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Marcel Schmelzer: "Wir stehen komplett hinter Nuri"

Das BVB-Interview

Die große Kabinensause nach dem DFB-Pokalsieg musste mal wieder ohne Marcel Schmelzer stattfinden. Der BVB-Kapitän verpasste - wie 2012 - die ersten Momente mit dem Team, weil er zur Dopingprobe musste. Anschließend kündigte er in der Mixed Zone an, seinen Feier-Rückstand rasch aufzuholen - und erklärte mit deutlichen Worten, wie die Nicht-Nominierung von Nuri Sahin im Team angekommen war.

BERLIN

, 28.05.2017, 00:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für Marcel Schmelzer (r.) war das Pokalfinale bereits nach 45 Minuten beendet.

Für Marcel Schmelzer (r.) war das Pokalfinale bereits nach 45 Minuten beendet.

Marcel Schmelzer, im vierten Anlauf hat es endlich geklappt mit dem Gewinn des DFB-Pokals. Es war der erste Titel seit dem Double 2012. Wie war die Stimmung in der Kabine nach der Partie? Ich kann leider gar nicht viel dazu sagen, was in der Kabine los war, weil ich nach 2012 erneut zur coolen Dopingprobe musste. (lacht) Aber ich werde meinen Rückstand aufholen. Es war das letzte Spiel in dieser Saison. Wir werden jetzt ein paar Tage durchfeiern. Ich bin gespannt, wer da mit mir mitzieht. Wir müssen es genießen. 2012 ist verdammt lange her. Wir waren seitdem oft genug in Berlin. Jetzt gilt es, jeden Moment dieses wunderschönen Abends auszukosten.

Sie mussten zur Pause verletzt ausgewechselt werden, nachdem sie schon im Vorfeld angeschlagen waren. Haben Sie sich einen Faserriss zugezogen? Mindestens. Aber das war abzusehen vor dem Spiel. Mein Riesendank geht an unsere Reha-Trainer und unsere Physiotherapeuten, dass sie mich so hinbekommen haben, dass ich zumindest eine Hälfte lang spielen konnte. Dass etwas kaputt geht, wusste ich vorher. Das ist jetzt wirklich egal.

Die Medienvertreter hat es überrascht, dass Nuri Sahin nicht im Kader stand. Mich auch, ja. Mich hat es sehr geschockt. Ich verstehe es einfach nicht. Wenn ein Spieler wie Julian Weigl ausfällt, dann ist der Einzige, der das mindestens genauso gut kann, Nuri Sahin. Deshalb war ich sehr überrascht, dass er nicht gespielt hat und nicht mal im Kader war. Wir alle wissen, was er für Qualitäten hat. Die Erklärung, warum er nicht gespielt hat, muss der Trainer geben. Wir stehen komplett hinter Nuri. Er ist ein toller Mensch, ein toller Fußballer. Umso glücklicher sind wir, dass wir für ihn und für Marco Reus den Pokal endlich mal gewinnen konnten.

In der kommenden Woche wird es ein Zukunftsgespräch zwischen den Vereinsbossen und Trainer Thomas Tuchel geben. Welche Erwartungen haben Sie daran? Gar keine. Uns haben die Diskussionen in den vergangenen Wochen nicht gestört. Wir haben das komplett ausgeblendet und haben uns darauf konzentriert, unsere Ziele zu erreichen. Die Verantwortlichen sind erwachsen genug. Sie werden das klären und dann eine Entscheidung treffen. Wir feiern jetzt erst mal den Pokalsieg.

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