Erleichterung beim BVB: Der Bundesliga-Neustart ist perfekt

News-Ticker

Nach intensiven Diskussionen gibt die Bundesregierung Grünes Licht für den Neustart der Bundesliga. Beim BVB herrscht Erleichterung. Unser Ticker zum Nachlesen.

Dortmund

, 06.05.2020, 09:20 Uhr / Lesedauer: 7 min
Im Signal Iduna Park wird im Mai wieder der Ball rollen - allerdingsohne Zuschauer.

Im Signal Iduna Park wird im Mai wieder der Ball rollen - allerdingsohne Zuschauer. © picture alliance/dpa

16.29 Uhr: Statement von DFL-Chef Christian Seifert

„Die heutige Entscheidung ist eine gute Nachricht für die Bundesliga und die 2. Bundesliga. Sie ist verbunden mit einer großen Verantwortung für die Clubs und ihre Angestellten, die medizinischen und organisatorischen Vorgaben diszipliniert umzusetzen. Spiele ohne Stadion-Zuschauer sind für niemanden eine ideale Lösung. Es ist in einer für einige Clubs existenzbedrohenden Krise allerdings die einzige Möglichkeit, den Fortbestand der Ligen in ihrer jetzigen Form zu bewahren. Mein Dank gilt an diesem Tag den politischen Entscheidungsträgern aus Bund und Ländern für ihr Vertrauen“, sagt DFL-Geschäftsführer Chrisitan Seifert.


16.04 Uhr: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nimmt Stellung

„Wir sind sehr froh darüber, dass sich die Menschen in Deutschland - und regional betrachtet die Menschen in Dortmund und Umgebung - in den vergangenen Wochen so großartig verhalten haben, dass sich eine Ausbreitung der Pandemie zumindest in Grenzen gehalten hat. Nur weil die Bevölkerung ungemein diszipliniert war, können wir jetzt sukzessive und in kleinen Schritten zu einer anderen Form der Normalität übergehen“, sagt BVB-Boss Hans Joachim Watzke.

15.53 Uhr: „Insgesamt ist das für mich ein ausgewogener Beschluss“, so Angela Merkel.



15.50 Uhr:
„Die 1. und 2. Bundesliga darf ab der zweiten Mai-Hälfte unter den genehmigten und getesteten Regeln wieder spielen“, erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel.


15.46 Uhr:
Bundeskanzlerin Merkel weist darauf hin, dass „besondere Maßnahmen“ auch wieder eingesetzt werden können, falls sich die Lage wieder verschlechtert. Damit hat auch die Bundesliga keinen Freifahrtschein.

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15.43 Uhr, Angela Merkel: „Wir haben sehr lange darüber diskutiert, was die Dinge sind, die weiter gelten. Das ist das Mindestabstand und der Mund-Nasen-Schutz. Und wir haben darüber gesprochen, dass die Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juni weiter gelten.“


15.42: Grünes Licht für Bundesliga - Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel:
„Ich möchte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesundheitsämter danken. Wir haben das Ziel, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, erreicht.“


15.04 Uhr: Politik erlaubt Bundesliga-Geisterspiele ab Mitte Mai

Die Fußball-Bundesliga darf die derzeit wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen fortsetzen. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.


14.59 Uhr: Grünes Licht für eine Wiederaufnahme der Bundesliga?

Wie die „Bild“ berichtet, soll die Regierung Grünes Licht für eine Wiederaufnahme der Bundesliga gegeben haben. „Die Bundesliga soll in der zweiten Maihälfte wieder starten. Die Liga entscheidet selbst über den genauen Termin“, heißt es in dem Bericht.


14.28 Uhr: Bund und Länder erlauben wieder Training im Freizeitsport

Bund und Länder wollen den Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlauben. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Nach Wochen des Stillstands durch die Corona-Pandemie darf sportartenspezifisch nach bestimmten, coronabedingten Regeln trainiert werden. Dies ist eine erfreuliche Nachricht für die rund 27 Millionen in Vereinen organisierten Menschen. Als Bedingungen für den Neustart im Breitensport werden unter anderem genannt, dass eine ausreichende Distanz von 1,5 bis 2 Metern gewährleistet und der Sport kontaktfrei ausgeübt wird. Außerdem müssen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, eingehalten werden.

