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Kapitän Mats Hummels knackt die Berliner Mauer

BVB-Einzelkritik

Vor rund 25 Jahren brauchte es eine friedliche Revolution von Millionen Menschen, um die Berliner Mauer zu Fall zu bringen. Am Sonntag reichte dem BVB eine Standardsituation, um dem Bollwerk von Hertha BSC entscheidenden Schaden zuzufügen. Mit dem System der Hauptstädter, die ausschließlich Gegentore vermeiden wollten, kam die Borussia lange nicht zurecht. Zum 3:1 (1:0)-Sieg reichte es trotzdem. Die Einzelkritik.

DORTMUND

, 30.08.2015, 17:41 Uhr / Lesedauer: 3 min
Kapitän Mats Hummels knackt die Berliner Mauer

Mats Hummels bejubelt seinen Treffer zum 1:0.

Roman Bürki: Seine erste Tat: Er ließ in der 20. Minute den Dropkick von Vladimir Darida nach vorne abklatschen. Ansonsten war der Schweizer beschäftigungslos. Doch gerade in solchen Spielen gilt es ja, die Konzentration hochzuhalten – wie beim Kopfball von Lustenberger, den er entschärfte (64.). Und anders als beim Schuss von Darida, den er direkt vor die Füße von Kalou abprallen ließ (78.). Note: 4,5

Matthias Ginter: Nach zweieinhalb beachtlichen Spielen als Rechtsverteidiger diesmal eine durchschnittliche Vorstellung auf der neuen Position. Zu Beginn brachte ihn nach Berliner Kombinationen van den Bergh zweimal in Bedrängnis, im Vorwärtsgang tat er sich sichtlich schwer gegen das vielbeinige Abwehrmonstrum der Hertha – bis er sich im richtigen Moment nach vorne schlich und Aubameyang das 2:0 volley servierte (51.). Note: 3,0

Sokratis: Der Grieche fing sich Mitte der ersten Hälfte einen Rüffel ein vom Trainer, weil er beim zähen und wenig zielstrebigen Spielaufbau an der Mittellinie keine Anspielstation bot. Für Ideen und Tempo ist aber auch zurecht nicht zuständig. Defensiv von Halbstürmer Haraguchi nicht gefordert, aber schlafmützig, als ihn Darida vor dem Berliner Anschlusstreffer im Strafraum mit einem einfachen Haken verlud (78.). Note: 3,5

Mats Hummels: Musste um sein Leben rennen, als er mit seinem geschickten Tackling gegen Haraguchi den BVB vor einem frühen Rückstand bewahrte(15.). Auch die nächste aufregende Szene gehörte dem Kapitän: Kagawa löffelte den Ball nach einer kurz ausgeführten Ecke in die Zentrale, Hummels stieg am höchsten und köpfte aus vier Metern ein (27.). Danach kontrollierte er die Partie. Note: 2,5

Marcel Schmelzer: Während er in den vergangenen Partien nach Spielverlagerungen Platz hatte auf seiner Außenbahn, empfingen ihn gestern dort jedes Mal mindestens zwei Berliner Ballen. Dann wird es Schmelzer trotz guter Form schwierig, eine Lücke zu finden. Ein unauffälliges, solides Spiel. Note: 3,0

Julian Weigl: Die Ballwechsel auf die linke oder rechte Seite führten oft über ihn. Weil diesmal aber Tempo in den Aktionen (und auch bei den Mitspielern) fehlte, brachten diese Stafetten selten Raumgewinn. Der 19-Jährige - in seinem erst dritten Bundesliga-Spiel - muss dann mehr Unterstützung bekommen von seinen Kollegen. Kämpferisch ohne Fehl und Tadel. Note: 3,0

Marco Reus: Insgesamt enttäuschend. Er versprühte bei der Hitze wenig Torgefahr und versuchte es nur mit Schönspielerei. Ein Führungsspieler mit so viel Finesse muss mehr tun. Erst recht, wenn es schwer fällt. Nach der Pause rückte er wieder in die Sturmspitze, viel effektiver spielte er dort auch nicht. Bezeichnend der Fehlschuss in der 75. Minute. Note: 4,0

Ilkay Gündogan: Nach 20 Minuten tauschte er sein Trikot, es war bereits durchgeschwitzt.  Wegen der Hitze und auch, weil sich der Stratege schon früh aufrieb bei den Versuchen, Löcher in der Berliner Mauer zu finden. Dennoch unersetzlich, weil er dem Spiel immer wieder eine Richtung gibt. Note: 3,0

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Bundesliga, 3. Spieltag: BVB - Hertha BSC 3:1 (1:0)

Hier geht´s zu den Bildern der Partie BVB gegen Hertha BSC.
30.08.2015
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Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© DeFodi
Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© DeFodi
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Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa
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Der BVB ist wieder eine Einheit. Thomas Tuchel hat es geschafft, alle Nebengeräusche vom Team fernzuhalten.© dpa
Die Leidenszeit des Nuri Sahin neigt sich dem Ende entgegen.© Foto: DeFodi
Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa
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Voll bei der Sache: Thomas Tuchel, der nach der Partie gegen Hertha konstatierte: "Es hat noch die Leichtigkeit gefehlt."© dpa
Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© DeFodi
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Henrikh Mkhitaryan hängt sich voll rein - doch gegen Hertha BSC langt es nur zu einer Torvorlage. Seinen Gewaltschuss in der ersten Hälfte kann Kraft parieren.© DeFodi
Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© DeFodi
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Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa
Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa
Spielszene aus der Partie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin.© dpa

Shinji Kagawa: Kurz ausgeführte Ecken sind bei den meisten Klubs aus dem Repertoire gestrichen – wenn die Flanke danach aber so perfekt angeschnitten und platziert in den Strafraum fliegt wie Kagawas Vorlage zum 1:0, spricht nichts gegen diese Variante. Dass der Assist einer Standardsituation entsprang, war bezeichnend. Die andere Option: Ein blitzgescheiter Lupfer auf Ginter vor dem 2:0. Dass er aus 20 Metern das leere Tor verfehlte – geschenkt (72.). Note: 2,5

Henrikh Mkhitaryan: Ein Gewaltschuss aus gut 20 Metern ließ die Fäuste von Thomas Kraft erzittern (39.), doch das war ebenso bezeichnend. Spielerisch und kreativ blieb er wie die anderen Borussen einiges schuldig, und weil Hertha keine Anstalten machte, aus dem Versteck zu kriechen, nahm der Frust zu. Erst als Hertha auf eine Viererkette umstelle und etwas nach vorne rückte, besserte sich die Situation für ihn. Diesmal ohne Tor, aber in der Nachspielzeit noch mit einer Torvorlage. Note: 3,5

Pierre-Emerick Aubameyang: Stand wieder in der Startelf nach der Schonung am Donnerstag in der Europa League. Frischer als andere wirkte der Gabuner trotzdem nicht. Das Spiel gegen maximal kompakte Gegner liegt ihm nicht. Erst als er in der zweiten Hälfte vermehrt auf dem Flügel auftauchte, erarbeitete er sich seine Spielanteile. Der Abschluss zu seinem siebten Pflichtspieltor war eine leichte Übung (51.). Note: 3,5

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