Manuel Friedrich: "Ich freue mich auf die Zeit bis zum Sommer"

Das Interview

Heute trifft Dortmunds Neuverpflichtung Manuel Friedrich auf seinen Ex-Klub Mainz 05. In einer Medienrunde stellte sich der Innenverteidiger vorab den Fragen der Presse - und sprach dort unter anderem über Klopps Halsschlagader und die Rückkehr in seine alte Heimat.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 30.11.2013, 09:01 Uhr / Lesedauer: 3 min
Manuel Friedrich kehrt zu seinem altem Klub zurück.

Manuel Friedrich kehrt zu seinem altem Klub zurück.

Sie treten aktuell sehr selbstbewusst auf und sind eine sehr gefährliche Mannschaft. Sie haben offensiv ihre Qualitäten, defensiv sind sie schwer zu knacken. Wir müssen uns darauf einstellen, um eine Chance auf den Sieg zu haben.

Es ist schwer, das in Prozenten auszudrücken. Jeder, der mal eine längere Zeit nicht im Mannschaftstraining war und keine Pflichtspielpraxis sammeln konnte, weiß, wie sich das momentan für mich anfühlt. Aber es wird von Tag zu Tag besser. Ich sehe da eigentlich keine Probleme.

Ich bin ein selbstkritischer Mensch, das war ich schon immer. Es gab in meiner Karriere nicht viele Spiele, in denen ich mich über alles gefreut habe und dachte: Mensch, super, alles perfekt gelaufen. Ich bin nun mal so, das weiß auch Kloppo. Deshalb hat er nach meinem Interview auch direkt gefragt, ob ich sie noch alle hätte.

Klar, wenn man die Voraussetzungen berücksichtigt, war es kein einfaches Spiel. Ich hätte trotzdem gerne mehr geholfen. Aber ich weiß letztlich auch, wie ich meine Leistung bewerten muss. Ich kann auch immer mehr helfen.

Super. Wir haben uns ja schon immer gut verstanden. Als ich damals in Mainz in die Profi-Mannschaft wechseln durfte, war er sofort mein Ansprechpartner. Er ist mein Freund geworden, ich konnte immer zu ihm gehen, wenn etwas war. Daran hat sich auch während seiner Trainerlaufbahn nichts geändert. Der Kontakt ist nie abgerissen, auch wenn ich auf dem Handy nur schwer zu erreichen bin, weil ich es nicht immer bei mir habe. (lacht) Dass ich jetzt noch mal unter ihm trainieren darf, hätte ich nie gedacht. Das ist eine supergeniale Sache. Ich freue mich auf die Zeit bis zum Sommer, denn es macht richtig Spaß.

Nein, er ist heute noch so wie er schon damals als Spieler war. Manchmal hat er eine Halsschlagader, das ist immer sehr lustig.

Körperlich habe ich gar keine Probleme, das überrascht mich selbst. Ich habe mich ja die ganze Zeit durch Joggen fitgehalten. Damit schafft man es anscheinend, die Grundlagenausdauer zu behalten. Problematisch waren am Anfang die Spritzigkeit und die Antizipation in gewissen Situationen. Da stand ich richtig, wusste auch, was ich tun muss, aber der Befehl kam zu langsam im Fuß an. Das ist blöd, wird aber recht schnell besser. So etwas geht aber nur durch Spielformen. Da kann ich im Park so oft joggen gehen wie ich will und dabei aussehen wie ein Irrer. Aber ich merke, dass ich auch im Alter noch entwicklungsfähig bin.

Durch Reden schafft man das, ja. Jedes Wort hilft, denn im Spiel ist Kommunikation das A und O. Ich denke, dass wir hinten so erfahren sind, dass es automatisch besser wird. Es gab an unserem Zusammenspiel gegen die Bayern ja auch nicht viel zu meckern. Wir sind beide erwachsen und nicht schüchtern. Wir kriegen das hin.

Mein Eindruck war, dass auch vor dem Spiel schon sehr nüchtern mit der Situation umgegangen wurde. Es war keine Panik ausgebrochen, niemand hat an sich gezweifelt. Das wäre auch Unfug gewesen. Wir haben eine richtig gute Mannschaft. Aber es gibt im Fußball immer Phasen, in denen es einfach nicht laufen will. Da darf man sich dann nicht selbst zerfleischen. Nach dem Neapel-Spiel hat man aber natürlich gemerkt, dass die Erleichterung sehr groß war. Der Druck war da, deshalb waren die drei Punkte immens wichtig.

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