Bei Manuel Akanji ziehen sich die Hüftprobleme seit Monaten hin. Jetzt sollen Spezialisten Klarheit schaffen. Den Verteidiger Leonardo Balerdi aus Argentinien hat der BVB im Visier.

Marbella

, 05.01.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Oktober musste Manuel Akanji (23) die erste Zwangspause einlegen. Keine Einsätze in der Schweizer Nationalmannschaft, drei Wochen fiel er für den BVB aus. Eine „Belastungsreaktion in der Hüfte“ lautete damals die grobe Diagnose. Erste Empfehlung: Ruhe.

Weiterhin Schmerzen an der Hüfte

Anfang November kehrte Borussia Dortmunds Abwehrchef auf den Platz zurück bei den Siegen in Wolfsburg und gegen den FC Bayern München. Danach erklärte er auf Nachfrage, dass die Symptome noch nicht verschwunden seien, aber er fühle sich wieder gut. „Auf dem Platz kann ich auch ohne Schmerzen spielen. Es sind dann eher die Tage danach, die etwas schwierig sind, wenn man die Belastung spürt“, verriet der Schweizer. Wichtig seien Regeneration und Pflege.

In den folgenden Wochen schien diese Rechnung aufzugehen. Erst im Bundesliga-Spiel bei Fortuna Düsseldorf am 18. Dezember (1:2) stoppte den 1,86 Meter großen Abwehrschrank ein Muskelfaserriss im Adduktorenbereich, schon zur Halbzeit war Schluss für Akanji. Der Faserriss ist inzwischen auskuriert, doch erneut tauchen die Schmerzen an der Hüfte auf.

Kein Risiko eingehen

Daher ist erneut Schonung das oberste Gebot und zugleich guter Rat wertvoll. Bei gleich mehreren Spezialisten in der Schweiz und in Deutschland soll sich Akanji Empfehlungen für die richtige Vorgehensweise mit seiner Symptomatik einholen. Riskieren will er nichts, im besten Fall kann er in den nächsten Wochen wieder ins Training einsteigen. Im schlimmsten Szenario droht ihm eine Operation und eine wochenlange Pause.

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Akanji zählt nach Marco Reus und Axel Witsel zu den Feldspielern, die der BVB dauerhaft am schwersten ersetzen könnte. Als eine weitere Option hat der BVB argentinischen Medienberichten zufolge ein offizielles Angebot für Innenverteidiger Leonardo Balerdi (19) von Boca Juniors abgegeben. Bei der Borussia heißt es immerhin, man kenne den Spieler. Ob und wie schnell er verpflichtet werden kann, wird man sehen. So oder so wäre Balerdi eher ein Transfer als Vorausgriff, ein direkter Ersatz für Akanji kann er noch nicht sein.

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