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Milot Rashica noch ein Thema beim BVB? Berater macht Druck

Borussia Dortmund

Milot Rashica und der BVB haben sich vor der Coronakrise angenähert, dann kam aber alles anders. Sein Berater geht nun in die Offensive.

Dortmund

, 09.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bremens Milot Rashica (l.) und Dortmunds Manuel Akanji kämpfen um den Ball.

Bremens Milot Rashica (l.) und Dortmunds Manuel Akanji kämpfen um den Ball. © Kirchner-Media

Angesichts des ungewissen Fortgangs der Coronavirus-Pandemie hat Michael Zorc derzeit viel freie Zeit. Sämtliche Transferaktivitäten ruhen, dem Tenor nach mache es wenig Sinn, Pläne voranzutreiben, so lange ungewiss ist, in welchem Umfang man tätig werden kann.

Milot Rashica weiter Thema beim BVB?

Er erwarte, seufzte der BVB-Sportdirektor unlängst, „einen komplizierten Sommer“. Einer der Spieler, die auf der Wunschliste der Borussia einen vorderen Platz einnimmt, drückt jetzt aufs Gaspedal und möchte scheinbar eine schnelle Entscheidung forcieren.

Bislang hat sich Altin Lala sehr defensiv geäußert, was die Zukunftsplanungen seines Schützlings Milot Rashica angehen. Abwarten, lautete da die Devise, Rashica wolle erst einmal mithelfen, Werder Bremen „in der Liga zu halten“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi vor einigen Wochen im Gespräch mit dieser Redaktion.

SSC Neapel offenbar auch an Rashica interessiert

Das war vor Corona, vor dem „Shutdown“ der Bundesliga, der die Klubs in eine unfreiwillige Pause zwang und der viele Unwägbarkeiten aufwarf. Dass der BVB ein Auge auf den pfeilschnellen Stürmer geworfen hat, ist verbrieft. Nun ist die Spielerseite in die Offensive gegangen. Nek Capric, einer der Partner Lalas in seiner Beratungs-Agentur, hat in einem Radio-Interview konkret über ein angebliches Interesse des SSC Neapel gesprochen und die Italiener zur Eile gemahnt. „Wenn Napoli ihn haben will, sollten sie sich beeilen, die Konkurrenz ist groß.“ Es gebe „viele Anfragen aus der Premier League und aus der Bundesliga.“ Dazu gehören neben dem BVB auch RB Leipzig und der FC Liverpool.

Dass Capric in die Offensive geht, ist auch taktisches Kalkül. Viele Experten befürchten, dass es auf dem Transfermarkt erhebliche Korrekturen nach unten geben könnte angesichts der Tatsache, dass die Klubs durch fehlende Einnahmen viel weniger Geld zur Verfügung haben dürften. Das könnte sich auch auf die Gehalts- und Handgeld-Forderungen auswirken. Der einfache Plan: Je schneller jetzt ein Abschluss gelingen könnte, desto lukrativer könnte der neue Vertrag ausgestattet sein, desto geringer könnten die drohenden Gehaltsverluste ausfallen.

Wechselt Rashica ins Ausland, bekäme Bremen wohl mehr Geld

Auch Werder Bremen dürfte ein Interesse haben, sehr schnell Klarheit in der Personalie Rashica zu erzielen. Den klammen Norddeutschen würde dies erhebliche Planungssicherheit bringen, für die der Klub auch die potenziell entstehende Unruhe im Abstiegskampf in Kauf nehmen würde. Dass Rashicas Zukunft eher im europäischen Ausland liegen könnte, wäre wie mehrfach berichtet im Sinne Werders: Für diesen Fall soll eine festgeschriebene Ablöse greifen, die bei 38 Millionen Euro liegen soll.

Diese Marke wäre bei einem Transfer innerhalb der Bundesliga derzeit wohl kaum zu erreichen. Das Portal „transfermarkt.de“ hatte am Mittwoch die Marktwerte aller europäischen Profis korrigiert, fast ausnahmslos nach unten. Rashica wird dort nun noch mit 28 Mio. Euro gelistet. Ein Minus von 20 Prozent, zuvor wurde der Stürmer mit einem Marktwert von 35 Millionen Euro taxiert.

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