Marco Reus sichert schwachem BVB einen Punkt

2:2 gegen Köln

Auch wenn es am Ende unbedeutend war: Dass Borussia Dortmund die Bundesliga-Saison mit einem enttäuschenden 2:2 (1:2) gegen den 1. FC Köln beendete, gefiel Trainer Thomas Tuchel nicht. Zum Ausklang der Spielzeit gelang es dem BVB über 90 Minuten nicht, die notwendige Spannung aufzubauen.

DORTMUND

, 14.05.2016, 17:24 Uhr / Lesedauer: 3 min
Marco Reus sichert schwachem BVB einen Punkt

Marco Reus traf per Freistoß zum 2:2.

Zudem profitierten die Kölner bei beiden Treffern von defensiven Abstimmungsproblemen und Fehlern der Borussia, die sich zudem gegen die gut organisierte Defensive der Kölner extrem schwer tat. So reichten Treffer von Gonzalo Castro (11.) und Marco Reus (70.) nicht zum 15. Heimsieg in der Liga in dieser Saison. Kölns Treffer erzielten Anthony Modeste (27.) und der Ex-Dortmunder Milos Jojic (44.).

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Bundesliga, 34. Spieltag: BVB - 1. FC Köln 2:2 (1:2)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln.
14.05.2016
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Bilder der Partie BVB gegen Köln.© Foto: DeFodi
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Statt Blumen für den Spieler gab es vor dem Anpfiff eine Videobotschaft des Chefs: Hans-Joachim Watzke bedankte sich bei den Fans für die Unterstützung in dieser Saison, er warb aber vor allem darum, die Verdienste von Mats Hummels in achteinhalb Jahren Dortmund nicht zu vergessen und sich auch zu vergegenwärtigen, dass man den scheidenden Kapitän im Pokalfinale noch brauche - der Appell nach einem fairen Umgang mit Hummels trug Früchte. In die Pfiffe aus der Ultra-Ecke der Südtribüne mischten sich aus dem weiten Rund viel Applaus.

Unterhaltsamer Abschied

Dass dort zwei Teams aufeinandertrafen, für die es um nichts (Köln) und erst in einer Woche (BVB) um etwas geht, das merkte man von der ersten Minute an. Nicht mit letzter Verbissenheit wurden da die Zweikämpfe geführt, doch im Spiel nach vorne ließen beide Mannschaften immerhin in einigen Szenen auch Kombinationsfreude aufblitzen, so dass es zumindest ein leidlich unterhaltsamer Abschied von dieser bemerkenswerten BVB-Saison wurde.

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Allerdings verliefen die ersten 45 Minuten zwar mit der erwarteten Dominanz der in ihren neuen Trikots auflaufenden Dortmunder, nicht aber mit dem passenden Pausenergebnis. Den Köln führte, weil die Domstädter zwei Nachlässigkeiten des BVB eiskalt ausnutzen.

Bender-Ballverlust vor dem 1:1

Beim 1:1-Ausgleich verlor Sven Bender den Ball an Milos Jojic, der Ex-Dortmunder bediente auf der Seite Marcel Risse, der mit Geschwindigkeits-Vorteil an Hummels vorbeistürmte und in der Mitte Anthony Modeste bediente (27.). Und dann nutzte Jojic einen Stellungsfehler der auf Abseits spielenden Dortmunder und lupfte unbedrängt aus gut 25 Metern über Roman Bürki hinweg zur 2:1-Pausenführung (44.).

Den Verlauf stellte dieses Resultat auf den Kopf, denn als Kölns Ersatzkeeper Thomas Kessler im Eins-gegen-Eins gegen Aubameyang stark einen Treffer verhinderte (40.), garnierte das die Stadionregie mit der Information auf der Anzeigetafel, die 77 Prozent Balbesitz des BVB verkündete.

Den dichten Kölner Abwehrriegel in einem 5-4-1 gegen den Ball hatte Dortmund auch erst durch einen Distanzschuss von Gonzalo Castro ausgehebelt. Nach elf Minuten zog er aus 23 Metern einfach mal ab - Kessler war geschlagen. So weit verlief alles nach Plan für Thomas Tuchels Team.

Mit Ramos und Aubameyang

Dortmunds Trainer hatte für den gesperrten Mkhtaryan etwas überraschend Aubameyang auf die Seite beordert und Adrian Ramos als Stoßstürmer im Team belassen. In der Dreierkette besetzte Bender die rechte Position, der Grieche Sokratis rückte ins Abwehrzentrum. Für Bender, der auch bei einer missglückten Abseitsfalle gegen Bittencourt (16.) nicht gut ausgesehen hatte, war in der Halbzeit allerdings früh Schluss, Tuchel brachte Matthias Ginter.

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Irgendwie aber hatte die Kölner Führung dem BVB die Energiezufuhr abgeschnitten. Die Feldüberlegenheit blieb, die letzte Überzeugung aber, sie fehlte wie schon in Frankfurt. So plätscherte die Partie ereignislos dahin, mit seinen wenigen Kontern verbreitete der FC sogar noch mehr Gefahr als die Dortmunder. Gegen den freien Modeste musste Roman Bürki so schon seine ganze Klasse aufbieten (70.). Der BVB hingegen biss sich immer wieder am Abwehrbollwerk der Gäste fest.

Einziger echter Abschluss sitzt

Es war daher kein Zufall, dass ein ruhender Ball den Ausgleich bringen musste. Ramos war direkt an der Strafraumkante gefoult worden, Marco Reus schlenzte den Ball ins Torwarteck an Kessler vorbei zum 2:2 (75.). Das war aber auch der einzige Torabschluss der Borussia in den zweiten 45 Minuten. Dortmund fehlte das Tempo, es fehlten auch die Überraschungsmomentre. Den Fans war’s egal, sie fokussierten sich schon in den Schlussminuten auf den endgültigen Schluss-Akkord: das Pokalfinale in einer Woche gegen die Bayern.

 

 

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