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Keine Anfragen für BVB-Stürmer Lucas Barrios

Borussia Dortmund

Eine konkrete Anfrage, oder gar mehrere, konnte Michael Zorc (49) in Bezug auf Stürmer Lucas Barrios auch am Dienstag nicht bestätigen. „Uns liegt nichts auf dem Tisch“, sagte der BVB-Sportdirektor auf Anfrage.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 13.12.2011, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lucas Barrios bleibt nun doch bei Borussia Dortmund, vorerst auf der Bank.

Lucas Barrios bleibt nun doch bei Borussia Dortmund, vorerst auf der Bank.

Ob aus dieser Geschichte mehr wird als das – taktisch fragwürdige – Aufbegehren eines unzufriedenen Spielers im Kader des Deutschen Meisters, werden die kommenden Wochen zeigen. Lucas Barrios und der BVB, das war bislang durchaus eine Vorzeige-Ehe. Der Argentinier war Stammspieler und dankte dies mit regelmäßigen Toren. Auf Barrios war Verlass: 19 Liga-Treffer in seiner ersten Saison, 16 in der vergangenen, die Quote von 35 Bundesliga-Treffern in 65 Spielen in Deutschlands Eliteliga war durchaus beeindruckend. Auch deshalb lehnte der BVB im Sommer 2010 eine Offerte für Barrios aus Russland vom dortigen Erstligisten Rubin Kasan über 20 Millionen Euro ab.

Dass es nun zum Karriere-Knick kommen sollte, war auch nach der schweren Muskelverletzung, die sich Barrios im Juli im Finale der Copa America zugezogen hatte, nicht absehbar. Während er in der Reha schuftete, lief ihm Robert Lewandowski aber dann mit Wucht den Rang ab. In der BVB-Geschäftsstelle am Rheinlanddamm sehen sie die emotionale Aufgewühltheit ihres Angreifers („Ich habe andere Karriere-Pläne, als noch einmal sechs Monate auf der Bank zu sitzen“) momentan noch „völlig unaufgeregt“, wie Zorc meint. „Dass Spieler unzufrieden sind, gehört zum Geschäft und spricht eher dafür, dass unser Kader qualitativ gut besetzt ist.“Vor Barrios hatte schon Jakub Blaszczykowski (26) öffentlich seine Unzufriedenheit mit seiner Reservistenrolle geäußert. Nicht deshalb aber hatte der Pole zuletzt mehr Einsatzzeiten. Blaszczykowski hat sich der Situation gestellt, sein Beispiel zeigt auch, wie schnelllebig das Fußball-Geschäft ist. Wer weiß schon, ob das Verletzungspech nicht auch den Argentinier schneller ins Team spült als vorherzusehen war.

Das Thema wird, diese Vorhersage ist nicht schwierig, bis zum Beginn der Transferperiode im Januar weiter köcheln. Barrios hat sich über Wochen mehr oder weniger geduldig auf die Bank gesetzt, jetzt scheint seine Geduld am Ende. Kategorisch auszuschließen ist ein Wechsel im Winter nicht. „Sollte etwas bei uns auf dem Tisch landen, werden wir uns damit befassen“, sagt Zorc. Eine kryptische Aussage, die viel Interpretationsspielraum lässt.

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