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Marco Reus über die Nationalmannschaft: Wir hatten diese Situation nicht immer

BVB-Kapitän

Bei Borussia Dortmund ist Kapitän Marco Reus der unumstrittene Anführer. Auch in der Nationalmannschaft will er vorangehen und fordert: Die Besten sollen spielen.

Aachen

, 06.06.2019, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marco Reus über die Nationalmannschaft: Wir hatten diese Situation nicht immer

Marco Reus erzielte im internen Testspiel zwei Tore - vor 20.000 Zuschauern in Aachen. © imago

Nach dem öffentlichen Training der DFB-Auswahl am Mittwoch in Aachen stellte sich Reus in der Mixed Zone den Fragen der Journalisten.

Wie schätzen Sie die Lage bei der Nationalmannschaft aktuell ein? Der Termin für diesen Lehrgang liegt ja für viele weit hinter der Saison.

Wie die Lage aussieht, werden wir am Samstag im Spiel (in Weißrussland, d. Red.) sehen. Es ist gut, dass wir ein paar Tage mehr Zeit zur Vorbereitung haben als sonst. Es kommt uns zugute, dass wir uns schon früh getroffen haben. Einige haben ja seit dem 18. Mai nicht mehr gespielt. Da tut jede Trainingseinheit gut, wir finden uns Tag für Tag besser zurecht.

Eine Trainingseinheit vor 20.000 Leuten ist auch nicht alltäglich.

Das war super! Das hat uns extrem viel Spaß gemacht, das pusht uns auch auf dem Platz. Das war ein gelungenes Ereignis.

Marco Reus über die Nationalmannschaft: Wir hatten diese Situation nicht immer

Nach dem Training nahmen sich Reus und Co. Zeit für die vielen Fans. © imago

Sie haben im Trainingsspielchen zwei Tore erzielt, die Spielfreude war nie weg, oder?

Es gehört dazu, mit Spielfreude in so ein Abschlussspiel zu gehen. Bei dem schönen Wetter und vor Zuschauern, das war in Ordnung.

Was erwarten Sie am Samstag in der EM-Qualifikation in Weißrussland?

Einen Gegner, der sehr tief stehen wird. Da müssen wir uns viel bewegen, die Tiefe finden, ein gutes Kombinationsspiel zeigen und vor dem Tor eiskalt zuschlagen. Das ist ein Spiel, dass wir ganz klar gewinnen müssen. Siege gegen Weißrussland und danach gegen Estland sind Pflicht. Wenn es uns darüber hinaus noch gelingt, auch spielerisch zu überzeugen, ist alles gut.

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Die Nationalmannschaft hat in Venlo eine Bootstour gemacht. Wer ist denn gekentert?

Ich weiß es gar nicht genau. Nico Schulz hat es auf jeden Fall erwischt, Julian Draxler auch. Das hat viel Spaß gemacht, eine willkommene Abwechslung.



In der Offensive gibt es eine schon fast luxuriöse Situation beim Personal. Wie sehen Sie das?

Das ist doch gut so! Wir hatten diese Situationen nicht immer, dass der Bundestrainer aussuchen durfte. Es geht nach dem Leistungsprinzip, die Besten sollen spielen, danach muss sich jeder richten und im Training Gas geben.



Training ohne den verhinderten Bundestrainer Joachim Löw. Wie ist das?

Das ist keine normale Situation. Aber damit kommen wir zurecht. Wir sind alle Profis genug und wissen, was wir zu tun haben.

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