Kaum Perspektiven - BVB-Trio hat schweren Stand

Verlierer der Hinrunde

Auf dem Weg steil nach oben, den Borussia Dortmund in dieser Hinrunde gegangen ist, blieben seitlich der Strecke auch einige wenige Spieler zurück. Für einen Rückkehrer erfüllten sich die Erwartungen ebenso wenig wie für ein Riesen-Talent und einen Stürmer. Ein alteingesessener Verteidiger ist der Absteiger der Hinrunde.

DORTMUND

, 23.12.2015, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kaum Perspektiven - BVB-Trio hat schweren Stand

Die Szenen zur Europa-League-Partie zwischen dem BVB und PAOK Saloniki.

Adnan Januzaj kam mit großen Vorschusslorbeeren von keinem geringeren Klub als Manchester United, reihte sich aber ein in die nicht kleine Gruppe von Spielern, die nach einem Wechsel aus England erst einmal grundlegende konditionelle Defizite aufarbeiten müssen. Zuletzt tauchte er wegen muskulärer Probleme weder im Training noch im Kader auf; bei seinen wenigen Möglichkeiten, sich zu zeigen, wusste er zu selten zu überzeugen. Problem: Zurück nach Manchester zu gehen, das ergibt für ihn ebenso wenig Sinn, wie in Dortmund zu bleiben.

Großes Potenzial, geringe Einsatzzeiten

Sieben Einsätze in der Liga, keiner über 90 Minuten – das ist nicht das, was sich Jonas Hofmann vorgestellt hatte, als er nach dem Ende des Leihgeschäfts mit Mainz 05 von den Rheinhessen zum BVB zurückkehrte. In Mainz bremsten mehrere Verletzungen den Weg des ehemaligen U21-Nationalspielers, dem sie alle eigentlich großes Potenzial bescheinigen.

In Dortmund war er wieder fit. Doch in der prominent besetzten Offensive des BVB blieb ihm hinter den furios aufspielenden etablierten Kräften nur die Rolle am Rand. Zu wenig für seine Ansprüche – Hofmann wird sich ziemlich sicher im Winter verabschieden.

Ramos steht hinten an

Von Adrian Ramos versprach sich der BVB einiges. Sonst hätte man zum einen vor 18 Monaten nicht knapp zehn Millionen Euro nach Berlin überwiesen. Man hätte ihm nach einem für alle Neuzugänge schwierigen vergangenen Jahr auch keine zweite Chance gegeben. Als er nach einer langwierigen Verletzung zurückkam, musste sich Ramos wieder hinten anstellen.

Die Zahl von zwölf Liga-Einsätzen täuscht – der Kolumbianer war immer nur Teilzeitkraft, spielte nur in zwei Europa-League-Partien und einer im DFB-Pokal über die volle Distanz. Dass er trotz seiner nur 90 Einsatz-Minuten in der Liga zwei Treffer erzielte und damit statistisch gesehen häufiger trifft als Pierre-Emerick Aubameyang, dürfte ihn daher kaum trösten. Im Sommer könnte nach dann zwei unbefriedigenden Jahren seine BVB-Zeit zu Ende gehen.

Der Absteiger:

Anfang Dezember in Wolfsburg durfte Neven Subotic noch einmal zeigen, dass auf ihn durchaus noch Verlass ist. Dass der langjährige Partner von Mats Hummels in der BVB-Innenverteidigung aber in der VW-Stadt erst sein zweites Bundesliga-Spiel dieser Hinrunde bestritt, zeigt schon die schwierige Situation, die sich für den Serben mit dem Trainerwechsel beim BVB ergeben hat. Oft gab es für Subotic sogar nicht einmal einen Platz im Kader. Der 27-Jährige aber hat angekündigt, in der Rückrunde angreifen zu wollen – an einen Wechsel im Winter denkt Neven Subotic nicht.

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