DFB-Pokal

Nach Haaland auch ohne Malen? So könnte der BVB gegen Ingolstadt spielen

Borussia Dortmund muss seine Verletzungssorgen gegen Außenseiter FC Ingolstadt verdrängen. Nach Erling Haaland droht auch Donyell Malen auszufallen. So könnte der BVB im DFB-Pokal starten.
Nach Erling Haaland (l.) droht dem BVB auch der Ausfall von Donyell Malen. © imago / Eibner

Den DFB-Pokal als Wettbewerb schätzt Marco Rose sehr, „der Stellenwert ist groß“, sagt der BVB-Trainer. Aus seiner Zeit als Fußballprofi beim FSV Mainz 05 sind allerdings keine Erfolgsgeschichten überliefert, und als Coach in Gladbach scheiterte er zweimal an der besseren Borussia, der aus Dortmund. Auf dem Weg zum erneuten Titelgewinn (Rose: „Da ist unser aller Ziel“) müssen seine Schwarzgelben am Dienstag (20 Uhr, live auf Sport1/Sky) die Pflichtaufgabe FC Ingolstadt erledigen.

BVB gegen Ingolstadt: Marwin Hitz soll Gregor Kobel ersetzen

An den bescheidenen personellen Voraussetzungen ändert sich bis dahin wenig. „Die gute Nachricht ist, dass sich kein Spieler in Bielefeld verletzt hat. Es kommt aber auch keiner zurück“, sagte Rose am Montag auf der Pressekonferenz. Obendrein hat sich Donyell Malen einen Magen-Darm-Infekt eingehandelt. Fällt auch der Niederländer aus, steht in Steffen Tigges aus der U23 nur noch ein gelernter Stürmer im erweiterten Kader, der gerade selbst aus einer Verletzung zurückkehrt.

Torhüter Gregor Kobel trägt nach seinem Zusammenprall mit dem Pfosten keine schwere Blessur davon, ihn wird dennoch absprachegemäß Marwin Hitz vertreten. „Marwin verhält sich tadellos“, lobte Rose, folglich hätte er die Chance, sich zu präsentieren, auch verdient. An mehr Rotation ist kaum zu denken, die verbleibenden fitten Spieler müssen weiter ihren Mann stehen und den BVB in die nächste Runde schießen.

BVB-Gegner Ingolstadt befindet sich seit Wochen im Krisenmodus

Den Fußballclub Ingolstadt 04 e. V. beschäftigen andere Sorgen. Seit Saisonbeginn stecken die „Schanzer“ im Tabellenkeller der zweiten Liga fest. Bei erst fünf Punkten aus elf Partien waren die Erfolgserlebnisse rar gesät, Gegentore (schon 25) hingegen weniger. Der sportliche Leiter des Aufsteigers musste bereits gehen, Trainer Andre Schubert (früher u.a. Borussia Mönchengladbach) hat am 9. Spieltag übernommen – und bislang kein Glück herbeireden können.

Ein bisschen gewarnt sein sollten die Borussen trotzdem beim Blick auf die eigenen Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit, als es gegen andere Mannschaften aus dem Unterhaus wie den SC Paderborn oder Union Berlin bei knappen 3:2-Siegen die Verlängerung benötigte, einmal gegen die Unioner sogar das Elfmeterschießen. Rose mahnt: „Der Gegner hat nichts zu verlieren und wird versuchen, weg vom Alltag im Zweitliga-Abstiegskampf einfach das beste Spiel seines Lebens zu machen, um Borussia Dortmund wehtun zu können.“ Inwiefern das gelinge, liege an seiner Mannschaft. „Wenn wir anfangen herumzukrümeln und glauben, dass es mit ein paar Prozenten weniger geht, dann kann man auch gegen Ingolstadt Probleme bekommen.“

BVB-Trainer Rose bleibt seinem Motto treu: „Nicht rumzujammern“

So weit soll es am Dienstagabend gar nicht kommen, auch ohne ein Dutzend verletzter oder noch nicht wieder spielfähiger Profis sollte es von Beginn an wenig Zweifel am Weiterkommen der Westfalen geben. Dass Torjäger Erling Haaland schmerzlich vermisst wird, daran werden sich alle BVB-Fans gewöhnen müssen. „Deshalb brauchen wir nicht rumzujammern. Sicher ist er wahnsinnig wichtig für uns. Aber wir müssen deshalb nicht alles auf den Kopf stellen und uns neu erfinden“, meint Rose.

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Der Coach bleibt stringent bei seinem lösungsorientierten Ansatz, es gibt vom Trainer keinerlei Alibis wegen der Personalsorgen. Wer in solchen K.o.-Duellen als Sieger vom Platz gehen und den Pokal gewinnen will, bekommt eh keine zweite Chance.

So könnte der BVB gegen Ingolstadt spielen:

Hitz – Wolf, Pongracic, Hummels, Passlack – Bellingham, Witsel – Brandt, Reus, Hazard – Malen