Kagawa und Uchida - Freundschaft ruht 90 Minuten

145. Revierderby

Am Kickertisch musste kein Sieger ermittelt werden. Shinji Kagawa (BVB) und Atsuto Uchida (Schalke) hatten jede Menge Spaß in der Zeche Waltrop, wo sich die japanischen Bundesliga-Spieler vor dem 145. Revierderby zu einem Werbedreh für die deutsche Fußball-Liga trafen. Bleibt es heute auch auf dem Platz harmonisch?

DORTMUND

, 27.09.2014, 09:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Dortmunds Trainer Jürgen Klopp wird es heute schon das 13. Revierduell sein. Mehr Derbys hat kein Dortmunder Trainer vor ihm auf der Bank erlebt, Klopp hat also längst ein Gespür dafür entwickelt, wie wichtig dieses Spiel in Fankreisen ist.

An einer Stelle der Spieltags-Pressekonferenz sprach Klopp am Freitag wohl auch für seinen Schalker Kollegen Jens Keller, als er nämlich meinte: „Im Derby bietet sich immer die Gelegenheit, Dinge zurechtzurücken.“ Zum Beispiel einen Saisonstart, der wenig befriedigend verlaufen ist, was für beide Parteien eine zutreffende Bewertung ist.

Von einem Spitzenspiel ist man tabellarisch zwar derzeit weit entfernt, dazu treffen auch noch zwei Teams aufeinander, die sich im Klammergriff ihrer großen Verletzungsprobleme befinden - dennoch, und daran ließ auch Klopp am gestrigen Freitag keine Zweifel, bleibt diese Partie auch für Menschen außerhalb des Ruhrgebiets ein ganz spezielles Spiel. "Bleiben die äußeren Umstände ruhig, ist es das außergewöhnlichste Fußballspiel in Deutschland", meinte Klopp.

Dortmunds Trainer ließ offen, ob er dem neuen Kapitän Mats Hummels nach seinem Kurzeinsatz gegen Stuttgart heute ein Startelf-Comeback zutraut - Hummels‘ Qualitäten in der Spieleröffnung aber wurden in den letzten beiden sieglosen Partien schmerzlich vermisst. Geplatzt ist in jedem Fall die Rückkehr von Sebastian Kehl, das erfuhr Klopp durch eine nüchterne SMS von Teamarzt Dr. Markus Braun.

Nach dem Sieg in Bremen, eine Befreiung für die gebeutelten Schalker, scheint sich das Momentum auf die Seite der Königsblauen geschlagen zu haben, die sich vor allem darum sorgen, wie sie dem pfeilschnellen Pierre-Emerick Aubameyang begegnen sollen.

Wahrscheinlich ist, dass Dennis Aogo auf die linke Seite rücken wird, seinen Platz im defensiven Mittelfeld dürfte nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre Kevin-Prince Boateng einnehmen. Von ihm erhoffen sich die Schalker auch in einem wichtigen Spiel endlich einmal eine starke Leistung.

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