Leihgeschäft mit Kaufverpflichtung: Emre Can vollendet das BVB-Puzzle

Borussia Dortmund

Das BVB-Puzzle ist komplett: Mit dem Transfer von Nationalspieler Emre Can untermauert Borussia Dortmund seine Ambitionen für die Rückrunde.

Dortmund

, 31.01.2020, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Emre Can läuft für den BVB mit der Rückennummer 27 auf.

Emre Can läuft für den BVB mit der Rückennummer 27 auf. © Borussia Dortmund

Um 11.23 Uhr war spätestens klar, dass der BVB am „Deadline Day“, wie der letzte Tag einer jeden Transferperiode heutzutage genannt wird, noch einmal personell nachlegen würde. Emre Can fuhr in diesem Moment am Dortmunder Knappschaftskrankenhaus vor, um den Medizincheck zu absolvieren. Eine Überraschung war das nach den Entwicklungen der vergangenen Tage nicht mehr. Die offizielle Bestätigung folgte dann am Abend.

BVB wird für Can rund 25 Millionen Euro an Turin überweisen

Die Eckdaten des Deals: Borussia Dortmund leiht Can zunächst für ein halbes Jahr von Juventus Turin aus, im Sommer greift dann eine Kaufverpflichtung - und der Nationalspieler unterschreibt in Dortmund einen Vierjahresvertrag, der bis zum 30. Juni 2024 datiert ist. Der BVB überweist für die 26-jährige Defensiv-Allzweckwaffe, die in Dortmund vor allem in der Innenverteidigung eingeplant ist, nach Informationen dieser Redaktion letzten Endes rund 25 Millionen Euro an den italienischen Serienmeister.

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Can wird in Dortmund rund neun Millionen Euro brutto jährlich verdienen. Viel Geld freilich, dennoch nimmt Can im Vergleich zu seiner Zeit in Turin deutliche Gehaltseinbußen in Kauf, um nach einer enttäuschenden Hinrunde bei der „Alten Dame“ wieder häufiger auf dem Platz stehen zu dürfen. Can verdiente bei Juventus dem Vernehmen nach 14 Millionen Euro pro Jahr.

BVB-Sportdirektor Zorc lobt Can für seine Physis

„In Emre Can bekommen wir einen deutschen Nationalspieler, der systemübergreifend auf mehreren Positionen sowohl in der Abwehr als auch im zentralen Mittelfeld einsetzbar ist. Einen Spieler, der neben seiner Technik auch seine Physis einbringt und über einen ausgeprägten Siegeswillen verfügt“, erklärte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Can selbst, in Dortmund zukünftig mit der Trikotnummer 27 unterwegs, gab zu Protokoll, er glaube, Borussia Dortmund habe großes Potenzial und könne Titel gewinnen. „Ich bin überzeugt, dass ich der Mannschaft dabei helfen kann.“ Am Samstag gegen Union Berlin (15.30 Uhr, live auf Sky) noch nicht, aber vielleicht schon am kommenden Dienstag im DFB-Pokal bei Werder Bremen.

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Auch auf der Abgabeseite hielt der „Deadline Day“ noch einen Transfer mit BVB-Beteiligung bereit. Jacob Bruun Larsen, zuletzt in der Hierachie der Dortmunder Offensivabteilung immer weiter abgerutscht, wechselte auf den letzten Drücker zur TSG Hoffenheim - und spülte nach den Abgängen von Julian Weigl, der Ende Dezember für 20 Millionen Euro zu Benfica Lissabon transferiert worden war, und Paco Alcacer, der am Donnerstag für rund 30 Millionen Euro nach Spanien zum FC Villarreal „geflüchtet“ war, noch eine dritte dicke Ablösesumme in die BVB-Kasse. Für den 21-jährigen Dänen fließen zehn Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen aus dem Kraichgau ins Ruhrgebiet. Bruun Larsen unterschrieb am Freitag einen Vertrag bis 2024 in Hoffenheim.

Beim BVB rückt das Sportliche wieder in den Mittelpunkt

Nach der Pokerpartie auf dem Transfermarkt wartet nun eine wichtige Fußballpartie auf dem Rasen. Der BVB will und muss im Heimspiel gegen Union Berlin (15.30 Uhr, live auf Sky) die Punkte sieben, acht und neun in diesem Jahr einfahren, um an der Tabellenspitze weiter in Schlagdistanz zum Spitzentrio RB Leipzig, Bayern München und Borussia Mönchengladbach zu bleiben. Aktuell rangiert Borussia Dortmund vier Punkte hinter Spitzenreiter Leipzig, drei Zähler wurden am vergangenen Wochenende aufgeholt - und natürlich weiß auch beim BVB jeder, dass der Tabellenführer an diesem Wochenende gegen den Tabellendritten aus Gladbach vor einer schwierigen Aufgabe steht und womöglich die Chance winkt, sich in der Tabelle weiter an die Spitze heranzupirschen.

Zumindest die personellen Vorzeichen stehen gut, dass es für den BVB dieses Mal gegen Union besser laufen wird als im vergangenen August. Im Hinspiel setzte es für Schwarzgelb beim 1:3 in der Alten Försterei den ersten Rückschlag in einer durchwachsenen Hinrunde. Bis auf Thomas Delaney (Aufbautraining nach Knieproblemen) stehen Favre alle Spieler zur Verfügung.

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