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Keeper Bonmann ist "fassungslos und sauer"

Kritik an BVB-II-Spielabsage

Der Frust über die Verlegung der Oberhausen-Partie am Samstag sitzt tief beim BVB II. "Die Absage unseres Spiels gegen RWO macht mich fassungslos und sauer", schrieb Hendrik Bonmann am Mittwochabend auf seiner Facebook-Seite. Er könne nicht nachvollziehen, "wie ein Fußballspiel abgesagt werden kann, weil man Angst vor zu vielen Fans hat", erklärte der Torhüter weiter.

Dortmund

, 17.02.2017 / Lesedauer: 3 min
Keeper Bonmann ist "fassungslos und sauer"

Böse wegen der Spielabsage des BVB II: Torhüter Hendrik Bonmann.

Die Polizei hatte den Westdeutschen Fußballverband aus Sicherheitsgründen um die Spielabsage gebeten, weil sie wegen einer parallelen Kundgebung des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim in Oberhausen nicht über genügend Einsatzkräfte verfüge. Nach der Sperrung der Südtribüne durch den DFB hatte sich angedeutet, dass deutlich mehr BVB-Fans nach Oberhausen reisen würden als ursprünglich angenommen. Am Ende entschied sich der Verband für eine Spielabsage - zum Ärger der beiden Vereine.

Zweite Spielverlegung in kurzer Zeit

Für den BVB II war es die zweite Spielverlegung binnen weniger Tage. Auch das Nachholspiel gegen die Sportfreunde Siegen, eigentlich für kommenden Mittwoch angesetzt, wurde vom Verband abgesagt und für den 8. März terminiert. Offizielle Begründung: Unbespielbarkeit des Platzes.

Bonmann bewertet das etwas anders: „Ich kann nicht nachvollziehen, warum unser Spiel nächste Woche in Siegen abgesagt wird, weil es keine Parallelansetzung ist und zu viele BVB-Zuschauer kommen könnten.“ Am 8. März spielt der BVB parallel in der Champions League gegen Benfica Lissabon, weshalb sich deutlich weniger Fans auf den Weg ins Siegerland zum BVB II machen dürften.

Bonmann hat eine klare Bitte

Bonmann richtet daher eine klare Bitte an den Verband und die Polizei: „Bitte gebt uns jungen U23-Spielern, die immer als 2. Mannschaft das 2. Glied in einem Verein sind, die Möglichkeit, auf der großen Bühne zu stehen. Zu spüren, wie es ist, wenn ein paar Tausend Zuschauer für Dich brüllen, singen und ausrasten.“  

In schmerzhafter Erinnerung sind vor allem auch zwei Ansetzungen aus der vergangenen Saison. Gegen Fortuna Düsseldorf II spielte der BVB II damals auf einem Montag um 14 Uhr, gegen den FC Schalke 04 II im kleinen Derby an einem Mittwoch um 15.30 Uhr. Auch das könne er „nicht nachvollziehen“ schreibt Bonmann.

Viel Zustimmung aus der Mannschaft

Unterstützung für seine Aussagen erhält er aus der Mannschaft. „Manchmal gehen die Verlegungen richtig an die Leber“, sagt Mittelfeldspieler Marco Hober. Generell gebe es für Bonmanns Aussagen viel Zustimmung unter den Spielern. „Oberhausen hätte ein richtiges Highlight für uns werden können. Es ist doch klar, dass jeder Fußballer lieber vor 6000 als vor 600 Zuschauern spielen will.“ Bei allem Verständnis für die Polizei und Sicherheitsbedenken seien solche Absagen oder Verlegungen für die Spieler „einfach sehr schade“.

Regionalliga-Staffelleiter Reinhold Spohn verweist auf die Behörden und sagt: „Uns sind die Hände gebunden. Wenn Sicherheitsbedenken seitens der Polizei bestehen, muss man dem als Verband Rechnung tragen.“

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