Mkhitaryan zaubert, Bender sorgt für erschrockene Blicke

Die BVB-Einzelkritik

Ein eisenharter Aushilfsinnenverteidiger und ein Regisseur in Spiellaune waren die zwei prägenden Figuren des Champions-League-Duells zwischen Borussia Dortmund und dem SSC Neapel. Die Einzelkritik der BVB-Profis.

DORTMUND

26.11.2013, 23:09 Uhr / Lesedauer: 3 min
Ganz starker Auftritt gegen Neapel: BVB-Spielmacher Henrikh Mkhitaryan (l.).

Ganz starker Auftritt gegen Neapel: BVB-Spielmacher Henrikh Mkhitaryan (l.).

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Champions League, 5. Spieltag: BVB - SSC Neapel 3:1 (1:0)

Beim wankenden BVB lebt die Hoffnung wieder: Nach zuletzt drei Pflichtspielpleiten in Serie wahrte Borussia Dortmund durch das 3:1 (1:0) gegen den SSC Neapel die Chance auf den Achtelfinaleinzug in der Champions League.
26.11.2013
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Jakub Blaszczykowski jubelt nach dem Tor zum 2:0.© Foto: DeFodi
Roman Weidenfeller jubelt nach dem Treffer zum 3:1.© Foto: DeFodi
Filigran: Henrikh Mkhitaryan (r.), hier gegen Valon Behrami.© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski jubelt nach dem Tor zum 2:0.© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski jubelt nach dem Tor zum 2:0.© Foto: DeFodi
Sorgte mit seinem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung: Pierre-Emerick Aubameyang (l.).© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski (l.) setzt sich gegen Raul Albiol durch.© Foto: DeFodi
BVB-Kapitän Sebastian Kehl (r.) stand nach mehreren Wochen Verletzungspause wieder in der Startelf.© Foto: DeFodi
Nuri Sahin (l.) ist vor Goran Pandev am Ball.© Foto: DeFodi
BVB-Trainer Jürgen Klopp jubelt über das 1:0.© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski (r.) ist schneller als Pablo Armero.© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski (M.) erzielt das 2:0.© Foto: DeFodi
Robert Lewandowski (l.) verliert den Zweikampf gegen Christian Maggio.© Foto: dpa
Federico Fernandez (2.v.l.) sieht nach seinem Foul im Strafraum an Robert Lewandowski die Gelbe Karte.© Foto: dpa
Sokratis (M.) fliegt am Ball vorbei.© Foto: dpa
Marco Reus (l.) behauptet den Ball gegen Valon Behrami.© Foto: dpa
BVB-Trainer Jürgen Klopp (M.) bejubelt den Treffer zum 2:0.© Foto: DeFodi
Kevin Großkreutz (hinten) im Duell mit Dries Mertens.© Foto: dpa
Bissiges Duell zwischen Jakub Blaszczykowski (r.) und Dries Mertens.© Foto: dpa
Marco Reus bejubelt sein Tor zum 1:0.© Foto: dpa
Trainer unter sich: Jürgen Klopp (r.) und Rafael Benitez.© Foto: dpa
Im Gesicht lädiert: Sven Bender.© Foto: dpa
Marco Reus (M.) bejubelt sein Tor zum 1:0 mit Sebastian Kehl (l.) und Jakub Blaszczykowski.© Foto: dpa
Marco Reus (r.) verwandelt den Elfmeter zum 1:0.© Foto: dpa
Die BVB-Startelf gegen Neapel.© Foto: dpa
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Ein paar hatten ihn gegen Neapel in der Innenverteidigung vermutet – und in der Tat spielte er dort für einige Minuten, als Bender behandelt wurde. Sein Kerngebiet jedoch war die rechte Seite, wo er diesmal erst nach der Pause besser ins Rollen kam.

Früher nannte man ihn „Iron Manni“, weil er nicht kaputt zu kriegen war. Mittlerweile gibt es in seinem Gesicht kaum eine Stelle, die noch nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Gegen Neapel brach er sich die Nase und sah nach zweifachem Trikottausch und dem massiven Einsatz von Nasentampons phasenweise aus wie ein Zombie aus dem jüngsten Brad-Pitt-Blockbuster. Seiner Leistung tat das jedoch keinen Abbruch. Er zeigte auch als Innenverteidiger nicht nur Nehmerqualitäten, sondern auch Können. So langsam stellt sich allerdings die Frage, ob er seinem Zwillingsbruder Lars überhaupt noch ähnlich sieht.

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Champions League, 5. Spieltag: BVB - SSC Neapel 3:1 (1:0)

