Matthäus über BVB-Spieler Götze: „Fehlt ihm vor allem an Tempo“

Borussia Dortmund

Mario Götze wird Borussia Dortmund im Sommer verlassen. Auch Sky-Experte Lothar Matthäus empfiehlt einen Neustart - und spricht Stärken und Schwächen des BVB-Mittelfeldspielers deutlich an.

Dortmund

, 29.04.2020, 11:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kommt beim BVB nur noch sporadisch zum Einsatz: Mario Götze.

Kommt beim BVB nur noch sporadisch zum Einsatz: Mario Götze. © imago / Laci Perenyi

Zwar überraschte BVB-Geschäftsführer zuletzt mit der Aussage, ein weiteres Gespräch mit Mario Götze führen zu wollen - doch die Zeichen stehen seit Monaten klar auf Trennung. Mitte April hatte der 27-Jährige seinen Wechsel zum prominenten Spielberater Reza Fazeli publik gemacht. Der sagte dem „Kicker“: „Ich führe schon jetzt viele konstruktive Gespräche. Aber das wird seine Zeit in Anspruch nehmen.“

Unter Favre kommt Götze beim BVB nur noch selten zum Einsatz

Auch Sky-Experte Lothar Matthäus empfiehlt Götze einen Neustart: „Götze muss einen Verein und vor allem einen Trainer finden, der total auf ihn baut und das Spiel auf ihn ausrichtet. Gut möglich, dass Italien eine passende Liga für ihn wäre“, schrieb der Rekord-Nationalspieler in seiner wöchentlichen Kolumne des TV-Senders.

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In den zwei Jahren unter Lucien Favre ist Götze nur selten über die Rolle des Reservisten hinaus gekommen. In der Rückrunde der derzeit unterbrochenen Saison wurde er nur noch sporadisch eingesetzt. Matthäus meint: „Es fehlt ihm vor allem an Tempo, um mit dem Fußball mithalten zu können, den der BVB und viele andere Spitzenvereine praktizieren. Hinzu kam leider seine Krankheit und möglicherweise ein selbst zu stark auferlegter Druck. Der Wechsel zum FC Bayern war am Ende auch nicht das, was er sich erträumt hat. Beim BVB ist er nach seiner Rückkehr nie wirklich angekommen.

Matthäus über Götzes Fähigkeiten: „Das ist in die Wiege gelegt“

Das sei in seiner ersten Zeit bei Borussia Dortmund ganz anders gewesen: „Zu seinen besten Zeiten erinnerte er an einen kleinen Südamerikaner, einen Mini-Maradona. Ein solches Auge und Gefühl für Raum und Situation kann man nicht erlernen. Das ist in die Wiege gelegt. Aber es sind nun einige Jahre vergangen und der Fußball ist nicht mehr derselbe.“

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