Für die einzelnen Sportarten und Disziplinen haben zudem die Spitzenverbände des Deutschen Sportbundes Konzepte mit Übergangsregeln für ihre Sportarten entwickelt, die dem noch besseren Schutz vor Coronavirus-Infizierungen dienen sollen. Für Mannschaftssportarten beginnt die Wiederaufnahme des Trainings zunächst mit Individualtraining.


13.36 Uhr: SPD-Politiker Kutschaty fordert Umdenken im Profi-Fußball

Thomas Kutschaty, Fraktionsvorsitzender der SPD in NRW, hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) in einem Offenen Brief zum Umdenken aufgefordert. „Die Rückkehr zur vermeintlichen Normalität des Geschäfts wäre ein falsches, ein fatales Zeichen“, kommentierte der Politiker am Mittwoch in einem an den DFL-Chef Christian Seifert adressierten Schreiben mit Bezug auf die in der Corona-Krise gesunkene Akzeptanz für den Profi-Fußball.

Kutschaty begrüßte den Vorschlag von Seifert, die Einführung des sogenannten Salary Caps voranzutreiben: „Eine solche Begrenzung von Beraterhonoraren, Ablösesummen und Spielergehältern ist jetzt die richtige Maßnahme, um den immer größer werdenden Absurditäten des Geschäfts entgegenzutreten. Damit ließe sich dafür sorgen, dass die Freude in die Stadien wirklich zurückkehren kann.“

Der Oppositionsführer im NRW-Landtag regte eine „Selbstverpflichtung der europäischen Ligen“ an. Dabei könnte die Bundesliga „mit einem eigenen Regelwerk vorangehen und die Grenzen der Unvernunft im Spannungsverhältnis von Sport und Wirtschaft vorbildlich aufzeigen“. Sollte es bei „einzelnen Verbänden oder bei Vereinen Widerstand geben“, könne die Politik „einen Vermittlungsrahmen schaffen“.

Die Sozialdemokratie habe „sich in den vergangenen Jahren immer wieder für eine gesetzliche Regelung von Maß und Mitte bei Spitzenvergütungen stark gemacht. Eine steuerliche Abzugsbeschränkung für unangemessene Gehälter, Honorare und Spielerablösen wäre dafür ein denkbarer Einstieg“, schrieb Kutschaty.


13.11 Uhr: Die zentralen Punkte des DFL-Hygienekonzepts für die Bundesliga

Seit über sieben Wochen ruht in der Fußball-Bundesliga wegen der Coronavirus-Pandemie der Spielbetrieb. Eine Taskforce unter der Leitung von Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer hat ein Sicherheits- und Hygienekonzept erstellt, mit dem die Bundesliga ihre Saison mit Geisterspielen beenden soll.


Die Eckpunkte des DFL-Hygienekonzepts:

  • Engmaschige und regelmäßige Testung der Spieler, die in der Vorwoche begonnen hat. Vor der Wiederaufnahme des Teamtrainings soll jeder Verein seine Spieler mindestens zweimal getestet haben, um neue Ansteckungen zu verhindern. Zwei negative Tests sind für Spieler Voraussetzung, um in den Trainingsbetrieb zurückkehren zu können. - auch Kontaktpersonen der Profis sollen freiwillig in größeren zeitlichen Abständen getestet werden. Alternativ können Personen, die dies nicht wollen, schriftlich jeden Kontakt dokumentieren.

  • Wenn ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss nicht automatisch die ganze Mannschaft in Quarantäne. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen (Dauertestung) könnten Spieler und Betreuer in die Kategorie II (geringeres Infektionsrisiko) eingeordnet werden, die „optional anzuwendende informatorische und kontaktreduzierende Maßnahmen“ statt einer Gruppenquarantäne zur Folge hat. Die lokalen Gesundheitsämter entscheiden darüber.

