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Marco Reus setzt ein erstes Ausrufezeichen

BVB-Sieg in Gladbach

Wie oft in seinen Jahren bei Borussia Dortmund Marco Reus nun schon das wichtige 1:0 erzielt hat, in solchen Tiefen der Statistik ist Kapitän Mats Hummels nicht unterwegs. Unstrittig war, wie Hummels anmerkte, "dass das Tor herausragend gemacht war." Reus, der auch persönlich vor einem wichtigen Halbjahr steht, setzte nicht nur wegen seines Treffers ein erstes Ausrufezeichen.

MÖNCHENGLADBACH

, 23.01.2016, 22:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marco Reus setzt ein erstes Ausrufezeichen

Gute Laune bei Marco Reus (M.) nach dem BVB-Sieg in Mönchengladbach.

Zwei Mal zuvor hatte sich Reus nach flüssigen Kombinationen des BVB bis zur gegnerischen Außenlinie durchgespielt, zwei Mal passte er klug und flach in den Rücken der Gladbacher Abwehr. Das verschaffte der Borussia zwei relativ freie Schusspositionen, beide Male aber trafen Reus' Mitspieler die Kugel nicht richtig.

Trockener Abschluss

Als ihm Ilkay Gündogan mit einem perfekten Ball in die Schnittstelle die Kugel mustergültig in den Lauf legte, war es Reus leid. Trockener Abschluss mit rechts, unhaltbar für Gladbachs Torhüter Yann Sommer zischte die Kugel ins lange Eck. Das 1:0, meinte Gündogan später, sei „der Dosenöffner“ gewesen. „Die Szene hat seine außergewöhnlichen Qualitäten bewiesen.“

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Bundesliga, 18. Spieltag: Borussia M'gladbach - BVB 1:3 (0:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund.
23.01.2016
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Bilder der Partie Mönchengladbach gegen BVB.© Foto: DeFodi
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Reus' neunter Saisontreffer dürfte dem von Verletzungen geplagten Techniker weiter Auftrieb und Sicherheit geben. Ein Riss der Syndesmose kostete ihn die Teilnahme an der Weltmeisterschaft, als seine Kollegen in Rio feierten und den Pokal in den Himmel reckten, saß er mit Gips daheim. Das nagte an ihm, zumal die Verletzungen auch danach nicht ausblieben und er kaum einmal am Stück mehrere Wochen durchspielen konnte.

Noch ohne Titel

2016, das soll nun sein Jahr werden. Eine gute Rückrunde wolle er spielen, möglichst mit dem BVB in den Pokalwettbewerben das Finale erreichen, und dann in Frankreich bei der Europameisterschaft um den Titel mitspielen. Reus hat eine Menge vor, der Ehrgeiz und die Lust aufs Gewinnen ist größer denn je. Als einer der wenigen aus seiner Generation ist er noch ohne Titel. Das ist ein Makel, den Marco Reus nur zu gerne tilgen möchte.

Die Winterpause hat Reus nun genutzt. Er bewegt sich freier auf dem Rasen, es gab einige Spiele in der Hinrunde, da wirkte Reus gehemmt, da hatte es den Eindruck, als sei er gedanklich vor allem damit beschäftigt, sich nicht in Zweikämpfe zu verstricken, die ein gewisses Verletzungsrisiko bergen. Damit beraubte er sich seiner großen Stärke: dem ungezügelten Spieltrieb.

"Viel gearbeitet"

Von gehemmter Spielweise war in Gladbach nun nichts mehr zu sehen. „Marco hat viel gearbeitet in der Pause“, lobte sein Trainer, Thomas Tuchel sprach in der Pressekonferenz nach dem 3:1 gerne und eurphorisch von seiner Freude, mit Reus im täglichen Training arbeiten zu dürfen. Das hat Tuchel auch schon über Henrikh Mkhitaryan mehrfach gesagt, aber deshalb muss es ja nicht weniger stimmen.

Tuchel kündigte nach der Partie an, weiter behutsam mit seinem Juwel umgehen zu wollen. Zuletzt beschäftigte Reus eine Adduktorengeschichte, das ist eine sensible Zone für einen Spieler, der von seiner Dynamik, seinem Antritt und von schnellen Läufen lebt. „Wir haben ihn daher bewusst rausgenommen“, so Tuchel. Nur nichts riskieren, das ist das Credo.

Erst 27 Länderspiele

Bundestrainer Joachim Löw war am Samstagabend nicht im Gladbacher Stadion. Er dürfte aber im fernen Breisgau mit Wohlwollen registrieren, wie gut einer seiner wichtigsten Spieler mit Wucht aus der Winterpause gekommen ist.

Mit seinen 26 Jahren hat Marco Reus gerade einmal 27 Länderspiele in seiner Vita stehen. Mario Götze, während der gemeinsamen BVB-Zeit einer seiner besten Kumpels, ist drei Jahre jünger, hat aber 21 Länderspiele mehr bestritten.

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