Beim wankenden BVB lebt die Hoffnung wieder: Nach zuletzt drei Pflichtspielpleiten in Serie wahrte Borussia Dortmund durch das 3:1 (1:0) gegen den SSC Neapel die Chance auf den Achtelfinaleinzug in der Champions League.
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Jakub Blaszczykowski jubelt nach dem Tor zum 2:0.© Foto: DeFodi
Roman Weidenfeller jubelt nach dem Treffer zum 3:1.© Foto: DeFodi
Filigran: Henrikh Mkhitaryan (r.), hier gegen Valon Behrami.© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski jubelt nach dem Tor zum 2:0.© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski jubelt nach dem Tor zum 2:0.© Foto: DeFodi
Sorgte mit seinem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung: Pierre-Emerick Aubameyang (l.).© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski (l.) setzt sich gegen Raul Albiol durch.© Foto: DeFodi
BVB-Kapitän Sebastian Kehl (r.) stand nach mehreren Wochen Verletzungspause wieder in der Startelf.© Foto: DeFodi
Nuri Sahin (l.) ist vor Goran Pandev am Ball.© Foto: DeFodi
BVB-Trainer Jürgen Klopp jubelt über das 1:0.© Foto: DeFodi
Jakub Blaszczykowski (r.) ist schneller als Pablo Armero.© Foto: DeFodi
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Robert Lewandowski (l.) verliert den Zweikampf gegen Christian Maggio.© Foto: dpa
Federico Fernandez (2.v.l.) sieht nach seinem Foul im Strafraum an Robert Lewandowski die Gelbe Karte.© Foto: dpa
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Marco Reus (l.) behauptet den Ball gegen Valon Behrami.© Foto: dpa
BVB-Trainer Jürgen Klopp (M.) bejubelt den Treffer zum 2:0.© Foto: DeFodi
Kevin Großkreutz (hinten) im Duell mit Dries Mertens.© Foto: dpa
Bissiges Duell zwischen Jakub Blaszczykowski (r.) und Dries Mertens.© Foto: dpa
Marco Reus bejubelt sein Tor zum 1:0.© Foto: dpa
Trainer unter sich: Jürgen Klopp (r.) und Rafael Benitez.© Foto: dpa
Im Gesicht lädiert: Sven Bender.© Foto: dpa
Marco Reus (M.) bejubelt sein Tor zum 1:0 mit Sebastian Kehl (l.) und Jakub Blaszczykowski.© Foto: dpa
Marco Reus (r.) verwandelt den Elfmeter zum 1:0.© Foto: dpa
Die BVB-Startelf gegen Neapel.© Foto: dpa
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Der Grieche durfte sich seit Montag damit anfreunden, dass ihm in „Manni“ Bender noch ein härterer Hund zur Seite gestellt wurde. Probleme schien er damit nicht zu haben, er spielte seinen Stiefel mit einer stoischen Ruhe runter und brachte immer wieder seinen Körper zwischen den Ball und den Gegner. Nur ein bisschen Regelkunde zum Thema kurz ausgeführter Abstoß könnte er noch vertragen.

Den deutschen Nationalspieler Thomas Müller hatte der Youngster am Samstag noch gut im Griff, mit dem früheren spanischen U21-Nationalspieler José Callejon kam er deutlich weniger gut zurecht. Nicht nur in der 29. Minute ließ ihn der frühere Madrilene stehen. Zum Glück für den BVB wurde es nicht jedes Mal so gefährlich wie beim anschließenden Pfostenschuss.

Der Kapitän stand erstmals seit dem 23. August wieder in der Startelf – und benötigte erst einmal Anlaufzeit, um richtig anzukommen. Vor allem im Passspiel fehlte dem sehr engagierten Routinier noch die Sicherheit – was Neapel durch Insigne nach der Pause ausnutzte (71.).

Gegen die Bayern war er abgetaucht, gegen Neapel sah man ihn wieder häufiger. Die große Sicherheit im Passspiel, sonst eine seiner großen Qualitäten, fehlte aber auch diesmal. So mancher seiner Fehlpässe leitete daher Angriffe der Gäste ein. Er biss sich allerdings in die Partie.

Der Pole rackerte sich gegen Neapel die Lunge aus dem Hals, dribbelte, grätschte und sprintete, als gäbe es kein Morgen. Die Belohnung für diesen unermüdlichen, wenn auch nicht ganz fehlerfreien Einsatz bescherte er sich selbst, als er Reina vor dem 2:0 tunnelte und damit das Stadion zum Beben brachte (60.).

Ob es an den kalten Temperaturen lag, die ihn an seine frühere Heimat Donezk erinnert haben dürften? Der Armenier zeigte seine mit Abstand stärkste Leistung seit langem im BVB-Trikot und sorgte phasenweise für offene Münder auf den Tribünen. Schnell in der Ballannahme und -verarbeitung, herausragend in der Übersicht, mutig im Abschluss – man konnte gegen Neapel deutlich erkennen, warum der BVB so viel Geld in ihn investiert hat.

Dem winterlichen Ambiente im Signal Iduna Park angemessen verwandelt er den frühen Elfmeter eiskalt in der unteren Torecke (10.). Mit seinem starken Freistoß hätte er dann schon fast alles klar machen können, Reina reagierte aber glänzend (17.). In der 60. Minute war der Spanier dann machtlos, als Reus „Kuba“ das 2:0 auflegte (60.).

Nach zig erfolglosen Anläufen, unter anderem gegen Arsenal und Wolfsburg, bekam der Pole gegen Neapel mal wieder einen Elfmeter zugesprochen (10.). Das hätte ihm eigentlich Mut machen sollen, doch sein Schussglück kehrte auch gegen die Italiener nicht zurück. Gleich zweimal wurde er von seinen Mitspielern frei gespielt, zweimal scheiterte er in bester Position (14./35.). Vorarbeiter des 3:1 (78.).

 Kam in der 68. Minute und traf zum enorm wichtigen 3:1 (78.).

(81.) und

(89.) kamen spät, daher

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