Junge Fans aus Israel sehen zum ersten Mal ein BVB-Spiel live im Stadion

Israelische Borussen

Für vier junge BVB-Fans aus Israel erfüllt sich ein großer Traum. Zum ersten Mal in ihrem Leben reisten sie nach Dortmund, am Samstag standen sie sogar auf der Südtribüne.

Dortmund

, 01.04.2019, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Junge Fans aus Israel sehen zum ersten Mal ein BVB-Spiel live im Stadion

Stolz präsentieren die Kinder aus Israel ihre neue BVB-Ausrüstung. © Adam Lahav

Am Freitag startete für vier Kinder aus Israel ein ganz besonderes Abenteuer. Die jungen BVB-Fans reisten extra nach Dortmund, um zum ersten Mal ein Spiel ihrer Borussen live im Stadion zu sehen. Organisiert und ermöglicht wurde diese Reise von Adam Lahav und dem BVB-Fanclub „Israelische Borussen“.

Der lange Flug aus dem knapp 4500 Kilometer entfernten Israel hat sich gelohnt, da sind sich alle Kinder einig. „Es war alles ganz super, die Kinder sind sprachlos. Es gibt doch nichts Schöneres, als Kinder glücklich zu machen“, sagt Adam Lahav.

Das Highlight: Ein BVB-Spiel im Stadion

Ein Programmpunkt hat die Kinder ganz besonders begeistert: „Das größte Highlight war für alle selbstverständlich das BVB-Spiel im Stadion, vor allem die beiden Tore am Ende. Nach dem Spiel haben wir die Fanbeauftragte vom BVB getroffen und die hat uns ein Trikot mitgebracht, das von allen Profis unterschrieben wurde. Darüber haben sich auch alle sehr gefreut.“

Junge Fans aus Israel sehen zum ersten Mal ein BVB-Spiel live im Stadion

Die Kinder aus Israel sahen das BVB-Spiel gegen Wolfsburg von der Südtribüne aus. © Adam Lahav

Von der Ankunft am Freitag bis zum Abflug am Montag erlebten die Kinder ein buntes Programm, wie Lahav erzählt: „Am Freitagabend haben sie bei Bayer Leverkusen eine private Stadiontour bekommen, am Samstagmorgen waren wir im Fußballmuseum und danach ging es ins Stadion zum BVB-Spiel.“

Geschichte der Juden in Dortmund

Am Sonntag ging es trotz der Zeitumstellung pünktlich um zehn Uhr mit dem nächsten Programmpunkt weiter: Eine besondere Tour stand an, bei der die Kinder die Geschichte der Juden in Dortmund erkundeten.

Nach dem geschichtlichen Ausflug stand wieder Fußball auf dem Programm: Erst schauten die Kinder sich gemeinsam das Spiel der BVB-U19 gegen Rödinghausen an, danach durften sie den Signal Iduna Park bei einer Stadionführung noch genauer kennenlernen.

Fankleidung als Andenken

Ebenso nahmen sie nachmittags noch die gesamte Stadt genauer unter die Lupe, bei „einer Tour quer durch Dortmund, am Borsigplatz und allen wichtigen Plätzen für Dortmund und den BVB vorbei.“ Zum Abschluss nahmen die Kinder an einer Führung durch das Borusseum teil.

Als Erinnerung an das Wochenende in Dortmund konnte sich jedes der Kinder BVB-Fankleidung kaufen: „Jedes Kind hat 60 Euro bekommen“, sagt Lahav. „Sie haben sich eine Mütze, einen Schal und einen Pulli gekauft.“

Ein einmaliges Erlebnis in Dortmund

Zurück ging es für die gesamte Gruppe am Montagmorgen. Als zusätzliches Gepäck mit nach Israel nehmen die Kinder neben der BVB-Kleidung auch allerlei Erlebnisse und neue Erfahrungen. „Die Kinder waren begeistert, sie erlebten hier eine komplett andere Kultur“, erzählt Lahav. „Es war ein einzigartiges Erlebnis.“

  • Adam Lahav und dem BVB-Fanclub „Israelische Borussen“ waren bei der Auswahl der vier Kinder mehrere Aspekte wichtig.
  • Das erste und wichtigste Kriterium: Dass die Kinder aus finanziell schwachen Familien kommen. Keines der Kinder könnte sich eine solche Reise jemals leisten.
  • Jedes der vier ausgewählten Kinder nimmt in der Heimat an einem Projekt teil, dass sie durch Fußball fördert und sich darum kümmert, dass sie in der Schule besser werden.
  • Zudem sind alle Kinder fußballbegeistert und blühende BVB-Fans. Somit hat sich mit dem Stadion-Besuch in Dortmund für alle ein großer Traum erfüllt.
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