Leitner: "Wir zeigen den BVB-Stil"

Das Interview

In der Champions-League-Partie gegen Piräus lag Moritz Leitner (18) von Krämpfen geplagt auf dem Boden. Aber längst hat sich der Mittelfeldspieler an das hohe Tempo des Tabellenführers Borussia Dortmund gewöhnt. Im Interview spricht er über sein Erlebnis auf dem Zaun, seine Eingewöhnungszeit und verrückte Typen aus Mönchengladbach.

DORTMUND

von Von Thomas Schulzke

, 30.11.2011, 22:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Der Einsatz von Moritz Leitner gegen Marseille ist fraglich.

Der Einsatz von Moritz Leitner gegen Marseille ist fraglich.

So viele Highlights hatte ich ja noch nicht in meiner jungen Karriere. Eins ist klar: Das waren die geilsten Spiele, die ich je erlebt habe. Ich als Münchner schlage die Bayern, spiele in der Champions League gegen den Topklub Arsenal und bin dabei, wenn wir die Fans mit einem Derbysieg glücklich machen.

Es läuft alles optimal für mich, besser geht es nicht. Ich habe mich von Anfang an hier wohl gefühlt. Der Trainerstab hat mich in kürzester Zeit weiterentwickelt. Und genau das war auch mein Ziel. Deshalb bin ich nach Dortmund gekommen.

Gerechnet? Nein. Gehofft? Ja. Es ist für einen 18-Jährigen beim Deutschen Meister halt etwas schwieriger, in die Mannschaft hineinzukommen. Jetzt bin ich einfach nur froh, so oft auf dem Platz zu stehen. Mir ist aber klar, dass ich mich in einer Lernphase befinde. Ich muss mich immer weiterentwickeln. Ausruhen gibt es nicht.

Das ganze Umfeld hier macht es einem doch leicht. Die Truppe baut einen immer auf und hilft einem. Mario Götze hat mir damals sofort eine SMS geschickt, als klar war, dass ich nach Dortmund wechsle. Er hat mir gleich angeboten, mir zu helfen, wenn ich irgendwelche Probleme hätte. Jetzt wo ich hier bin, verstehe ich mich sehr gut mit Mario und Mats Hummels. Das sind überragende Typen. Aber auch Roman Weidenfeller und Sebastian Kehl kommen immer wieder auf mich zu. Und wenn wir ins Stadion einlaufen und ich die Fans höre, pusht mich das ungemein.

Dortmund ist natürlich etwas ganz anderes als München. Aber ich fühle mich hier pudelwohl, habe eine tolle Wohnung und einige neue Freunde gefunden. Was will ich mehr?

Hier ist alles mindestens eine Nummer größer. Das Stadion, das Trainerteam, die Trainingsanlage. Und der ganz große Unterschied zu meinen Ex-Klubs Augsburg und 1860 München ist das hohe Tempo und das Umschaltverhalten.

Auf jeden Fall. So habe ich noch nie trainiert. Jetzt muss ich aber sagen, dass mir die hammerharte Vorbereitung geholfen hat, ich fühle mich richtig fit.

Ich fühl mich richtig gut auf der Doppelsechs. Weil ich sehr offensivdenkend bin, passt Sebastian Kehl schon auf mich auf. Wenn er mir sagt, ich soll mich etwas beruhigen, mach ich das natürlich. Mats Hummels oder Marcel Schmelzer holen mich auch schon einmal zurück.

Deren Geheimrezept wird uns unser Trainer schon verdeutlichen. Da bin ich mir sicher. Und wir werden alles dafür tun, um die drei Punkte mitzunehmen.

Wir zeigen einfach wieder den echten BVB-Stil. Wir stehen in der Defensive überragend gut und sind nach vorne immer gefährlich. Ja, das ist der BVB-Stil.

Mit Marc-André ter Stegen, Tony Jantschke und Patrick Herrmann habe ich schon in der Jugendnationalmannschaft gespielt.

Marc ist Torwart. Und Torwart ist Torwart. Da muss man nicht viel sagen. Herrmann ist ein lustiger, und Jantschke ein verrückter Typ. Das sind einfach ganz normale Fußballer.  

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