Löwe: "Ehrfurcht ist fehl am Platz"

Das Interview

Vor einem halben Jahr kickte Chris Löwe (22) noch im Stadion an der Gellertstraße, das maximal 18 000 Zuschauer fasst. Er spielte in der Regionalliga beim Chemnitzer FC, der von der großen Fußballwelt so weit entfernt ist wie Löwes Heimatstadt in Sachsen von seinem jetzigen Wohnort Dortmund. Samstag steht der Linksverteidiger vor seinem siebten Bundesligaspiel.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 18.11.2011, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Chris Löwe trifft Samstag auf Thomas Müller: »Mein Ziel ist es, ihm Probleme zu bereiten.«

Chris Löwe trifft Samstag auf Thomas Müller: »Mein Ziel ist es, ihm Probleme zu bereiten.«

Es ist insgesamt ein Highlight in meiner Karriere. Gegen einen solchen Gegner habe ich noch nie gespielt, gegen Spieler mit dieser herausragenden Klasse auch noch nicht.

Ehrfurcht ist in der Bundesliga fehl am Platz, Respekt sollte man vor jedem Gegner haben. Es ist eine große Vorfreude da. Ich versuche, die Sache ruhig anzugehen. Falls ich spielen sollte, ist es mein Ziel, meinem Gegenspieler die größtmöglichen Probleme zu bereiten.

Die Bayern sind mit Ribery links und Müller oder Robben rechts auf beiden Außenbahnen exzellent besetzt. Daher wird es darauf ankommen, dass bei uns beide Außenspieler im Mittelfeld auch defensiv mitarbeiten und mit uns Außen in der Viererkette harmonieren. Gegen Ribery, Robben oder Müller ins Eins-gegen-Eins zu müssen, bedeutet Schwerstarbeit. Dann könnte es gefährlich werden.

Es wäre übertrieben zu sagen, dass auch die Bayern nur mit Wasser kochen. Sie haben überragende Qualität im Kader, das ist Fakt. Aber ich bin überzeugt, dass wir Mittel haben, um sie in ihrem Spiel zu stören und Mittel, unser eigenes Spiel aufzuziehen. Auch wir haben großes Potenzial.

Mir geht es wie Felipe Santana. Natürlich wollen wir beide möglichst immer spielen. Ich fühle mich als vollwertiges Kader-Mitglied und habe den Sprung tatsächlich sehr schnell geschafft. Doch Schmelle ist aktueller Nationalspieler. Für mich ist es normal, dass er gesetzt ist. Wenn er dann nicht spielen kann, bin ich da, um die Lücke zu füllen. Und ich denke, dass der Trainer sich bisher darauf verlassen konnte, dass ich das auch gut mache.

Ich glaube, dass es ein richtiges Top-Spiel wird. Weil wir nicht nur dahinfahren, um dabei zu sein. Wir wollen Zählbares mitnehmen.  

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