  • Rund um die Stadien sollen sich bei Spielen noch etwa 300 Personen befinden. Diese sollen etwa gleichmäßig auf die drei Zonen Innenraum, Tribüne und Stadiongelände verteilt werden.

  • Die Aufenthalte in den Kabinen sollen auf ein Minimum reduziert werden. Rituale wie das gemeinsame Einlaufen, Maskottchen oder Mannschaftsfotos entfallen.

  • Alle Anwesenden - aktive Spieler und Schiedsrichter ausgenommen - sind im Stadion verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Spielbälle sollen vor und während des Spiels desinfiziert werden.

  • Spieler werden angehalten, sich in eine Quasi-Quarantäne zu begeben. Es sollen unter anderem keine Kontakte zur Nachbarschaft mehr geben, keine Besuche empfangen und keine öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden. Positive Corona-Fälle sollen nicht automatisch an die Presse gemeldet werden, da „Krankheitsverifizierung sowie die klare Dokumentation der vermutlichen Übertragungswege im Vordergrund stehen“.

  • Die DFL rät den Klubs, für einen „ausreichend großen Kader“ für das Saisonfinale zu sorgen.


12.35 Uhr: Beschlussvorlage offenbar geändert - Grünes Licht für die Bundesliga?

Ein möglicher Termin ist in der der dpa in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes nicht genannt. Dort heißt es in einer am Mittwochmorgen aktualisierten Version: „Dem Beginn des Spielbetriebs muss, wie in dem geprüften Konzept vorgesehen, eine Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen.“ In einer ersten Fassung lautete die Formulierung: „Dem Beginn des Spielbetriebs muss eine zweiwöchige Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen.“ Bislang galten als möglicher Re-Start der 15. oder der 22. Mai.

Nach Informationen von Sky Sport News HD könnte es schon um 13.30 Uhr eine Entscheidung gegeben. Bestätigt ist diese Uhrzeit allerdings noch nicht.


12.06 Uhr: Sportmediziner warnt vor möglichen Corona-Folgeschäden bei Sportlern
Während die Regierung gerade darüber berät, ob und wann die Bundesliga wieder starten kann, warnt der Sportmediziner Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) in einen Interview der ARD-„Sportschau“ vor fatalen Folgen für Profisportler.

„Ein Sportler sollte sich schon Gedanken darüber machen, dass eine Infektion das Karriereende sein kann“, sagte Professor Bloch, der am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der DSHS tätig ist. Auch bei jungen Menschen ohne Vorerkrankungen könne Covid-19 einen schweren Krankheitsverlauf nehmen. Die Gründe würden derzeit von der Wissenschaft noch untersucht.

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité habe laut Bloch schon Mitte März im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ auf die Gefahr hingewiesen, die mit dem üblichen Infektionsverlauf zusammenhänge: Zunächst vermehre sich das Virus im Rachen, erst dann in der Lunge. Dadurch habe das Immunsystem normalerweise Zeit für eine Reaktion, die Chancen auf einen milden Verlauf steigen. Im Gegensatz dazu sei es laut Drosten „denkbar, dass jemand sich nicht im Hals infiziert, sondern gleich eine hohe Dosis Virus aus der Luft einatmet in die Lunge, und dass die Infektion gleich in der Lunge losgeht“.

Bloch hält diese Überlegung für „sehr berechtigt“ und insbesondere für den Sport relevant. „Wenn man richtig am Schnaufen ist, erhöht sich der Gasaustausch um den Faktor 15 bis 20 - über die Atemfrequenz und dadurch, dass man 3,5 Liter Atemvolumen hat, Profisportler noch mehr. Das bedeutet, man atmet richtig tief in die Lunge hinein. Und dort ist direkt der Ort, an dem schwere Schädigungen stattfinden können.“

Mit Blick auf die Pläne für das Mannschaftstraining und den Spielbetrieb warnte Bloch: „Man muss schon den Sportler schützen. Gehe ich also das Risiko ein auf eine schwerwiegende Infektion mit Lungenbeteiligung und möglicherweise dem Karriereende? Dieses ist ja zumindest nicht auszuschließen.“


