Mor-Transfer zu Inter Mailand vorerst vom Tisch

Zorc: "Derzeit gescheitert"

Am vergangenen Mittwoch schien eigentlich schon alles klar zu sein mit Inter Mailand. Emre Mor fehlte auf dem offiziellen Mannschaftsfoto von Borussia Dortmund für die neue Saison. Der BVB hatte den 20 Jahre alten Türken freigestellt, damit dieser zu "finalen Gesprächen" reisen könne. Doch jetzt ist der Wechsel vorerst geplatzt.

DORTMUND

, 15.08.2017 / Lesedauer: 2 min
Mor-Transfer zu Inter Mailand vorerst vom Tisch

Emre Mor verlässt den BVB nach nur einem Jahr schon wieder.

Vier Millionen Euro Leihgebühr für zwei Jahre plus ein fixe Ablösesumme im zweistelligen Millionen-Bereich und eine Kaufverpflichtung für den italienischen Traditionsverein: Die Bedingungen des Transfers waren ausgehandelt, der BVB war von einem baldigen Vollzug überzeugt - und verzichtete auf Emre Mor beim Teamshooting. Am Sonntag und am Montag aber trainierte Mor überraschend wieder auf dem Trainingsgelände in Brackel. Montag fuhr er nach der Übungseinheit gemeinsam mit seinem Kumpel Alexander Isak im schicken Sportwagen vom Hof.

Zorc ging von Wechsel aus

Am Dienstagabend dann erklärte Sportdirektor Michael Zorc den Wechsel Mors nach Italien gegenüber dieser Redaktion für „derzeit gescheitert“. Entsprechend trainiere der Dribbler mit der Mannschaft. „Emre Mor ist Spieler von Borussia Dortmund, natürlich trainiert er bei uns.“ Zu den Gründen für den geplatzten Transfer wollte sich Zorc nicht weiter äußern. Nur so viel: „Wir sind davon ausgegangen, dass der Wechsel über die Bühne geht. Sonst hätten wir ihn ja mit aufs Foto genommen.“

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Italienische Medien berichten, dass zwischen den Klubs und dem Spieler alles klar gewesen sei, dass aber ausgerechnet Mors Berater den Wechsel blockiert habe, weil er um ein höheres Honorar feilsche. Offiziell bestätigt ist das nicht. In einem unmittelbaren Verhältnis zum Werben des FC Barcelona um Ousmane Dembélé steht der geplatzte Transfer Mors laut Zorc jedenfalls nicht. „Nein, der Wechsel ist einfach derzeit gescheitert“, sagte der 54-Jährige.

Kein Zusammenhang mit Werben um Dembele

Alles andere würde auch der zeitlichen Abfolge widersprechen. Das Treffen der BVB-Bosse mit der Delegation aus Barcelona fand vergangene Woche Dienstag in Düsseldorf statt, die Abstellung Mors für Vertragsgespräche und die öffentliche Kommunikation eines bevorstehenden Wechsels folgten am Mittwoch. Sollte Mor intern als möglicher Dembélé-Nachfolger gelten oder gegolten haben, es wäre alles wohl ganz anders kommuniziert worden.

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