Klopp freut sich auf Rehhagel

Nach Berlin-Spiel

Die eigentliche Sensation des 22. Spieltags spielte sich im Olympiastadion abseits des Rasens ab. Schon am Vorabend des Gastspiels des Deutschen Meisters war durchgesickert, dass Otto Rehhagel in der Hauptstadt nach mehr als zehn Jahren sein Bundesliga-Comeback auf der Trainerbank feiern wird – nicht alle Journalisten der Hauptstadt scheinen sich aber so auf „König Otto“ zu freuen wie es Dortmunds Trainer Jürgen Klopp.

BERLIN

von Von Dirk Krampe

, 20.02.2012, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jürgen Klopp freut sich auf Rehhagel.

Jürgen Klopp freut sich auf Rehhagel.

Ob, fragte der „Kollege“ Berlins Interimscoach René Tretschok, er sagen könne, ob Rehhagel nun auch noch Rudi Gutendorf und Wynton Rufer als Assistenten mitbringe, und ob er sich darauf freue, bald wieder eine Hertha zu sehen, die mit Libero spiele? Die Geschmacklosigkeit aber sollte noch folgen. Als der Mann von Tretschok gefragt wurde, ob er dies ernst meine, legte der nach. Die Hertha, sagte er, käme ihm vor wie „unter dem Führer. Man setzt ja jetzt offenbar auf die Vorkriegsjahre.“

Dem unseligen Treiben setzte Herthas Pressesprecher Peter Bohmbach dann ein Ende und verwies den Mann des Raumes. Dass sich die Stimmung aufheiterte, dafür sorgte dann BVB-Trainer Jürgen Klopp. Etlichen Fragen an Tretschok hatte Klopp geduldig zugehört, dann meldete er sich zu Wort. Er bekomme, sagte Klopp, „sekündlich SMS meiner Spieler und des Managers, die wissen wollen, wo ich bleibe. Darf ich gehen?“ Das Gelächter war groß. Und Klopp durfte gehen.

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