Mateu Morey - Warum der Neuzugang beim BVB eine gute Perspektive besitzt

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Neue Saison, neuer Angriff! Der BVB will Meister werden - mit Mateu Morey. Wir beleuchten Form und Perspektive jedes Spielers. Der nächste Teil: Morey kann sich in Ruhe entwickeln.

Dortmund

, 23.08.2019, 06:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Ganz Fußball-Deutschland fiebert der Bundesliga-Spielzeit 2019/2020 entgegen. Zum Auftakt in die Saison, an deren Ende Borussia Dortmund Deutscher Meister sein will, nehmen wir jeden Spieler im BVB-Kader unter die Lupe.





Was zeichnet Mateu Morey aus?

Es gab mehrere Gründe, warum Borussia Dortmund Mateu Morey in diesem Sommer aus der Jugend des FC Barcelona zum BVB lotste. Hauptsächlich sieht man in Dortmund großes Entwicklungspotenzial bei dem erst 19 Jahre alten Rechtsverteidiger, der 2017 Europameister mit der U17 Spaniens wurde und 2018 mit der U19 des FC Barcelona die Youth League gewann, die Champions League im Nachwuchsbereich, wenn man so will.

„Mateu ist ein großes Abwehr-Talent aus der Fußballschule des FC Barcelona, das über ausgeprägte technische Qualität verfügt“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc bei Moreys Vorstellung, „wir sehen diesen Transfer perspektivisch und freuen uns darauf, Mateu im Profibereich weiterentwickeln zu können.“

Morey wurde in „La Masia“ ausgebildet, in Barcas berühmter Jugendakademie, galt auch dort als großes Talent. Eine schwere Knieverletzung aber zwang ihn zu einer fast einjährigen Pause im ungünstigsten Alter, wenn man den Sprung zu den Profis schaffen will. Moreys sportlichen Perspektiven bei den Katalanen gestaltete sich daher düster. Auch in Dortmund darf er kurzfristig keine allzu großen Hoffnungen auf besonders viel Einsatzzeit in der ersten Mannschaft hegen. Noch ist Lukasz Piszczek da, noch ist Achraf Hakimi da, Morey soll sich erst einmal eingewöhnen beim BVB. Und doch ist Moreys Glaube groß, in Borussia Dortmund genau den richtigen Verein für seinen weiteren Weg ausgesucht zu haben. „Ich glaube“, sagt er, „dass der Verein viel auf die Jugend setzt und dass ich meine Stärken in diesem Team sehr gut einbringen kann.“

Morey gilt beim BVB als Transfer für die Zukunft, für die Zeit nach Hakimi und Piszczek. Und - auch das war ein Grund für seine Verpflichtung - er stellt kein finanzielles Risiko dar. Mehr als eine Ausbildungsentschädigung im sechsstelligen Bereich wurde für den spanischen U-Nationalspieler nicht fällig. Falls er Borussia Dortmund irgendwann wieder verlässt, wird er, sofern er nicht ablösefrei wechselt, sogar einen Gewinn abwerfen. So unromantisch das auch klingen mag, man sollte den Fakt nicht außer Acht lassen. Der BVB hat bei Morey nichts zu verlieren, so etwas macht einen Spieler immer interessant. Falls er sich nicht durchsetzen kann, ist kein Geld verbrannt worden. Falls er sich durchsetzt - umso schöner!



Wie lief die Vorbereitung?

Lange Zeit vielversprechend. Morey hinterließ in den Testspielen einen guten Eindruck, überzeugte, auch wenn er gegen den FC Liverpool (3:2) während der USA-Reise einen unnötigen Elfmeter verursachte, mit gutem Spielverständnis und großer Ballsicherheit, mit Zug nach vorne sowie taktischer Disziplin in der Rückwärtsbewegung. Die lange Verletzungspause und sein junges Alter merkte man Moreys Spiel nicht unbedingt an. „Er macht das richtig gut“, lautete die erste Einschätzung von Julian Brandt.

Mateu Morey - Warum der Neuzugang beim BVB eine gute Perspektive besitzt

Mateu Morey legte in Dortmund einen vielversprechenden Start hin. © David Inderlied

Doch dann wurde Morey einmal mehr vom Verletzungspech eingeholt. Im Trainingslager in der Schweiz verletzte er sich im Testspiel gegen den FC St. Gallen (4:1) kurz vor dem Schlusspfiff an der Schulter. Gut drei Wochen ist das nun her - und Morey kann noch immer nur individuell trainieren. Er wird wohl frühestens nach der Länderspielpause im September wieder zur Verfügung stehen, dann allerdings mit einigem Rückstand auf seine Teamkollegen.


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Wie ist die sportliche Perspektive für die neue Saison?

Vielleicht belohnt BVB-Trainer Lucien Favre den Neuzugang irgendwann in dieser Saison mal mit ein paar Minuten Bundesliga-Fußball, falls Morey die guten Eindrücke der Vorbereitung bestätigen kann, aber noch haben andere die Nase auf den Außenverteidiger-Positionen deutlich vorne. Piszcek und Hakimi rechts, Nico Schulz links. Mindestens.

Trotzdem hat Morey einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Er wird beim BVB alle Zeit bekommen, die es braucht, um nach der langen Verletzungspause wieder in Topform zu kommen und sich in Deutschland einzugewöhnen. Er ist eben ein „perspektivischer“ Transfer. Noch ist es schlicht zu früh, um zu bewerten, wie sich Moreys Perspektiven bei Borussia Dortmund entwickeln werden. Das Wichtigste aber wird sein, dass das Verletzungspech endlich von ihm ablässt.

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