Lazio gegen BVB: Immobile und Haaland im Fokus - Piszczek wohl dabei

Champions League

Zum Start der Champions League stehen bei Lazio Rom und Borussia Dortmund die Torjäger Immobile und Haaland im Fokus. In die BVB-Abwehr dürfte Lukasz Piszczek zurückkehren.

Rom

, 20.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Beim BVB-Abschlusstraining am Montagabend dabei: Lukasz Piszczek (l.).

Beim BVB-Abschlusstraining am Montagabend dabei: Lukasz Piszczek (l.). © imago / Revierfoto

Ein halbes Dutzend Namen bekommt er ohne weiteres Zögern zusammen. Ronaldo und Lewandowski natürlich, Aguero und Firmino, Aubameyang und Kane. Die hätten „mehr erreicht“ als er, meinte Erling Haaland, er würde sie also bei der Frage nach den besten Torjägern in der Champions League vor sich einsortieren. Aber wenn es um sein Leben ginge, um Alles oder Nichts, dann, betonte der Norweger, „würde ich mich selbst aufstellen“. Langer Kerl, großes Ego. Heute spielt er wieder.

BVB ist Dauergast auf der größten Bühne des Vereinsfußballs

Königsklasse, Rom. Der BVB zu Gast bei Lazio, Anpfiff 21 Uhr. Zwar nur vor wenigen Zuschauern, dafür garantiert mit Gänsehaut bei Haaland und Co., wenn die Hymne durch das weite Stadio Olimpico schwingt. „Sie sind die Besten“, singt der Chor, Borussia Dortmund gehört dazu, steht zum neunten Mal in den vergangenen zehn Jahren auf der größten Bühne des Vereinsfußballs. Und je größer die Bühne, „desto besser der Haaland“, hofft der Torjäger vom Dienst. Zehn Treffer in acht Spielen hat er für RB Salzburg und den BVB in seiner ersten Saison auf höchstem Niveau erzielt, schlechter soll die Quote nicht werden. „Ich versuche einfach, so viele Tore wie möglich zu schießen und aufzulegen.“

Haaland gehört mit seinen 20 Jahren wie Jadon Sancho (20), Giovanni Reyna und Jude Bellingham (17) zu den Heißspornen, auf die Trainer Lucien Favre setzt. Der Erfolgshunger der Jünglinge soll gepaart mit der Erfahrung der Arrivierten um Mats Hummels, Axel Witsel oder Marco Reus die unschlagbare Mischung ergeben, mit der die Borussia die Gruppenphase überstehen und gerne bis ins Viertelfinale vordringen will. Lazio, Zenit und der Club Brügge stellen auf dem Papier keine unüberwindbaren Hindernisse dar.

BVB-Lizenzspielleiter Kehl: „Wir müssen direkt gut loslegen“

„Wir haben berechtigte Hoffnungen, in dieser Gruppe weiterzukommen“, sagt Sebastian Kehl, der Leiter der Dortmunder Lizenzspielerabteilung. „Wir müssen direkt gut loslegen. Wenn wir ein sehr gutes Spiel abliefern, werden wir mindestens einen Punkt mitnehmen.“

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Champions League: Das BVB-Abschlusstraining im Stadio Olimpico

Das BVB-Abschlusstraining in Rom - hier gibt es die Bilder aus dem Stadio Olimpico.
19.10.2020
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Das BVB-Abschlusstraining im Stadio Olimpico.© imago images/Revierfoto
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Das BVB-Abschlusstraining im Stadio Olimpico.© imago images/Revierfoto
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Das BVB-Abschlusstraining im Stadio Olimpico.© imago images/Revierfoto
Das BVB-Abschlusstraining im Stadio Olimpico.© imago images/Revierfoto

Denn zu den Fakten gehört auch: Lazio schaffte es in den vergangenen fünf Jahren bestenfalls ins Viertelfinale der Europa League, nur sieben Akteure aus dem Kader haben überhaupt Champions-League-Erfahrung. Hummels, Witsel oder Lukasz Piszczek haben alleine mehr Königsklassen-Spiele auf dem Buckel als alle römischen Feldspieler zusammen.

Ex-BVB-Stürmer Immobile erzielt für Lazio 37 Tore in 38 Spielen

„Bei ihnen sticht sicher Ciro Immobile heraus“, sagte Kehl. Der Torjäger hat die Römer mit 37 Toren in 38 Spielen in der Serie A quasi im Alleingang in die Champions League geschossen. An sein unglückliches einjähriges Engagement in Westfalen in der Spielzeit 2014/15 erinnert der schnörkellose Mittelstürmer überhaupt nicht mehr, aufgrund seiner herausragenden Trefferquote (0,73 Treffer pro Partie) ist er so etwas wie Haalands Pendant bei Lazio. Auf dessen Liste der Top-Torjäger hat es Immobile aber noch nicht geschafft. Das kann gerne so bleiben, werden sie in Dortmund sagen.

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Die Voraussetzungen sind trotz der vielen Ausfälle in der Abwehr (Can, Akanji, Zagadou, Schulz, Schmelzer) nicht schlechter geworden, denn Lukasz Piszczek mischte trotz seiner Augenverletzung beim Abschlusstraining mit. „Wir müssen abwarten, wie es bei ihm läuft“, sagte Trainer Lucien Favre zwar noch zurückhaltend, „sonst werden wir kreativ sein und eine Lösung finden.“ Die Chancen stehen allerdings gut, dass der polnische Oldie an der Seite von Hummels und Aushilfe Thomas Delaney auflaufen und die Römer um Immobile, Europas Torjäger des Jahres, stoppen kann.

Stürmer unter sich: Immobile warnt vor Haaland

Italiens Topstürmer hat übrigens zugegeben, dass er genau auf seinen Dortmunder Kontrahenten Haaland achtet. „Ich muss sagen, dass ich angefangen habe, ihn ein wenig zu verfolgen und ich denke, dass er das richtig gut macht. Er muss das natürlich kontinuierlich zeigen. Aber er hat eine sehr gute letzte Saison gespielt und macht jetzt da weiter, wo er aufgehört hat“, sagte der Ex-Borusse. „Es wird sehr schwer, ihn zu kontrollieren - da müssen wir auf der Hut sein.“

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