Mit Lucien Favre einig - mit Nizza noch nicht

Tuchel-Nachfolger beim BVB

Der Favorit auf die Nachfolge Thomas Tuchels bei Borussia Dortmund ist ein Schweizer und kennt die Bundesliga. Lucien Favre hat in Berlin die Hertha (2007 bis 2009) und in Mönchengladbach die Borussia (2011 bis 2015) jeweils erfolgreich trainiert. An beiden Standorten endete seine Zeit allerdings mit einigen unschönen Zwischentönen.

DORTMUND

, 30.05.2017 / Lesedauer: 2 min
Mit Lucien Favre einig - mit Nizza noch nicht

Soll neuer BVB-Trainer werden: Lucien Favre.

Als Favre 2007 die Hertha übernahm, steckte der Klub im Abstiegskampf. Unter Favre wurde die Hertha ein Champions-League-Aspirant. Favre (heute 59) eckte allerdings in der Hauptstadt durch seine teils sture und kompromisslose Haltung gegenüber einigen Führungsspielern an und verstrickte sich auch in einen Führungsstreit mit dem damaligen Manager Dieter Hoeneß - den Favre gewann.

Ende mit lautem Getöse

Auch in Gladbach endete seine Zeit mit lautem Getöse. In einer Nacht- und Nebelaktion schmiss er hin, fünf Niederlagen am Stück hatte die Borussia vorher kassiert. Man hat ihm das lange übel genommen am Niederrhein, vor allem aber zeigte die Reaktion, dass man seine Fähigkeiten als Trainer sehr schätzte.

Favre gilt als Perfektionist. Er hatte Erfolg, wo auch immer er war. In Berlin, zuvor in Zürich, dann auch in Gladbach, die er 2011 an der Schwelle zur 2. Bundesliga übernahm und in die Champions League führte. Marco Reus schwärmt vom Schweizer als den Trainer, „der mich zu dem Spieler gemacht hat, der ich heute bin.“

Mit OGC in die Champions League

Auch zuletzt bei OGC Nizza kam mit dem Schweizer Favre der Erfolg. Aus einem mittelmäßigen No-Name-Team machte er einen Konkurrenten für die Geld-Klubs aus Paris und Monaco, mit 77 Punkten in 37 Spielen führte Favre Nizza in die Champions League.  

Kommentar unseres #BVB-Reporters @DirkKrampe zur Freistellung von Trainer Thomas #Tuchel. (Video: @Kevin1993DO) pic.twitter.com/XVtkCKBIef

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

Dennoch zieht es ihn wieder zurück in die Bundesliga. Mit dem Trainer soll sich der BVB nach Informationen des Kicker weitgehend einig sein. Die Verhandlungen mit Nizza aber dürften schwierig werden. Weil sein Vertrag in Frankreich noch bis 2019 läuft, dürfte für den Wechsel von der Cote d‘Azur ins Ruhrgebiet eine happige Ablöse fällig werden. Unter einer Summe von fünf Millionen Euro dürfte sich Nizza kaum bewegen.

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