09.43 Uhr: Lauterbach übt erneut Kritik am Bundesliga-Neustart

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat wiederholt Kritik am Neustart der Bundesliga geübt. Bei Twitter schrieb der 57-Jährige am Mittwochmorgen: „Ein klares Durchgreifen wäre es, die Bundesliga mit diesem Konzept nicht starten zu lassen. Weil die Spiele einen weiteren Beitrag dazu leisten würden, nach einer Phase der Disziplin zum Leichtsinn zurückzukehren, wenn wir Leichtsinn beim Fussball erlauben.“

09.23 Uhr: Watzke wünscht sich Start am 16. Mai

Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Politik wünscht sich BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga am 16. Mai. „Mein großer Wunsch wäre der 16. Mai, der würde uns wirklich in die Lage versetzen, die Saison vor dem 30. Juni ordentlich zu beenden, denn das müssen wir, weil wir ansonsten mit Regressverpflichtungen leben müssen, weil wir sonst Verhandlungen führen müssen“, sagte er gegenüber „RTL“. „Aber wir haben momentan allen Grund zur Demut und wir haben einfach nur den Wunsch, aber die Politik muss entscheiden, das ist klar.“

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Erneut wies Watzke darauf hin, dass der Fußball „keine Extrawurst“ wolle. „Es geht nicht so sehr nur darum, dass wir wieder unseren Sport treiben wollen, sondern der Sport ist unser Beruf. Wir möchten gerne wieder arbeiten“, betonte der 60-Jährige. Laut Watzke sehe man durch die Testungen, dass der eine oder andere Fall aufgespürt worden sei, „wo man nicht merken konnte, dass derjenige Corona hatte, weil er null Symptome hatte. Wir sind jetzt in dem Prozess, dass wir relativ sicher sind, dass, wenn die Bundesliga wieder startet, Gesunde gegen Gesunde spielen und das ist die ideale Voraussetzung.“


09.14 Uhr: Spahn fordert „klares Durchgreifen“ bei Verstößen gegen Corona-Regeln

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Falle einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga ein konsequentes Handeln bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen gefordert. „Wir haben in den letzten Tagen gesehen, bei dem einen oder anderen muss das Verständnis dafür, dass es hier um etwas geht, offensichtlich noch geweckt werden“, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Deswegen sei „ein klares Durchgreifen“ der Deutschen Fußball Liga und der einzelnen Teams „ganz, ganz wichtig“. Hertha-Profi Salomon Kalou hatte am Montag Szenen aus der Umkleidekabine mit seinem Handy gefilmt und bei Facebook live verbreitet, auf denen zu sehen war, wie er vielen Teamkollegen die Hand gab. Das widerspricht dem Hygienekonzept, das die DFL den Vereinen vorschreibt, um die Saison fortsetzen zu können.

Die geplante Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen verteidigte Spahn wenige Stunden vor den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder. Es sei wichtig, dem Profisport „insgesamt eine Perspektive zu geben, auch dort geht es um wirtschaftliche Fragen“, sagte Spahn im ZDF und ergänzte: „Aber mein Eindruck ist, auch viele Millionen Fans in Deutschland fragen natürlich, wann es dort wieder losgehen kann.

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09.08 Uhr: Bund will grünes Licht für Profifußball geben

Die Fußball-Bundesliga könnte bald wieder loslegen und ihre Saison mit Spielen ohne Publikum ab Mitte Mai wieder aufnehmen. Der Bund will dem deutschen Profifußball nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur grünes Licht für die Wiederaufnahme des seit Mitte März wegen der Corona-Krise ausgesetzten Spielbetriebes in der 1. und 2. Bundesliga geben. „Dem Beginn des Spielbetriebs muss eine zweiwöchige Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen“, heißt es in der in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder an diesem Mittwoch. Als voraussichtlicher Termin für den Beginn der Geisterspiele ohne Zuschauer gilt der 15. oder der 21. Mai - ein genauer Termin ist in der Beschlussvorlage offen gelassen.

Mit dpa-Material

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