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Kurzes BVB-Wochenende für Bürki, Hummels und Co. - DFL ist am Zug

Borussia Dortmund

Die BVB-Profis bereiten sich auch am Samstag in Kleingruppen auf den Bundesliga-Neustart vor. Wann gibt die DFL grünes Licht für die Rückkehr ins Mannschaftstraining?

Dortmund

, 18.04.2020, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit einem Lunchpaket auf dem Weg ins Wochenende: BVB-Torhüter Roman Bürki nach dem Training am Samstagvormittag.

Mit einem Lunchpaket auf dem Weg ins Wochenende: BVB-Torhüter Roman Bürki nach dem Training am Samstagvormittag. © Groeger

Seit mittlerweile zwei Wochen trainieren die Profis von Borussia Dortmund wieder in Kleingruppen und bereiten sich unter schwierigen Bedingungen auf den Mitte Mai angepeilten Neustart der Fußball-Bundesliga vor. Am Samstag stand bei bestem Wetter in Brackel eine verhältnismäßig kurze Einheit an. Gegen Mittag verabschiedeten sich Roman Bürki, Mats Hummels, Marco Reus und Co. ins verkürzte Wochenende.

BVB-Trainer Favre setzt auf interne Vorbereitungsspiele

Das Trainerteam um Lucien Favre steht in den kommenden Wochen vor einer Mammutaufgabe. „Ich hoffe, dass wir bald im Training wieder elf gegen elf spielen dürfen. Das werden unsere Vorbereitungsspiele. Wir brauchen das, unbedingt. Wir werden es regelmäßig machen müssen, um uns im Training an die Situation ohne Zuschauer zu gewöhnen. Wir müssen das top machen. Erst zweimal 25 Minuten, dann zweimal 35 Minuten, dann zweimal 45 Minuten“, sagte der Schweizer im vereinseigenen Podcast.

BVB-Abwehrspieler Mats Hummels macht sich auf den Weg nach Hause.

BVB-Abwehrspieler Mats Hummels macht sich auf den Weg nach Hause. © Groeger

Im Optimalfall können die 36 Profiklubs schon in der kommenden Woche aufgrund einer Ausnahmeregelung für Berufssportler wieder ins Mannschaftstraining einsgteigen. Die Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL), die sich eng mit der Politik abstimmt, steht aber noch aus.

Schalke-Boss Tönnies unterbreitet der DFL ungewöhnliches Angebot

Auf die Frage, ob bei den Klubs in Vorbereitung auf mögliche Geisterspiele flächendeckend Coronavirus-Tests durchgeführt werden, verwies ein DFL-Sprecher auf die Ankündigung eines medizinischen Konzepts. Dies entwickelt derzeit die „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“. Der Berufsverband „Akkreditierte Labore in der Medizin“ mit mehr als 200 Laboren und 900 Fachärzten stuft regelmäßige Tests der Bundesligisten als unproblematisch ein. „Selbst wenn die 36 Vereine ihr Personal alle zwei Tage mit jeweils 40, 50 Personen durchtesten würden, liegen wir unter einem halben Prozent der Test-Kapazitäten“, sagte Vorstand Evangelos Kotsopoulos der „Bild“.

Ein ungewöhnliches Angebot hat unterdessen Clemens Tönnies der DFL unterbreitet. Der Schalke-Boss möchte in seinem Firmenlabor Corona-Tests durchführen lassen und hat entsprechende Unterstützung auch der Deutschen Fußball Liga angeboten. „Es gab einen Austausch. Die Entscheidung liegt nun bei der DFL“, sagte Tönnies der Deutschen Presse-Agentur: „Wenn sie genug Test-Kapazitäten haben, stellen wir unsere anderen zur Verfügung.“ Bis zum Saisonende würden so wohl etwa 20.000 Tests fällig. In seinem Labor seien 180.000 bis 200.000 Tests pro Monat umsetzbar, versicherte Tönnies.

Mit dpa-Material

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