Borussia Dortmund

Nach Topspiel-Kritik: Felix Zwayer pfeift vorerst keine BVB-Spiele mehr

Nach den heftigen Diskussionen um Schiedsrichter Felix Zwayer nach dem Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München zieht Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich nun Konsequenzen.
Schiedsrichter Felix Zwayer wird vorerst keine BVB-Spiele mehr pfeifen. © imago images/Norbert Schmidt

Nach der Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München stand nicht das Spiel selbst, sondern ausschließlich Schiedsrichter Felix Zwayer im Fokus. Seine Leistung hatte hohe Wellen geschlagen. Nun zieht Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich Konsequenzen. Wie er dem „kicker“ mitteilte, wird Zwayer als Folge auf die heftigen Diskussionen nach dem Bundesliga-Topspiel vorerst keine Spiele mehr von Borussia Dortmund leiten.

BVB-Boss Watzke hatte sofort die Absetzung Zwayers gefordert

„Es wäre für meine Begriffe in einem solchen oder vergleichbaren Fall nicht verantwortungsvoll gegenüber allen Seiten, dieselbe Konstellation gleich wieder anzusetzen“, sagte Fröhlich: „Da sollte doch etwas Zeit ins Land gehen.“ Damit kommt der Schiedsrichter-Chef auch dem Wunsch der Verantwortlichen von Borussia Dortmund nach.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hatte schon unmittelbar nach dem Topspiel gegenüber den Ruhr Nachrichten gesagt, „es wäre sicherlich für alle Seiten am besten, wenn der DFB entscheiden würde, ihn vorerst keine BVB-Spiele mehr leiten zu lassen.“

Strafe für BVB-Profi Bellingham nach Zwayer-Aussagen

Borussia Dortmund fühlte sich nach dem Topspiel gegen den FC Bayern München von Zwayer betrogen. „Er hat das Spiel am Ende entschieden, weil er keine Linie hatte. Wenn ich manche Dinge pfeife oder sie mir anschaue, muss ich das auf der anderen Seite eben auch machen“, kritisierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc Zwayer scharf.

Jude Bellingham sorgte mit seiner Aussage in einem TV-Interview für noch größeres Aufsehen. „Man gibt einem Schiedsrichter, der schon einmal ein Spiel verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was willst du da erwarten?“, sagte der BVB-Profi und spielte an auf die Beteiligung von Felix Zwayer am Manipulationsskandal 2005 um Robert Hoyzer. Bellingham wurde später vom DFB-Sportgericht wegen dieser Aussage zu einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt.

Manipulationsverdacht: Schiedsrichter-Chef verteidigt Felix Zwayer

Diesbezüglich stellte Lutz Michael Fröhlich sich vor seinen Schiedsrichter. Laut des Referee-Chefs spiegelt die Aktenlage die tatsächlichen Vorkommnisse möglicherweise nicht korrekt wider. „Hier stand die Aussage von Robert Hoyzer, Felix Zwayer habe Geld genommen, gegen die von Felix Zwayer, der das dementiert hat. In dieser Situation hat er dann das Urteil akzeptiert“, sagte Fröhlich. „Immer wenn der Vorgang in den letzten Jahren wieder aufgerollt wurde, hatte Felix mir gegenüber betont, dass er kein Geld angenommen hat.“

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