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Julian Koch peilt Comeback an

Rückkehr ins Mannschaftstraining

Seitdem sich Julian Koch im Februar 2011 am Knie schwer verletzte, wartet der Rechtsverteidiger auf sein Comeback. Doch es gibt Hoffnung: Am Sonntag ist die Leihgabe des BVB wieder ins Mannschaftstraining beim MSV Duisburg eingestiegen.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 11.10.2012, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julian Koch peilt Comeback an

Julian Koch, Leihgabe des BVB an den MSV Duisburg, hat die Lauf- wieder gegen die Fußballschuhe getauscht.

Es kann also losgehen. Zumindest wenn es nach Koch geht. Beim Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen (27. Oktober) möchte er wieder im Kader stehen. „Vielleicht“, feixt er, „klappt es ja auch schon eine Woche eher gegen Ingolstadt. Es fällt mir einfach schwer, mich zu zügeln.“ Nur zu verständlich nach einer 20-monatigen Leidenszeit, in der zwischenzeitlich nicht klar war, ob Koch überhaupt je wieder seinem Beruf würde nachgehen können. Fast alles, was in einem menschlichen Knie Schaden nehmen kann, war beim BVB-Eigengewächs kaputt gegangen. Sogar eine Amputation des Unterschenkels stand kurz im Raum, nachdem die Ärzte ein Kompartmentsyndrom diagnostiziert hatten.

Doch das ist Geschichte. Anstatt zurückzuschauen, konzentriert sich Koch lieber auf das Hier und Jetzt. Im Training ist er fast schon wieder der Alte, von Scheu oder Zaghaftigkeit keine Spur. „Der Kopf macht überhaupt keine Probleme“, meint er, „ich gehe ganz normal in die Zweikämpfe oder in Richtungswechsel.“ Sein Credo: Wenn man einen Tick zu lang überlegt, geht eher etwas kaputt als wenn man es einfach macht. Seinem Trainer Kosta Runjaic gefällt das nur bedingt. Er tritt auf die Bremse, will Koch nicht zu früh wieder in die volle Belastung nehmen – auch wenn der drängelt. „Er hat mir erklärt, dass ich mich ruhig reinspielen und auf die einfachen Dinge konzentrieren soll.“ Leicht fällt Koch das nicht. Er gibt unumwunden zu, „manchmal schon wieder zu viel zu wollen“. Doch es ist genau dieser Ehrgeiz, der dafür gesorgt hat, dass Koch überhaupt noch auf dem Platz seinem Traum nachjagt.

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