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Lucien Favre lobt BVB-Profis: „Jeder hat den Ernst der Lage erkannt“

Borussia Dortmund

BVB-Trainer Lucien Favre lobt die Haltung seiner Spieler während der Coronavirus-Pandemie. Die Probleme des Profi-Fußballs bewertet der Schweizer als relativ harmlos.

Dortmund

, 06.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
BVB-Trainer Lucien Favre muss seine Spieler in den kommenden Wochen auf einen Kaltstart vorbereiten.

BVB-Trainer Lucien Favre muss seine Spieler in den kommenden Wochen auf einen Kaltstart vorbereiten. © imago / Noah Wedel

Mit der Rückkehr auf den Trainingsplatz in Kleingruppen haben die Profis von Borussia Dortmund am Montag einen Schritt zurück in den Alltag vollzogen. „Wir arbeiten auf vier Plätzen unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften. Geduscht wird zu Hause“, sagte Favre gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

BVB-Trainer Favre lobt die Haltung seiner Spieler

Der Schweizer lobte die Haltung seiner Spieler: „Sie machen sehr gut mit. Man muss die Richtlinien akzeptieren. Jeder sollte vernünftig und diszipliniert sein.“ Favre steht vor der Herkulesaufgabe, seine Mannschaft auf einen Kaltstart für die verbleibenden neun Bundesliga-Spiele vorzubereiten. „Es könnte sogar sein, dass wir jeden dritten Tag spielen.“

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Es sei „unglaublich, was alles passiert.“ Die Probleme des Profi-Fußballs bewertet der 62-Jährige dabei als relativ harmlos. „Wenn ich die Probleme der Italiener, Spanier und Amerikaner sehe, wenn ich an Indien denke, dann relativiert sich sehr viel.“ Er habe größten Respekt vor den Angestellten der Krankenhäuser, „die sich Tag und Nacht für uns alle aufopfern“.

BVB-Trainer Favre spricht über humanitäre Tragödie auf Lesbos

Angst vor einer Covid-19-Infektion hat der Dortmunder Coach nicht. „Wegen mir muss sich niemand Sorgen machen. Aber klar, meine Frau und ich passen auf. Wir bleiben so oft wie möglich in unserer Wohnung.“

Favre erinnerte zudem an das Leid der Flüchtlinge, das angesichts der Krise in Vergessenheit geraten sei. „Ich muss mit Ihnen darüber sprechen. Vergessen wir trotz Corona-Krise nicht, was seit Wochen auf der griechischen Insel Lesbos passiert: eine humanitäre Tragödie. Verlassene Flüchtlingskinder, Geschwächte, die dringend mehr Hilfe benötigen.“

Mit dpa-Material

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