumhaft grausam einen Pass in den falschen Fuß spielt, schläft die Konkurrenz nicht. Brandt muss jederzeit hellwach sein und seinen Platz behaupten. Denn da, wo er sich beim BVB am liebsten sieht, ist es auch mit am vollsten: im Zentrum.

Julian Brandt will beim BVB im Zentrum spielen

„In Bezug auf den BVB habe ich diese Frage immer klar beantwortet. Dort sehe ich mich am liebsten im Zentrum“, sagt Brandt im Gespräch mit dem Kicker. Als klassischer Zehner kann der BVB-Profi dort seine volle Kreativität entfalten, mehr ins Risiko gehen. Hinter ihm stünden Abfangjäger in Reserve, falls mal etwas schief laufen sollte. „Beim DFB ist es anders. Hier habe ich oft auf außen gespielt und kam damit auch super klar. Ich sehe mich deshalb aber nicht als klassischen Flügelstürmer - davon gibt es viele andere, die richtig gut darin sind“, erklärte Brandt.

Fakt ist: Der 24-Jährige fühlt sich möglichst weit vorne wohl. Das passt besser zu seiner Spielweise. „Für mich ist eigentlich in erster Linie wichtig, dass ich offensiv spiele. Die eine perfekte Position für mich gibt es vielleicht auch gar nicht. Und es ist ja auch gar nicht so schlecht für einen Trainer, wenn er sieht, dass er mich vielseitig einsetzen kann“, so der deutsche Nationalspieler.

BVB-Profi Julian Brandt liebt das Risiko

BVB-Trainer Lucien Favre kennt die Stärken und Schwächen seines Schützlings, hatte aber in der Vergangenheit auch Schwierigkeiten, eine geeignete Position für Julian Brandt im offensivstarken schwarzgelben Kader zu finden. Nicht selten kam es vor, dass Brandt sich auf der Sechs wiederfand – mit zumindest diversen Freiheiten im Angriffsspiel. „Ich war noch nie der Typ, der im Mittelfeld den Ball annimmt und ihn wenige Meter quer zum Mitspieler schiebt. Klar, ich könnte auch so spielen, aber das wäre dann nicht ich. Ich liebe es seit meiner Kindheit, ins Risiko zu gehen, den Ball durch enge Korridore zu spielen oder mich im Eins-gegen-eins durchzusetzen“, meint Brandt.

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Dafür müsste er allerdings auch recht nah am gegnerischen Tor stehen, um bei fehlgeschlagenen Bällen das eigene nicht zu arg zu gefährden. „Aber natürlich“, sagt Brandt, „ist das ein zweischneidiges Schwert, gerade, wenn ich wie in den vergangenen Monaten häufiger beim BVB, als Sechser spiele. Da darf man das eigentlich nicht machen.“

Julian Brandt bleibt selbstbewusst: „Wenn es gelingt, ist es top“

An Brandts Selbstvertrauen nagen die Bälle, die es nicht durch die Ketten der Kontrahenten schafften, jedenfalls nicht. Der BVB-Profi wird weiter an seiner risikoreichen und teils spektakulären Spielweise festhalten – und nimmt die Konsequenzen in Kauf. „Wenn es gelingt, ist es top. Dann sagen die Leute: ‚Super, der traut sich was!‘ Geht es allerdings schief, fängst du dir im schlimmsten Fall einen. Es kommt deshalb wohl auch auf den Trainer an und darauf, ob er sich traut, jemanden wie mich dorthin zu stellen. Aber dieses Spiel hat mich hierhin geführt. Es hat also ganz gut funktioniert“, meint er.

Julian Brandt jedenfalls kann nur hoffen, dass Lucien Favre sich genau das traut. Und er selbst kann vielleicht die Auftritte in der Nations League nutzen, um sich auch für die kommende Spielzeit beim BVB weiter zu empfehlen – als kreativer Akteur im Zentrum mit einem gesunden Hang zum Risiko.

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