"Kleines" Derby: BVB II will Sieg gegen S04

Solga gibt nicht auf

Ohne ihren einzigen Routinier David Solga, der mit einem Kreuzbandriss bis Ende der Saison ausfällt, geht es für den BVB II am Mittwochabend (19.30 Uhr) ins „kleine“ Derby gegen die U 23 des FC Schalke 04. Das Ziel: Die Serie von nunmehr sieben ungeschlagenen Partien unter dem neuen Trainer Daniel Farke noch weiter ausbauen.

DORTMUND

, 01.03.2016, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Kleines" Derby: BVB II will Sieg gegen S04

Bilder der Partie Schalke II gegen BVB II.

Der Schock saß tief, als David Solga drei Minuten vor der Pause mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden lag. "Ich wollte eine Flanke verhindern, bin irgendwie im Rasen hängen geblieben und habe gleich gemerkt: da ist was Größeres passiert", schilderte der BVB II-Kapitän sein Missgeschick beim 1:0-Erfolg seiner Mannschaft am Sonntag in Aachen.

Sohn ist der größte Fan

Die Untersuchung am Montag hatte die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Riss des vorderen Kreuzbandes und des Außenbandes, zudem ist auch der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen worden. Für den Rest der Saison müssen Borussias Jungprofi ohne ihren einzigen Routinier auskommen. Aber David Solga will trotz einer prognostizierten Zwangspause von neun Monaten auf den Platz zurückkehren: „Das soll es noch nicht gewesen sein. Mein Sohn soll mich nochmal Fußball spielen sehen.“ Der zweijährige Luca ist der größte Fan von Papa David, verpasst kein Heimspiel in der Roten Erde.

Schon einmal war David Solga durch eine schwerwiegende Verletzung in seiner Karriere weit zurückgeworfen worden: Während seiner Zeit bei Dynamo Dresden hatte der zweitligaerfahrene Profi einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten, sich damals nach monatelanger Pause aber wieder zurückgekämpft. Sechs Jahre ist das nun her. Inzwischen ist er 33, und doch sagt er: „Auch das wird mich jetzt nicht umwerfen.“

"Außergewöhnliche Unterstützung"

Als geradezu sensationell bezeichnet der „Sechser“ die Anteilnahme des Vereins und die aufbauenden Worte seines Trainers, die ihn in dieser schwierigen Situation nicht fallen lassen. Daniel Farke macht sich für die Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags stark, „und ich will für diese außergewöhnliche Unterstützung noch einmal Danke sagen“, glaubt Solga fest an sein Comeback.

Die Mannschaft will bei der Fortsetzung der „englischen Woche“ mit einem Sieg über den Revier-Rivalen zur Aufhellung der getrübten Stimmung bei ihrem Kapitän beitragen. „Er würde sich sicherlich sehr freuen, wenn wir auch ohne ihn unseren momentan guten Lauf erfolgreich fortsetzen könnten“, sagt Trainer Daniel Farke, der froh ist, dass alle anderen Akteure ohne weitere Blessuren das Gastspiel in Aachen überstanden haben. Auch Phillip Hanke und Oguzhan Kefkir sind wieder eine Option, zumindest von der Bank aus.

Der Rasen ist das Problemkind 

Die Gäste, die zur Zeit noch auf einem Abstiegsrang stehen, sieht er von der individuellen Klasse her besser als es der momentane Tabellenstand aussagt. „Sie stehen dadurch allerdings mehr unter Druck als wir“, weiß er. Mehr Kopfzerbrechen als der Gegner bereitet der Rasen im Stadion Rote. „Er sieht nicht gut aus und kommt unserer Spielweise nicht entgegen“, sagt Daniel Farke, der dennoch hofft, dass die Partie am Mittwochabend durchgeführt werden kann, „sonst wird es im April und Mai terminmäßig sehr eng.“ 

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